Graue Schiffe trafen auf gespitzte Bleistifte
Kiel, 27.09.2012.
„Ich bin Victoria“, stellt sich eine Teilnehmerin vor. „Ich bin hierhergekommen, weil ich gern mehr über den Journalismus lernen möchte.“ Nach einer kurzen Vorstellungsrunde war bei den Teilnehmern des 124. Jugendpressekongresses das Eis gebrochen. 125 Jugendliche kamen vom 21. bis 23. September aus ganz Deutschland im Marinestützpunkt Kiel zusammen, um sich journalistisch mit dem Thema Marine zu beschäftigen.

Welche Stilformen gibt es? Was ist gute PR? Wie viele W-Fragen gibt es? All diese grundlegenden Fragen wurden in kleineren Gruppen mit Hilfe von professionellen Journalisten geklärt und diskutiert, um die Erkenntnisse im Anschluss schnell in der Praxis anwenden zu können.
Spannende Themen

Nach der Theorie durften die Teilnehmer die Marine live erleben. So sprangen zwei Taucher aus einem „Sea King“-Hubschrauber in das kühle Wasser des Kieler Hafens und wurden im Anschluss mit Hilfe eines Rettungskorbes wieder in den Hubschrauber gewinscht. Neben dieser SAR-Vorführung gab es auch Fallschirmspringer, Speedboote und einen Sprengstoffspezialisten nebst Roboter zu sehen.
Mit den im Vorfeld in den Arbeitsgruppen erstellten Fragekatalogen gingen die Jungjournalisten zu ihren Interviewpartnern. Alle Fragen mussten geklärt, Artikel geschrieben und Fotos erstellt werden, damit am Ende des Kongresses eine Zeitung entstehen konnte. Soldaten aller Dienstgradgruppen beantworteten die vielen Fragen der Jugendlichen. Auch Flottillenadmiral Thomas Jugel, Kommandeur der Einsatzflottille 1, stand für die Nachwuchsreporter bereit und berichtete von seinen Auslandserfahrungen.
„Das Wochenende war ein einmalige Erlebnis und hat mir sehr großen Spaß gemacht“
, lautete das abschließende Fazit von Luise aus Sachsen. Und mit diesem Eindruck war sie sicher nicht alleine.


