Inspekteur der Marine mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Flensburg, 29.04.2010, Nicole Muthmann (Redaktion Marine).
Im Rahmen eines feierlichen Appells an der Marineschule Mürwik übergab Bundesminister der Verteidigung Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg am 28. April das Kommando über die Marine von Vizeadmiral Wolfgang E. Nolting an Konteradmiral Axel Schimpf. Mit militärischen Ehren wurde der bisherige Inspekteur aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Nach 43 Dienstjahren tritt Vizeadmiral Wolfgang E. Nolting – davon vier Jahre als Inspekteur der Marine – in den Ruhestand. Der gebürtige Wilhelmshavener hat die Transformation der deutschen Seestreitkräfte konsequent vorangetrieben und sie damit maßgeblich auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ausgerichtet. In seiner Abschiedsrede machte er deutlich, vor welchen Herausforderungen die Marine in der Zukunft steht. „Sorgen bereitet die Materialerhaltung und die enge Ersatzteilbevorratung"
,so der Vizeadmiral. Gleichzeitig drücke der knappe Etat. „Wer nicht gestaltet, der wird gestaltet“
, forderte er deshalb die Marinesoldaten zur Mitarbeit auf.
Vizeadmiral Nolting betonte in seiner Rede, dass die Marine immer „sein zu Hause“
war und dort „fühlte er sich am wohlsten“
. Er bedankte sich bei „seinen“
Soldaten und lobte das herausragende Engagement der Soldaten in den fordernden Auslandseinsätzen.

Übergabe des Kommandos
Dank und Anerkennung wurde aber nicht nur den Marinesoldaten zuteil, auch der ranghöchste Offizier der Marine erhielt Lob und Anerkennung vom Bundesminister der Verteidigung. Zu Guttenberg würdigte besonders das Wirken des Inspekteurs für die maritimen Fähigkeiten. „Es ist mir eine Ehre, eine echte Legende verabschieden zu dürfen. Ich durfte die wenigen Monate mit ihm einen Admiral erleben, wie er im Buche steht“
, sagte er in seiner Rede. Der Bundesminister dankte Vizeadmiral Nolting zusätzlich für seinen unermüdlichen Einsatz: „Sie übergeben heute an ihren Nachfolger eine Marine, die auf die Herausforderungen der Zukunft bestens vorbereitet ist."
Nachdem er seine Rede beendet hatte, übergab zu Guttenberg das Kommando über die Marine von Vizeadmiral Wolfgang E. Nolting an den ehemaligen Amtschef des Marineamtes, Konteradmiral Axel Schimpf.
In seiner kurzen Antrittsrede betonte der 14. Inspekteur der Marine, Konteradmiral Axel Schimpf, dass „er sich besonders auf die bevorstehenden Herausforderungen und auf die teamorientierte Zusammenarbeit freue“.

Der große Zapfenstreich
Umrahmt von vier Fackelträgern des Wachbataillons des Bundesministeriums der Verteidigung wurde Vizeadmiral Nolting mit einem Großen Zapfenstreich - dem höchstem militärischem Zeremoniell der Bundeswehr - als Inspekteur der Marine und in den Ruhestand verabschiedet.
Der Große Zapfenstreich nimmt im militärischen Zeremoniell der Bundeswehr eine herausragende Stellung ein. Die feierliche Abendmusik beinhaltet bis in unsere Zeit die beiden großen Traditionslinien der deutschen Militärmusik: Die Trommeln und die Pfeifen, also das „Spil"
der Landsknechte einerseits und die Trompeten und Pauken der Reiterei andererseits.
Untermal wurde das Übergabezeremoniell und der große Zapfenstreich von dem Marinemusikkorps Ostsee unter der Leitung von Fregattenkapitän Friedrich Szepansky.
Bilder
Der Ehrenzug ist angetreten (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ann-Kathrin Fischer)
Größere Abbildung anzeigenAbschreiten der Front (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ann-Kathrin Fischer)
Größere Abbildung anzeigenGratulation vom Bundesminister (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Björn Wilke)
Größere Abbildung anzeigenAnsprache des neuen Inspekteurs (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Björn Wilke)
Größere Abbildung anzeigenBeeindruckter Inspekteur (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ann-Kathrin Fischer)
Größere Abbildung anzeigenWechsel des Inspekteur der Marine (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ann-Kathrin Fischer)
Größere Abbildung anzeigenGroßer Zapfenstreich mit der Fregatte KÖLN auf Reede (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Björn Wilke)
Größere Abbildung anzeigenBeeindruckendes Zeremoniell (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Björn Wilke)
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