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Zum Abschied eine Serenade

Kiel, 24.08.2012.
Für das Marinefliegergeschwader 5 mit seinen Hubschraubern vom Typ „Sea King“ heißt es demnächst Abschied von Kiel zu nehmen. Es folgt der Umzug nach Nordholz und damit die Zusammenlegung aller Marineflieger an einen Standort. Aus diesem Anlass hatte das Geschwader für den Abend des 22. August zu einem Abschiedsempfang geladen. Nach Sonnenuntergang wurde dieser mit einer Serenade abgeschlossen.

Der Marinemusikkorps Ostsee spielt auf dem Flugfeld des Marinefliegergeschwaders 5.
Zum Abschied eine Serenade (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Jelena Wiedbrauk)Größere Abbildung anzeigen

Mit einsetzender Dunkelheit zog eine Ehrenformation, begleitet durch Fackelträger, und das Marinemusikkorps Ostsee auf. Das beeindruckende Gesamtbild wurde durch drei Hubschrauber des Geschwaders vervollständigt.

Rund 200 geladene Gäste aus Bundeswehr, Politik und Wirtschaft folgten dem Zeremoniell. Abgenommen wurde die Serenade durch die Kieler Stadtpräsidentin Cathy Kietzer, den amtierenden Befehlshaber der Flotte, Konteradmiral Michael Mollenhauer, sowie den Kommodore des Geschwaders, Fregattenkapitän Martin-Ulrich Kneip. Gekrönt wurde der Abschluss durch einen Überflug zweier Maschinen des Geschwaders in Formation.

Aus einer Hand

Das Marinefliegergeschwader 5 nimmt mit seinen Soldaten und Hubschraubern Abschied aus Kiel.
Abschiedszeremonie im Fackelschein (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Jelena Wiedbrauk)Größere Abbildung anzeigen

Die ersten Vorbereitungen für den Umzug haben bereits begonnen. Größte Herausforderung dabei ist der Umzug des sogenannten „Hauptlagers“, der Technik, welches die Einsatzfähigkeit der Hubschrauber sicherstellt. Damit in der SAR-Bereitschaft keine Lücke entsteht, muss zunächst die Aufnahmebereitschaft in Nordholz hergestellt sein, bevor die Maschinen dorthin verlegen können. Bis Ende 2012 soll der Umzug weitgehend abgeschlossen sein, ein Restkommando dann noch bis voraussichtlich Frühjahr 2013 die abschließenden Arbeiten erledigen.

Am neuen Standort Nordholz werden zu den 21 Maschinen des Typs „Sea King“ auch die 22 Hubschrauber des Typs „Sea Lynx“, die Bordhubschrauber der Fregatten, ins Marinefliegergeschwader 5 überführt. Künftig liegt somit die gesamte logistische und technische Betreuung aller Marinehubschrauber in einer Hand. Das Geschwader wird wie gewohnt auch weiterhin die SAR-Bereitschaft gewährleisten; mit einer Maschine in Sofortbereitschaft für die Nordsee auf Helgoland und einer weiteren für die Ostsee in Warnemünde.

Wehmut und Aufbruchsstimmung

„Sea King“ mit seiner Sonderbemalung: Die Silhouette von Kiel.
„Sea King“ mit Sonderbemalung (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Jelena Wiedbrauk)Größere Abbildung anzeigen

Für das Geschwader geht mit dem Umzug ins niedersächsische Nordholz eine Ära in Kiel zu Ende, die neben dem Blick auf neue Herausforderungen und der damit verbundenen Aufbruchsstimmung natürlich auch eine Menge Wehmut hinterlässt. Am 1. Januar 1958 war das Geschwader in Kiel-Holtenau aufgestellt worden. Der unmittelbar an der Kieler Förde gelegene Fliegerhorst war bereits 1913 als Standort der damaligen Kaiserlichen Marinefliegerei eingerichtet worden. Insofern war und ist er ein Traditionsstandort, der im nächsten Jahr als solcher 100 Jahre alt geworden wäre.

Die Verbundenheit zum Standort Kiel wird seit Frühjahr 2012 auch optisch mit einer sonderlackierten „Sea King“-Maschine ausgedrückt. Diese trägt auf ihrem Rumpf das Panorama von Kiel und zeigt von den Werftkränen über das Segelschulschiff „Gorch Fock“ bis zum Rathausturm so ziemlich alle bekannten Kieler Wahrzeichen. In der Luft schließlich erkennt man unter ihrem Rumpf den Schriftzug „Goodbye Kiel“. Logisch, dass diese Maschine bei der Abschiedsserenade, stimmungsvoll angestrahlt, eine zentrale Rolle spielte.

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Stand vom: 03.01.13 | Autor: 


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