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The American Way of Life

Nordholz, 26.11.2010, Frauke Wolfsturm (Außenstelle Nordholz).
Goodbye Deutschland“ heißt es Ende November für Oberleutnant zur See Oliver Eienbröker und Oberleutnant zur See Alexander Herdmann aus dem Marinefliegergeschwader 3 (MFG 3) „Graf Zeppelin“ in Nordholz. Für die zwei angehenden P-3C ORION Piloten beginnt dann ihr sogenanntes Typerating (deutsch: Typschulung). Allerdings nicht im MFG 3 in Nordholz, sondern auf den Naval Air Stations in Pensacola und Jacksonville in Florida. Dort werden sie theoretische Grundlagen pauken und auf dem Marineseefernaufklärer P-3C ORION geschult.

Der deutsche Seefernaufklärer vom Typ P-3C ORION bei seinem letzten Flug am Horn von Afrika.

Das fliegende Auge (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Janine Polenz)Größere Abbildung anzeigen

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden zukünftigen Marinepiloten Teile ihrer fliegerischen Ausbildung in den Vereinigten Staaten von Amerika absolvieren: Zweimal schon waren sie für insgesamt knapp sechseinhalb Monate in Goodyear in Arizona. Dort fand die fliegerische Erstausbildung statt. Nun also geht es wieder über den großen Teich. Diesmal für ein knappes dreiviertel Jahr. „Ich freue mich, wieder in den USA zu sein und den ‚American Way of Life‘ zu leben,“ sagt Alexander Herdmann.

Er wird nicht lange alleine in den USA bleiben - seine Frau und sein acht Wochen alter Sohn folgen ihm im Dezember. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten fasziniert auch Oliver Eienbröker: „Das Land nicht als Tourist kennenzulernen, sondern wirklich dort zu leben und Teil einer amerikanischen Staffel zu sein - darauf freue ich mich.“ Ein Trip nach New Orleans steht ganz oben auf seiner Liste. „Es reizt mich, fremde Kulturen kennenzulernen und sich auf diese einzulassen“, erzählt der 28-Jährige.


Oberleutnant zur See Alexander Herdmann vor einer P-3C ORION.

Oberleutnant zur See Alexander Herdmann (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Außenstelle Nordholz)Größere Abbildung anzeigen

Bereit zur Abreise

Organisatorisch ist für die beiden allerdings noch einiges in Deutschland zu tun: Neben dem US-TÜV und einem Piloten-Gesundheitscheck nach amerikanischen Richtlinien müssen sie ihre Wohnungen „abreisefertig“ machen, ihr Auto abmelden, Visa beantragen und vieles mehr.

In den Staaten angekommen, heißt es zunächst drei Wochen auf der Naval Air Station in Pensacola zu verbringen. Dort steht unter anderem das Training „Überleben auf See“ auf dem Stundenplan.
Anschließend geht es weiter nach Jacksonville, genauer gesagt auf die dortige Naval Air Station. Dort werden die theoretische Grundlagen gepaukt.

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Einmal quer durch Amerika

Nach dem erfolgreich bestandenem Theorietest folgt die Simulatorausbildung. Zwölf sogenannte Missions, also Übungsflüge, müssen im Simulator geflogen werden. Hinzu kommen noch elf reale Flüge.

Mit den Flügen alleine ist es jedoch nicht getan. Ausführliche Briefings gehören vor und nach jedem Flug zum Programm. Auch Navigationsflüge, bei denen man längere und weitere Strecken fliegen muss, stehen auf dem Unterrichtsplan. Thomas Szczepanski hat die Ausbildung letztes Jahr selbst durchlaufen. Sein Navigationsflug ging von Jacksonville nach Whidbey Island, nahe Seattle und wieder zurück. Flugdauer: Acht Stunden - einfache Strecke - einmal quer durch Amerika.

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Oberleutnant zur See Oliver Eienbröker vor einer P-3C ORION.

Oberleutnant zur See Oliver Eienbröker (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Außenstelle Nordholz)Größere Abbildung anzeigen

Gute Reise!

Fragt man den 29-Jährigen Oberleutnant zur See nach seinen Erfahrungen, die er während seiner Ausbildung in den USA gemacht hat, spürt man bis heute seine Begeisterung: „Die ganze Ausbildung war ein Highlight und hat mir sehr viel Spaß gemacht.“ Er wünscht seinen Kameraden Alexander und Oliver alles Gute für die Zeit in den Vereinigten Staaten und gibt noch einen letzten Tipp: „Man sollte die Zeit dort genießen. Nicht nur aus fliegerischer Sicht war das knappe Jahr in den USA ein besonderes und einmaliges Erlebnis.“

An ihren Erlebnisse und Erfahrungen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten werden uns Oberleutnant zur See Herdmann und Oberleutnant zur See Eienbröker teilhaben lassen und darüber regelmäßig berichten. Wir freuen uns darauf und wünschen alles Gute!

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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