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Deutsche Marine steht an Frankreichs Seite

Berlin, 03.12.2015.
Am 4. Dezember beschloss der Deutsche Bundestag den Einsatz von Soldaten der Bundeswehr in Syrien. Die Deutsche Marine unterstützt mit einer Fregatte den französischen Verband rund um den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“. Zunächst wird für diesen Auftrag die Fregatte „Augsburg“ das Fähigkeitsfeld des Verbandes erweitern.

Die Fregatte „Augsburg“ läuft in den Einsatz aus.

Die Fregatte „Augsburg“ (Quelle: 2015 Bundeswehr / Dennis Kramer)Größere Abbildung anzeigen

Kurz nach den Anschlägen von Paris kam ich mit meinem französischen Kollegen, Admiral Bernard Rogel, zusammen. Ich bin mir sicher, dass unser Beitrag hohe Wertschätzung in Frankreich erfährt“, führte Vizeadmiral Andreas Krause, der Inspekteur der Deutschen Marine aus. Der Einsatz der Marine erfolgt vorrangig im Seegebiet östliches Mittelmeer, Persischer Golf, Rotes Meer und daran angrenzender Seegebiete.

Terrorbekämpfung ausgesprochen wichtig

Mit diesem neuen Einsatz zur Unterstützung Frankreichs im Kampf gegen den Terror leistet die Marine in fünf mandatierten Einsätzen sichtbare Beiträge. Zum dritten Mal innerhalb weniger Monate ist es gelungen, der Politik in kurzer Zeit Marinekräfte zur Verfügung zu stellen - und das ohne die Bündnisverpflichtungen zu vernachlässigen. „Trotz der hohen Belastungen für unsere Männer und Frauen ist es ausgesprochen wichtig, dass die Marine an der Seite des Westens die barbarische Gewalt der islamistischen Terrorgruppe bekämpft“, stellt Vizeadmiral Krause klar. Über die Besatzung der Fregatte hinaus kann auch eine begrenzte Anzahl deutscher Soldatinnen und Soldaten in Stäben anderer Staaten und der internationalen Allianz eingesetzt werden, von denen eine Genehmigung der jeweiligen Regierung vorliegt.

Die Fregatte „Augsburg“, die schon im Mittelmeer in der Operation Sophia eingesetzt ist, wird sich noch in den nächsten Tagen dem Flugzeugträgerverband um die „Charles de Gaulle“ anschließen. Danach werden die Schiffe gemeinsam durch den Suezkanal in das Arabische Meer verlegen, um von dort den Einsatz französischer Kampfflugzeuge fortzuführen. Das Minenjagdboot „Weilheim“ ersetzt die Fregatte „Augsburg“ bei der Operation Sophia.

Internationale Unterstützung gegen den islamistischen Terror

Ziel des Einsatzes ist die Bekämpfung der islamistischen Terrorgruppe, die sich zu den Anschlägen in Paris bekannte. Die Terroristen halten Teile Syriens und des Iraks unter ihrer Gewalt und versuchen ihre Terrorherrschaft auszuweiten. Frankreich wirbt für eine Intensivierung des Einsatzes gegen diese Terrorgruppe und erhält internationalen Zuspruch und Unterstützung. So wird der Verband auch von dem britischen Zerstörer „Defender“ und der belgischen Fregatte „Leopold I“ verstärkt.

Islamistischer Terror ist Bedrohung für Frieden und Sicherheit

Die Anschläge in Tunesien, der Türkei, dem Libanon, gegen Russland und insbesondere in Paris haben gezeigt, dass der islamistische Terror weit über die derzeit von ihr kontrollierten Gebiete in Syrien und im Irak hinaus, eine globale Bedrohung für Frieden und Sicherheit darstellt. Mit den Anschlägen in Paris haben die Terroristen Frankreich und die freiheitliche Werteordnung Europas direkt angegriffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat als Reaktion daraus der französischen Regierung die deutsche Unterstützung zugesichert. Mittlerweile folgen dieser Solidaritätsbekundung konkrete Pläne.


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Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


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