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Schifffahrtsrouten in der Nordsee sicherer

In See, 06.09.2011, Felix Paepcke (FGS ÜBERHERRN).
Im Zeitraum vom 8. August bis zum 18. August beteiligte sich die Standing NATO Mine Countermeasures Group 1 (SNMCMG 1) an dem Manöver BENEFICIAL COOPERATION. Ziel dieser Übung war es, verbliebene Munitionsaltlasten aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nordsee aufzuspüren und unschädlich zu machen.

Fliegerbombe auf dem Grund der Nordsee.

Gefährliches Relikt (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Drohne Seefuchs I)Größere Abbildung anzeigen

Der multinationale Verband mit dem deutschen Minenjagdboot ÜBERHERRN hatte zunächst mit schlechten Wetterbedingungen zu kämpfen, wodurch die Räumphase erst mit vier Tagen Verzögerung begann.

Trotzdem konnte das Resultat sich sehen lassen: Von 21 gemeldeten sogenannten „Underwater Explosive Ordnances“ konnten elf aufgefasst, identifiziert und insgesamt 2.040 Kilogramm TNT-Sprengstoff geräumt werden.

Rückblickend auf das Manöver äußerte der Kommandeur des Einsatzverbandes SNMCMG 1, Commander Guy Terryn aus Belgien, seine Zufriedenheit über das Erreichte und freute sich, dass trotz der widrigen Bedingungen die gesetzten Ziele erreicht wurden. Hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes, geprägt von Vertrauen und einem für alle Beteiligten gewinnbringenden Austausch. Darüber hinaus sei die Reduzierung der Gefahr, die von Munitionsresten in der Nordsee ausgeht, ein Beitrag zur Sicherheit der Fischerei sowie der Seefahrt im Allgemeinen.


Das Minenjagdboot ÜBERHERRN während des Manövers BENEFICIAL COOPERATION.

Das Minenjagdboot ÜBERHERRN (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Stefan Oeggl)Größere Abbildung anzeigen

Anstrengungen erforderlich

Rund 50.000 Tonnen Munition wurden bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem Grund der Nordsee versenkt. Dabei kommt es auch in der Gegenwart immer wieder zu unerwarteten Kontakten mit den weiterhin als gefährlich geltenden Kampfmitteln. Ursache dafür ist das Fehlen von Karten mit den detaillierten Positionen der Munition.

Aufzeichnungen aus der Vergangenheit existieren nur bedingt. Das liegt auch daran, dass ein Großteil der Munitionsreste Fliegerbomben sind. Flugzeuge, die den Rückweg vom europäischen Festland nach Großbritannien antraten, warfen Bomben über dem Meer ab, um wichtigen Kraftstoff einzusparen und zugleich das Risiko einer Detonation bei der Landung zu minimieren.

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Sicherheit erhöhen

Im Frühjahr 2004 rief die Meldung über den Tod von drei niederländischen Fischern nach der Detonation einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg die weiterhin bestehende Gefahr durch Kampfmittel auf dem Grund der Nordsee schmerzlich ins Gedächtnis.

Dieser Vorfall führte zu einem Umdenken im Kreis der Berufsschifffahrt, sodass neuerlich entdeckte UXO's vermehrt der Marine gemeldet werden, damit eine fachgerechte Entschärfung der Kampfmittel die Sicherheit erhöht.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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