Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Höchstleistungen im Antennenwald

Höchstleistungen im Antennenwald

Marlow, 13.09.2011, Steven Wernecke (Presse- und Informationszentrum Marine).
An der Marinetechnikschule (MTS) in Parow findet einmal im Jahr die traditionelle Herbstlaufserie statt. Soldaten und zivile Mitarbeiter können an drei Veranstaltungen mit Distanzen zwischen fünf und 15 Kilometern teilnehmen. Der Auftakt 2011 war der „2. Marlower Sendestellen Crosslauf“ über acht Kilometer.

Die Läufer starten zum zweiten Marlower Sendestellen Crosslauf.

Der Startschuss ist gefallen (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Steven Wernecke)Größere Abbildung anzeigen

Das kleine Städtchen Marlow liegt an der Recknitz zwischen Rostock und Stralsund. Hier unterhält das Flottenkommando im Regionalbereich Ost eine Funksendestelle. Auf ungefähr 80 Hektar mecklenburgischer Waldfläche stehen seit 1975 ein Schutzbau und zahlreiche Antennen. Nach 1990 wurde viel erneuert, unter anderem im Jahr 2004 das Multifunktionsgebäude.

Insgesamt sorgen knapp zwei Dutzend Soldaten und Zivilangestellte unter der Leitung eines Oberleutnants zur See für den reibungslosen Fernmeldeverkehr in Mecklenburg-Vorpommern. Dafür stehen ihnen 24 Antennen mit Sendeleistungen von einem bis 20 Kilowatt zur Verfügung. Damit wird primär der Nord- und Ostseebereich aber auch der Nordatlantik abgedeckt.


Die Anlagen der Funksendestelle werden von zwei Soldaten gewartet.

Immer einsatzbereit (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Steven Wernecke)Größere Abbildung anzeigen

24 Stunden am Tag

Mit einer großen Drehstandantenne ist es sogar möglich, die Marineschiffe im Einsatz auf der ganzen Welt zu erreichen. Somit arbeitet die Marinefunksendestelle 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche nach dem Motto „Alles für unsere Flotte“. Insgesamt unterhält der Regionalbereich Ost neben dem Standort Marlow noch mehrere, teilweise unbemannte Außenstellen entlang der Ostseeküste.

Natürlich muss diee große Liegenschaft immer gepflegt werden. Die Antennen werden regelmäßig geprüft und gewartet - dazu müssen die Wege durch den Wald frei passierbar bleiben. Das dafür notwendige System an Wegen erscheint für Besucher verworren. Für die Laufveranstaltung wurden Pfeile und Trassierbänder angebracht, so dass pünktlich um 14 Uhr der Startschuss für das Läuferfeld erfolgen konnte. Obwohl die Sportler bereits früher startklar waren, konnte der Beginn aufgrund von Sendeaktivitäten nicht vorgezogen werden, schließlich sah die Strecke das Umrunden diverser Antennen aus nächster Nähe vor.

nach oben

Imposanter Anblick

Für die Läufer war es ein imposanter Anblick. Immerhin misst der Richtfunkturm am Start und Ziel 104 Meter und einzelne Antennen im Wald sind auch bis zu 90 Meter hoch. Dank der guten Streckenpräparation wurde es trotz des wochenlangen Regenwetters keine „Schlammschlacht“ sondern ein Crosslauf, der seinen Namen verdiente.

Gruppensieger wurde am Ende die Flugabwehrraketengruppe 21 ganz knapp vor der Marinetechnikschule. Tatsächlich fühlten sich jedoch alle Teilnehmer als Sieger.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.aktuelle&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB070000000001%7C8LNJAF140DIBR