Artikel Oktober 2011
Artikel Oktober 2011
Das Minenjagdboot HOMBURG kehrte Mitte Oktober aus Belgien zurück nach Kiel. Das Boot und seine Besatzung bestand die Einsatzausbildung für Minenabwehrfahrzeuge der NATO, das Mine Countermeasures Vehicles Operational Sea Training (MOST). Mit dieser Qualifikation kann die HOMBURG demnächst an Einsätzen des Verteidigungsbündnisses teilnehmen.
Oberbootsmann Schlüter ist Minentaucher. Sein Aufgabengebiet ist das Suchen, Lokalisieren, Identifizieren und Beseitigen von Kampfmitteln sowohl im Wasser als auch an Land. Eine gefährliche und fordernde Arbeit, bei der sich die Männer der Minentaucherkompanie aufeinander verlassen müssen.
Am 28. Oktober kehrte das Minenjagdboot ÜBERHERRN in seinen Heimathafen Kiel zurück. Seit Sommer des Jahres war das zum 3. Minensuchgeschwader gehörige Boot der deutsche Beitrag im ständigen NATO-Minenabwehr-Verband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Counter Measure Group 1).
„Jede Standortschließung ist schmerzlich“
, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière bei der Vorlage des Stationierungskonzepts am 26. Oktober in Berlin. Dennoch sei dieser Schritt unvermeidlich gewesen, um eine neuausgerichtete und kleinere Bundeswehr effizienter zu machen.
Die Fregatte BAYERN liegt mit Backbord Seite an der „Mbaraki“
Pier im Hafen von Mombasa. Das Hauptquartier - Force Headquarters (FHQ) - der Operation ATALANTA hatte am 19. Oktober zu einem Medientag an Bord des Flaggschiffes der Task Force 465 eingeladen.
Das Stationierungskonzept 2011 hat Verteidigungsminister Thomas de Maizière am 26. Oktober 2011 vorgelegt. Es legt fest, wo und in welchem Umfang die Bundeswehr in Deutschland künftig Standorte unterhalten wird. Damit ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur Neuausrichtung der Bundeswehr erreicht.
Das Flagschiff der EU geführten Mission ATALANTA, die Fregatte BAYERN, besuchte kürzlich die kenianische Hafenstadt Mombasa. Der Kommandeur der Task Force 465, Flottillenadmiral Thomas E.P. Jugel, nutzte die Gelegenheit, sich beim Befehlshaber der kenianischen Marine, Generalmajor Ngewa Mukala, vorzustellen. Im Hauptquartier wurde der deutsche Marineoffizier mit militärischen Ehren empfangen.
Die Flugkörperschnellboote S 75 ZOBEL und S 80 HYÄNE sind am 25. Oktober aus dem UNIFIL-Einsatz (United Nations Interim Force in Lebanon) in ihren Heimathafen Warnemünde zurück gekehrt. Unter den Klängen des Landespolizeiorchesters Mecklenburg-Vorpommern haben die Schnellboote um 14 Uhr im Marinestützpunkt „Hohe Düne“
festgemacht.
Die ersten vier Jahre bei der Bundeswehr verbrachte Obermaat Christian Paul auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK. Nach bestandenem Unteroffizierlehrgang, bildete er dort selbst Offizier- und Unteroffizieranwärter in seemännischer Praxis aus. Über die Tauchergruppe an Bord der GORCH FOCK entwickelte er großes Interesse für die Taucherei und bekam 2005 die Chance, einen Schwimmtaucherlehrgang zu absolvieren.
Nach 25 Jahren im Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Wilhelmshaven wurde Eberhard Menzel am 20. Oktober im maritimen Rahmen aus dem Kreis der Marine verabschiedet. An Bord der Fregatte HESSEN im Marinestützpunkt Wilhelmshaven dankte Flottillenadmiral Thorsten Kähler, Kommandeur der Einsatzflottille 2, dem scheidenden Oberbürgermeister für die langjährige Vertretung der Marineinteressen in der Stadt an der Jade.
