Die Struktur verändert sich - der Auftrag bleibt
Glücksburg, 13.09.2012.
Nach mehr als einem halben Jahrhundert verabschiedet sich eine der höheren Kommandobehörden der Marine aus dem Raum Flensburg/Glücksburg. Etwa 350 Soldaten und Zivilbeschäftigte nahmen an der Abschlussmusterung des Flottenkommandos am 13. September teil. Einen würdigen Rahmen verlieh das Marinemusikkorps Ostsee unter der Leitung von Fregattenkapitän Szepanski.

Abschiedsstimmung lag in der Luft als der Stellvertreter Befehlshaber der Flotte, Konteradmiral Michael Mollenhauer, ans Rednerpult trat. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr und der damit erfolgten Stationierungsentscheidungen wird das Flottenkommando am 30. September 2012 aufgelöst. Aufgaben und Zuständigkeiten gehen hauptsächlich an das neue Marinekommando in Rostock.
„Jetzt ist er da, der Tag“
, eröffnete Admiral Mollenhauer seine Rede. „Der Tag an dem wir – die derzeitigen wie auch viele Ehemalige Angehörige des Flottenkommandos - offiziell, aber hausintern, die Außerdienststellung der Höheren Kommandobehörde Flottenkommando begehen“
. Im weiteren Verlauf seiner Rede verdeutlichte der Stellvertreter Befehlshaber der Flotte die Wichtigkeit der Auslandseinsätze der Marine. Die Leistung jedes Dezernates und jeder Abteilung würdigte er während seiner Ansprache an die Paradeaufstellung besonders: „Der erfolgreiche Betrieb und Einsatz der Flotte ist das Ergebnis Ihrer Arbeit und Ihres Engagements hier im Stab Flottenkommando!“
Auftrag konstant geblieben

Veränderungen der Struktur, des Standortes oder auch des Namens des Kommandos habe es immer gegeben, so der amtierende Befehlshaber. Der Auftrag dagegen sei weitgehend konstant geblieben: Die Führung der Flotte im Ausbildungs- und Übungsbetrieb, um die volle Einsatzfähigkeit herzustellen und zu erhalten sowie die Flotte im Einsatz zu führen.
Abschließend betonte Admiral Mollenhauer nochmals: „Auch wenn dies heute der Abschiedsempfang des Flottenkommandos ist: Dieser Auftrag wird ganz viele von Ihnen, und auch mich persönlich, weiterhin begleiten, denn die Flotte bleibt!“
Beginn als Kommando der Flotte in Glücksburg

Vor 52 Jahren, am 1. Dezember 1960, kam zunächst das Kommando der Flotte an seinen heutigen Standort Glücksburg-Meierwik. Am 1. Januar 1967 erfolgte die Umbenennung in Flottenkommando. Erster Kommandeur - später folgerichtig Befehlshaber - war Konteradmiral Rolf Johannesson, der vielen als Begründer der Historisch-Taktischen-Tagung der Flotte bekannt ist.
Zurzeit versehen noch rund 900 Soldaten und Zivilbeschäftigte ihren Dienst im Flottenkommando. Bis März 2013 soll der Großteil der Soldaten ins Marinekommando nach Rostock versetzt sein. Das MOC wird allerdings mit circa 400 Soldaten und Zivilbeschäftigten bis zur Errichtung der entsprechenden Infrastruktur in Rostock/Warnemünde noch am Standort Flensburg/Glücksburg verbleiben.

