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Ausbildung der Crew VII/2011

Rostock, 09.09.2011, Marineamt.
Die Entscheidung der Marine, den lehrgangsgebundenen Ausbildungsbetrieb an Bord des Segelschulschiffes GORCH FOCK erst dann wieder aufzunehmen, wenn umfassende Arbeiten an einem neuen Ausbildungs- und Sicherheitskonzept abgeschlossen sind, führte für die Kadetten der Crew VII/ 2011 in der Konsequenz zum Ausfall des Ausbildungsmoduls „Seemännische Basis“ an Bord des Großseglers. Das daraufhin entwickelte Alternativprogramm wurde am 7. September durch den Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf, gebilligt.

Offizieranwärter der Crew VII/2011 stehen angetreten zu ihrer Vereidigung.

Zur Vereidigung angetreten (Quelle: ©2011 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Bestimmende Elemente dieses für die Crew VII/ 2011 nun entschiedenen Ausbildungsprogramms sind die deutliche Verlängerung des Bordpraktikums im Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) der Deutschen Marine, eine erweiterte praktische Ausbildung in der Schiffsicherung (Brand- und Leckabwehr) sowie erstmalig eine Marineausbildungsreise.

Dies alles kann die Ausbildung auf der GORCH FOCK nicht ersetzen. Unter den gegebenen Umständen erhalten wir einen bestmöglichen Kompromiss, mit dem wir Teile unserer Ausbildungsziele dennoch erreichen können und der für die betroffenen Offizieranwärter eine attraktive Alternative darstellt“, so der Amtschef des Marineamtes, Konteradmiral Dr. Horst-Dieter Kolletschke.


Offizieranwärter der Crew VII/2011 werden an der Marineschule in die Aufgaben eines SEA KING-Piloten eingewiesen.

Einweisung an der MSM (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Der Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV)

Fester Bestandteil der Offizierausbildung bleibt - wie auch bisher - die Einschiffung im EAV, damit die Kadetten erste Erfahrungen auf einem Kriegsschiff sammeln und den Bordbetrieb in den verschiedenen Hauptabschnitten in der Praxis kennenlernen und erleben können. Für die Crew VII/ 2011 wird dieses Praktikum auf acht Wochen verlängert. Dadurch wird eine Vertiefung und Festigung der praktischen Ausbildungsanteile in der Flotte erreicht.

Begleitend und zielführend für diesen Ausbildungsabschnitt wird die praxisorientierte Schiffsicherungsausbildung, zu der vor allem Brand- und Leckabwehr gehören, am Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr (EAZS) der Marine in Neustadt intensiviert.

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Das Novum „Marineausbildungsreise“

In Modulen von jeweils zwei Wochen pro Gruppe werden die Kadetten Ausbildungseinrichtungen und Stützpunkte der Marine besuchen. Dies beinhaltet praktische Anteile, wie zum Beispiel das Überwinden von Geländehindernissen mit Waffe und Kampfgepäck, aber auch Unterrichtungen, wie beispielsweise zum „Überleben im Felde“ auf einem Truppenübungsplatz.

Besuche im Ausbildungszentrum Uboote (AZU), auf einem Minenjagdboot und im Marinefliegergeschwader 5 ermöglichen darüber hinaus Einblicke in das zukünftige Berufsfeld.

Die GORCH FOCK wird während dieses Ausbildungsabschnittes im Hafen als Unterbringungs- und Ausbildungsplattform für die Kadetten genutzt. Dadurch werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen an Bord persönlich erfahren. Auch die Stammbesatzung des Schiffes wird so schrittweise wieder an die Ausbildung der Offizieranwärter herangeführt. Die Unterrichtung der theoretischen Inhalte der Seemännischen Basisausbildung wird unverändert beibehalten und findet an Bord der GORCH FOCK statt.

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Segelboote in der Flensburger Förde. Im Hintergrund die Seeseite der Marineschule Mürwik.

Segelausbildung vor der Marineschule (Quelle: © 2009 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Nutzung der Dienstsegelboote der Marine in der Ausbildung

In der Offizierausbildung setzt die Marine traditionell Dienstsegelboote ein, um die theoretische Ausbildung in Seemannschaft, Navigation und Wetterkunde durch praktische Fertigkeiten und Erfahrungen beim Segeln weiter zu entwickeln und zu ergänzen. Auch die im vergangenen Juli in die Marine eingetretenen Offizieranwärter der Crew VII/ 2011 werden diese Ausbildung durchlaufen. Das Segeln auf diesen kleinen Booten vermittelt den Kadetten neben den konkreten praktischen Ausbildungsanteilen das Erlebnis und den persönlichen Eindruck der ganz besonderen Anforderungen des Lebens und Arbeitens an Bord in einer kleinen, unbedingt aufeinander angewiesenen Gemeinschaft.

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Perspektiven für die seemännische Basisausbildung auf der GORCH FOCK

Wir arbeiten weiter mit Hochdruck an dem neuen Ausbildungs- und Sicherheitskonzept für unser Schulschiff“, so Konteradmiral Dr. Kolletschke. „Es ist uns dabei besonders wichtig, den zweiten Schritt nicht vor dem ersten zu machen. Sicherheit bleibt oberstes Gebot. Schon für die nächste Crew werden wir dauerhaft alle Voraussetzungen geschaffen haben, um die traditionelle seemännische Basisausbildung unter Segeln auf unserer Bark wieder aufzunehmen.“

Bei Rückfragen: Marineamt Rostock, Fregattenkapitän Gunnar Wolff, Leiter der Informationsarbeit, 0381-802 3115,

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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