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Hohlstablenkboot „Ensdorf“-Klasse (352)

Die Hohlstablenkboote der „Ensdorf“-Klasse (352) sind in der Zeit von 1999 bis 2001 durch Umbau der „Hameln“-Klasse als Nachfolger der Minensuchboote der „Lindau“-Klasse (351) in den Bremer Werften Friedrich-Lürssen und Abeking & Rasmussen entstanden.

Das Hohlstablenkboot „Siegburg".

Zum Schutz gegen Magnetminen und aufgrund besserer Splitterschutzeigenschaften bestehen die Bootskörper und alle wesentlichen Anlagen aus amagnetischen und schockabsorbierenden Werkstoffen.

Alle Anlagen und Geräte sind darüber hinaus schockgelagert. Die Hauptminenabwehrkomponente des Waffensystems stellen die „Seehunde“ dar. Das TROIKA PLUS-System erlaubt es bis zu vier dieser Drohnen einzusetzen.

Die Drohnen operieren abgesetzt von der eigentlichen Einheit (dem Hohlstablenkboot beziehungsweise der Führungsplattform) auf vorgegebenen Bahnen. Dort simulieren sie typische Schiffsgeräusche und Schiffsmagnetfelder. Werden Minen zur Detonation gebracht, geschieht dies ohne Risiko für die eigentliche Einheit und die Besatzung.

Aufgrund der robusten Bauweise des „Seehundes“ bleibt dieser weitgehend unbeschadet. Zusätzlich besitzen alle Boote der „Ensdorf“-Klasse ein Sonar, um Minen im Vorausbereich zu detektieren (Ankertauminendetektionssonar ADS DSQS 11A). Zusammen mit der ebenfalls an Bord befindlichen hochmodernen Einwegbekämpfungsdrohne „Seefuchs“ (ferngelenkte Minenbekämpfungsdrohne mit einer Sprengladung) können lokalisierte Minen durch Sprengung beseitigt werden.

Technische Daten

  • Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 54,4 m / 9,2 m / 2,5 m
  • Einsatzverdrängung: 635 t
  • Geschwindigkeit: ca. 18 kn
  • Seehund: Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 26,9 m / 4,6 m / 1,4 m
  • Seehund: Einsatzverdrängung: 99 t
  • Seehund: Geschwindigkeit: 9 kn

Antriebsanlage

  • Leistung: 4.080 kW (5.550 PS)
  • Seehund: 328 kW (446 PS)

Bewaffnung

  • 2x Fliegerfaust 2 (Stinger)
  • Minenräumausstattung
  • Minenlegekapazität
  • Minenjagddrohne „Seefuchs“

Besatzung

  • 45

Einheiten

Einheiten, Geschwader und Standorte
NameGeschwaderHeimathafen
M 1090 „Pegnitz“5. MinensuchgeschwaderKiel
M 1093 „Auerbach/Oberfalz“5. MinensuchgeschwaderKiel
M 1098 „Siegburg“5. MinensuchgeschwaderKiel


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Stand vom: 19.08.15 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.waffenun.minenabw.ensdorf