Girls´ Day 2012
Glücksburg, 26.04.2012.
„Typischer Männerberuf“
- Um diesem Vorurteil entgegen zu wirken, fand am 26. April zum zwölften Mal der bundesweite „Girls´ Day“
statt. Auch die Marine beteiligte sich an dem Aktionstag und bot Mädchen Einblicke in eine vermeintliche Männerwelt. Ob an der Marineschule Mürwik oder im Marinestützpunkt Kiel: Die Teilnehmerinnen lernten die verschiedenen Berufsbilder der Marine aus nächster Nähe kennen.
Offizier werden an der Marineschule

Bei nasskaltem Aprilwetter kamen am Donnerstagmorgen 28 junge Frauen und Mädchen an die Marineschule Mürwik in Flensburg, um das “Rote Schloss an der Förde“
und die Offizierausbildung näher kennenzulernen. „Wir wollen den Mädchen die Möglichkeit geben, den Soldatenberuf hautnah mitzuerleben. Der Mädchen-Zukunftstag ist dafür die perfekte Gelegenheit“
, sagte Oberbootsmann Svenja Rahn, Betreuungsbootsmann des „Girls´ Day“
an der Marineschule.

Neben Formaldienst und Gesprächen mit weiblichen Soldaten über ihre Erfahrungen mit der Bundeswehr, konnten die Teilnehmerinnen auf einem Kraftboot die Förde erkunden. Auch die Knotenkunde kam nicht zu kurz und konnte während einer kleinen Geländeübung im Team gleich angewendet werden. „Ich wusste noch nicht so viel über die Bundeswehr, aber bisher finde ich es sehr spannend“
, zog Flensburgerin Hanna Zwischenbilanz.
Am Nachmittag konnten die Mädchen noch die Marineschule Mürwik bei einer Führung näher kennenlernen und hatten die Möglichkeit, mit jungen Offiziersanwärterinnen ins Gespräch über ihren Alltag zu kommen.
Marineflieger in Nordholz

Auch im Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“
nutzen rund 40 Mädchen die Chance, einmal einen Blick in die Arbeitswelt der Nordholzer Soldaten zu werfen. „Wo ist das Nachtsichtgerät?“
, „Wie viel PS hat der Hubschrauber denn?“
, „Darf ich mich da auch mal rein sitzen?“
Nur einige der Fragen, die während des Zukunftstags zu hören waren.
Dabei gab es nicht nur den „Sea Lynx“
Hubschrauber und den Seefernaufklärer, die P-3C, zu bestaunen. Auch die Feuerwehr und die Inspektion „Überleben auf See“
zeigten den Schülerinnen ihre Ausrüstung und erklärten, wie ein normaler Arbeitsalltag so aussieht.

„Ich fand die Hubschrauber bis jetzt am interessantesten“
, erzählte Lena kurz vor der Mittagspause. Celine war da allerdings anderer Meinung: „Für mich war bis jetzt der Tower das Interessanteste.“
Die beiden Freundinnen sowie die anderen Teilnehmerinnen stärkten sich erstmal beim Mittagessen. Anschließen stand noch die Feuerwehr und „Überleben auf See“
auf dem Programm.
Oberleutnant zur See Stefanie Haase, die dieses Jahr den Zukunftstag organisiert hatte, war mit dem Girls Day ebenfalls sehr zufrieden: „Ich habe mich sehr darauf gefreut, mit den Jugendlichen zusammenzuarbeiten und ihnen einen kleinen Einblick in die Berufswelt der Bundeswehr, speziell die der Marineflieger zu geben.“
Die grauen Schiffe kennenlernen: „Girls´ Day“ in Wilhelmshaven

33 junge Mädels sammelten sich am Morgen vor der Hauptwache des Marinestützpunktes Wilhelmshaven. Mit der Vorstellung des Programms und einem Vortrag über die Deutsche Marine sowie dem Arbeitgeber Bundeswehr wurde auf den Tag bei der Marine in Wilhelmshaven eingestimmt.
Auf der Fregatte „Karlsruhe“
bekamen die jungen Frauen einen Einblick in das Leben der Marinesoldaten an Bord. Hierbei wurden die Brücke, die Operationszentrale sowie der Leitstand kurz vorgestellt und die jeweiligen Aufgaben erklärt.
Mit einem kleinen Snack in der Hand ging es weiter zur Feuerwehr des Marinestützpunktkommandos. Hier konnten die Mädchen die Feuerwehrfahrzeuge und die Werkstätten anschauen. Nach dem Mittagessen ging es zur dritten Station. Hier stellte sich das Bundeswehrdienstleistungszentrum vor. Zum Abschluss des Tages wurde eine gemeinsame Übung des Sanitätszentrums Wilhelmshaven und der Marinestützpunktfeuerwehr vorgeführt.

Schnellboote, Taucher und Sanitäter in Warnemünde
Auch in diesem Jahr öffnete der Stützpunkt Warnemünde für Mädchen und junge Frauen seine Tore. Die Marine präsentierte auf der Hohen Düne einen Einblick in ihre facettenreichen Berufe und Karrierechancen, ob als Stützpunkttaucher, Sanitäter oder Schnellbootkommandant, vom Mannschaftsdienstgrad bis zum Offizier.
Als Highlights ließen die Besichtigung des Schnellbootes „Frettchen“
und eine Tauchervorführung, bei der die Mädchen selbst "Helm anlegen"
durften, die Marine hautnah erleben. Neben der modernen Technik auf den Schiffen und Booten, faszinierte auch das Leben an Bord. Xena aus Rostock fand besonders die Taucher „cool“
und interessiert sich vor allem für den Sanitätsdienst. Am Ende des Tages konnten die Mädchen ihre Eindrücke bei einer Bootsrundfahrt im Hafen mit Kaffee und Kuchen Revue passieren lassen.

