Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Waffen und Systeme > Minenabwehreinheiten > Hohlstablenkboot „Ensdorf“-Klasse 

Hohlstablenkboot „Ensdorf“-Klasse (352)

Die Hohlstablenkboote der „Ensdorf“-Klasse (352) sind in der Zeit von 1999 bis 2001 durch Umbau der „Hameln“-Klasse als Nachfolger der Minensuchboote der „Lindau“-Klasse (351) in den Bremer Werften Friedrich-Lürssen und Abeking & Rasmussen entstanden.

Minenjagdboot „Siegburg“ in See.

Minenjagdboot „Siegburg“ (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Zum Schutz gegen Magnetminen und aufgrund besserer Splitterschutzeigenschaften bestehen die Bootskörper und alle wesentlichen Anlagen aus amagnetischen und schockabsorbierenden Werkstoffen.

Alle Anlagen und Geräte sind darüber hinaus schockgelagert. Die Hauptminenabwehrkomponente des Waffensystems stellen die „Seehunde“dar. Das Einsatzverfahren TROIKA PLUS sieht prinzipiell vor, bis zu vier dieser Drohnen einzusetzen.

Die Drohnen operieren abgesetzt von der eigentlichen Einheit (dem Hohlstablenkboot beziehungsweise der Führungsplattform) auf vorgegebenen Bahnen. Dort simulieren sie typische Schiffsgeräusche und Schiffsmagnetfelder. Werden Minen zur Detonation gebracht, geschieht dies ohne Risiko für die eigentliche Einheit und die Besatzung.

Aufgrund der robusten Bauweise des „Seehundes“bleibt dieser weitgehend unbeschadet. Zusätzlich besitzen alle Boote der „Ensdorf“-Klasse ein Sonar, um Minen im Vorausbereich zu detektieren (Ankertaudetektionssonar ADS DSQS 11A). Zusammen mit der ebenfalls an Bord befindlichen hochmodernen Einwegbekämpfungsdrohne „Seefuchs“(ferngelenkte Minenbekämpfungsdrohne mit einer Sprengladung) können lokalisierte Minen durch Sprengung beseitigt werden.

Darüber hinaus verfügen die Einheiten auch über die Fähigkeit zum klassischen Mechanischen Minenräumen von Ankertauminen. Dabei versuchen die Boote mittels eines mehrere hundert Meter ausgebrachten und hinter dem Boot hergezogenen Räumgerätes die Ankertaue zu schneiden. Die aufgetauchten, aufschwimmenden Minengefäße werden an der Wasseroberfläche unschädlich gemacht.

nach oben

Technische Daten

  • Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 54,4 m / 9,2 m / 2,5 m
  • Einsatzverdrändung: 635 t
  • Geschwindigkeit: ca. 18 kn
  • Seehund: Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 26,9 m / 4,6 m / 1,4 m
  • Seehund: Einsatzverdrändung: 99 t
  • Seehund: Geschwindigkeit: 9 kn

nach oben

Antriebsanlage

  • Leistung: 4.080 kW (5.550 PS)
  • Seehund: 328 kW (446 PS)

nach oben

Bewaffnung

  • 2x Fliegerfaust 2 (Stinger)
  • Minenräumausstattung
  • Minenlegeausstattung (60 Minen)
  • Minenjagddrohne „Seefuchs“

nach oben

Besatzung

  • 38

nach oben

Einheiten

Einheiten, Geschwader und Standorte
Name Geschwader Heimathafen
M 1090 „Pegnitz“ 5.Minensuchgeschwader Kiel
M 1092 „Hameln“ 5.Minensuchgeschwader Kiel
M 1093 „Auerbach/Oberfalz“ 5.Minensuchgeschwader Kiel
M 1094 „Ensdorf“ 5.Minensuchgeschwader Kiel
M 1098 „Siegburg“ 5.Minensuchgeschwader Kiel

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.waffenun.minenabw.ensdorf