Angehender Oberbürgermeister in Uniform
Wilhelmshaven, 03.11.2011.
Am 2. November wurde Andreas Wagner offiziell als Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven vereidigt. Eine Woche zuvor nahm sich der aktive Reserveoffizier noch die Zeit für eine Wehrübung bei der Marine. Als Kapitänleutnant der Reserve trug er vom 24. bis 28. Oktober im Stab der Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven die Marineuniform.

Ganz bewusst habe er sich dazu entschieden, so kurz vor der offiziellen Amtsübernahme noch eine Wehrübung abzuleisten. „Wer weiß, wann ich wieder dazu komme“
, so Wagner. Da er aus einer alten Marinefamilie stammt, war es für ihn selbstverständlich, als Reservist bei der Marine zu dienen. Aber das war nicht immer so. Seinen Wehrdienst absolvierte der Politiker nämlich beim Heer, wo er nach zwei Jahren im Dienstgrad eines Unteroffiziers die Truppe verließ.

An vielen Projekten beteiligt
Seit 2008 bis heute hat Wagner über 100 Wehrübungstage absolviert. Wegen seiner zivilberuflichen Qualifikationen als Diplom-Kaufmann, wurde er immer im Bereich Controlling, also der Planung, Steuerung und Kontrolle von Prozessen, eingesetzt. In dieser Funktion war er seither unter anderem an den Projekten „Mehrbesatzungskonzept“
sowie „Intensivnutzung“
der Fregatten Klasse 125 beteiligt. Zuletzt beschäftigte er sich mit der Prozessoptimierung von Dienstpostenbeschreibungen bei der Einsatzflottille 2. Von dem Engagement des angehenden Stadtoberhaupts profitierten beide Seiten. „Ich nehme eine gehörige Portion Kreativität mit, die es braucht, um in der freien Wirtschaft bestehen zu können“,
betont Wagner.
Maritimes Bewusstsein fördern
Die Marine in Wilhelmshaven spielt für Wagner eine wichtige Rolle. Während seiner Amtszeit möchte er die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Marine weiter intensivieren und verbessern. Außerdem hat er sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung der Marine für Wilhelmshaven tiefer ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen. „Diese Bedeutung dokumentiere ich auch durch mein Engagement“
, so Wagner. Mit zukünftig über 8.500 Soldaten und zivilen Mitarbeitern wird Wilhelmshaven nach der Neustrukturierung der Bundeswehr der größte Bundeswehrstandort sein.
Auch nach seiner Amtsübernahme will sich der 43-jährige weiter als Reservist bei der Marine engagieren. Auch wenn er weniger Zeit haben wird: „Ich denke, fünf Tage Wehrübung im Jahr sollten drin sein“
, blickt Wagner in die Zukunft.
