Aktuelles von Atalanta
Seit 2008 engagiert sich die Bundeswehr vor der Küste Somalias. Im Auftrag des Parlaments bekämpft die Deutsche Marine die Piraterie am Horn von Afrika und schützt internationale See- und Handelsrouten. Routiniert verrichten die Soldaten ihren Dienst. Doch wie sieht der Alltag der Soldaten an Bord aus? Unser Mitarbeiter Steffen Maluche hat sich auf der Fregatte Karlsruhe umgeschaut.
Die Bundeswehr soll sich auch weiterhin am Kampf gegen die Piraten im Rahmen der EU-geführten Mission Atalanta vor der Küste Somalias beteiligen. Dies beschlossen die Parlamentarier des Deutschen Bundestages am Abend des 16. Mai in namentlicher Abstimmung.
Der deutsche Marineseefernaufklärer P-3C „Orion“ kehrte am 30. April aus dem Einsatz am Horn von Afrika zurück. Das Hauptkontingent wird 4. Mai zurück in Nordholz erwartet. Während der Kommandeur der Einsatzgruppe, Fregattenkapitän Holger Schmitt, sich beim Kommodore des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“, Fregattenkapitän Per Fritz Weiler, zurückmeldete, wurden die Soldaten bereits sehnlichst von ihren Angehörigen am Flugfeld des Marinefliegerstützpunktes erwartet.
„Letzten Einsatzflug der 12. Einsatzgruppe P-3C durchgeführt
.“ Mit diesen Worten an den Kommandeur meldete der Leiter des Flugbetriebes am 27. April die vorübergehend letzte Landung der „Orion“ im Rahmen des Atalanta-Einsatzes in Dschibuti. Vom 1. Mai an treten die Marineflieger eine sechsmonatige Einsatzunterbrechung an. Für die 50 Soldaten der Einsatzgruppe sowie das MPRA (Maritime Patrol and Reconnaissance Aircraft) geht es bis Ende Oktober dieses Jahres zurück zum Marinefliegerstützpunkt Nordholz.
Die Cockpitbesatzung schiebt die Leistungsregler nach vorne, die Propeller werden mit Drehzahl versorgt. Noch wird die P-3C „Orion“ von den Bremsen gehalten, dann rast „Jester“ los. Mit rund 240 Stundenkilometern hebt das Flugzeug vom Flughafen Dschibuti ab. Es geht an die somalische Küste - Piratencamps überwachen.
Ausbildungsunterstützung mit dem Ziel der größeren Eigenständigkeit ist Bestandteil der europäischen Anti-Piraterie-Mission Atalanta. Damit sollen die staatlichen Infrastrukturen der Anrainerstaaten am Horn von Afrika im Kampf gegen Piraterie gestärkt werden. In diesem Zusammenhang und in Kooperation mit dem zivilen Pendant zu Atalanta, der Mission EUCap Nestor, hatten zehn dschibutischen Marinesoldaten die Gelegenheit, an Bord der Fregatte „Augsburg“ Einblicke in Verfahren der Deutschen Marine zu erhalten.
„Leinen über und fest“ hieß es am 20. April für die Fregatte „Karlsruhe“ in Wilhelmshaven. Begleitet von den Klängen des Marinemusikkorps wurden die rund 220 Besatzungsmitglieder bereits sehnsüchtig von hunderten Familienangehörigen und Freunden im Marinestützpunkt Wilhelmshaven erwartet.
Das Bundeskabinett hat am 17. April die Fortsetzung einer deutschen Beteiligung an der EU-geführten Marine-Operation Atalanta am Horn von Afrika beschlossen.
Der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogramms, die Überwachung der Seewege sowie die Eindämmung der Piraterie ist seit 2008 der Auftrag der Marine am Horn von Afrika. Die Fregatte „Augsburg“ hat am 3. April 2013 die „Karlsruhe“ aus dem Einsatz abgelöst. Von Bord berichtet regelmäßig Oberleutnant zur See Philip N.
Die deutsche Marine leistet seit 2008 ihren Beitrag zur Operation Atalanta am Horn von Afrika. Immer gehört ein deutsches Kriegsschiff zum Einsatzverband, regelmäßig stellt die Marine zudem einen Seefernaufklärer zur Verfügung. Bis vor kurzem patrouillierte noch die Fregatte „Karlsruhe“ im Golf von Aden und vor der somalischen Küste. Unser Autor war mit an Bord.
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