Auf dem Weg von England nach Cuxhaven brach am Abend des 19. Oktober 2011 auf der Nordseefähre HAFNIA SEAWAYS ein Brand mit starker Rauchentwicklung aus. Die alarmierten Rettungskräfte wurden bei den Löscharbeiten auf der nördlich von Spiekeroog havarierten Fähre von zwei Hubschraubern der Marine unterstützt. Die beiden SEA KING aus dem Marinefliegergeschwader 5 brachten ein Brandbekämpfungsteam der Feuerwehr Brunsbüttel und ein Verletztenbetreuungsteam zur Fähre. Das Schiff konnte nach erfolgreicher Brandabwehr seine Fahrt nach Cuxhaven fortsetzen.
Obwohl die Sonne auf Kreta früh aufgeht, ist Obermaat Patrick Zunder bereits wach als es noch dunkel ist. Er bereitet sich auf den anstehenden Tag vor. Sein Arbeitsbereich ist die Operationszentrale (OPZ) auf dem Schnellboot S 75 ZOBEL. Schon viele Male hat er seine Vorbereitungen getroffen, doch heute ist ein ganz besonderer Tag. Zusammen mit dem Schnellboot S 80 HYÄNE werden insgesamt drei Seezielflugkörper im Schießgebiet vor der Küste Kretas verschossen.
3....2....1....FEUER! Das Schnellboot ZOBEL übt für den Ernstfall. In einem Schießgebiet im Mittelmeer wurden zwei Seezielflugkörper vom Typ MM38-EXOCET verschossen. Im folgenden Videobeitrag erleben Sie den scharfen Schuss „hautnah“.
Stillgestanden! Ausrichten! Augen geradeaus! Für die meisten der 28 Frauen und Männer, die vor der Freitreppe der Marineschule Mürwik (MSM) stehen, sind das ungewohnte Töne. In ihrem normalen Arbeitsleben hören sie solche Befehle eher selten, müssen sie auch nicht akkurat in Dreierreihen stehen und „frei geradeaus“
blicken. Doch normal wird diese vor ihnen liegende Woche ohnehin nicht, vielmehr spannend, bereichernd und manchmal eben auch ungewohnt fordernd. Einmal quer durch die Marine in sieben Tagen, lautet das Ziel der 61. Informationsveranstaltung der Marine für zivile Führungskräfte (InfoDVag) vom 8. bis 14. Oktober.
Kapitänleutnant Patrik Preuß ist Kommandant eines Schnellbootes der Marine. Er erklärt, warum er Deutschland dient.
Erstmals in der Geschichte der Deutschen Marine besuchte mit der Fregatte SACHSEN ein deutsches Kriegsschiff Angola. Die Fregatte war mit ihrer Besatzung vom 7. bis zum 8. Oktober zu Gast in dem afrikanischen Küstenstaat.
Ein Schiff kommt seiner Ausweichpflicht nicht nach und schon ist es passiert. Tausende Tonnen massiven Schiffsstahls prallen aufeinander. Während der Verursacher noch mit einem blauen Auge davon kommt, hat es den Einsatzgruppenversorger (EGV) BERLIN deutlich schlimmer erwischt. 40 Verletzte sind auf dem gesamten Schiff verteilt und aus einem Container treten umweltgefährdende Schadstoffe aus. Schnell stellt der Kommandant fest, dass er der Situation nicht alleine Herr werden kann. Er setzt einen Notspruch ab und die Rettungskette rollt an. Das Havariekommando nahm sich dieser Übungssituation auf dem Versorgungsschiff an.
„Wir. Dienen. Deutschland.“
bringt das Selbstverständnis der zivilen und militärischen Angehörigen der Bundeswehr auf den Punkt. Seit Anfang Juli 2011 ist es der Claim, die Kernbotschaft der Bundeswehr. Nun wird die Kernbotschaft um eine digitale Komponente erweitert.
Am 7. Oktober wurde im Indischen Ozean erneut ein Piratenboot von der Fregatte KÖLN versenkt. Es handelt sich dabei um einen so genannten Whaler, ein Versorgungsboot der Piraten, das bereits am 2. Oktober von einem norwegischen Seefernaufklärer (MPA) aus einem Anti- Piraterie- Verband der NATO entdeckt worden war.
Die Besatzung der Fregatte SACHSEN nutzte ihre Hafenbesuche auf dem afrikanischen Kontinent, um etwas für den guten Zweck zu tun. Die Waisen der Kinderheime „HOKISA“
(Home for Kids in South Africa) in Vishoek (Südafrika) und „Hope House“
in Walvisbay (Namibia) freuten sich über viele Spenden und eine schöne Zeit auf dem Schiff.
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