Was macht eigentlich ein/e...?
Es gibt die unterschiedlichsten Verwendungen in der Marine. Ob an Land oder auf See, jeder Einzelne ist ein Spezialist auf seinem Gebiet. marine.de fragt nach.
Daniel Schwark arbeitet in der Segellast der „Gorch Fock“. Der junge Mann aus Lübeck ist 23 Jahre alt und hat in Travemünde das Handwerk des Segelmachers erlernt. Nach Abschluss seiner Lehre hat er zwei weitere Jahre zunächst als Geselle im gleichen Betrieb gearbeitet. Dann zog es ihn hinaus. „Ich wollte was von der Welt sehen und das nach Möglichkeit mit meinem Beruf verbinden“
, bekennt er freimütig.
An einem sonnigen Herbsttag geht Kapitänleutnant Philipp Pottmeyer über den Start- und Landeplatz der Naval Airbase Culdrose. Wie immer weht an der südwestlichsten Spitze Großbritanniens ein leichter Wind. Hubschrauber und Flugzeuge glänzen in der Mittagssonne. Doch jede Minute kann die Ruhe vorbei sein, denn Pottmeyer hat Bereitschaft. Wenn ein Notruf eingeht, schnappt er sich seinen Helm und seine Fliegerausrüstung, holt sich die Einsatzdaten aus dem Flugbüro und hebt ab. Mit dem Helikopter vom Typ „Sea King“fliegt er dann über die aus zahlreichen Filmen bekannte Steilküste von Cornwall, um bei einem Search and Rescue - Einsatz (SAR) ein weiteres Mal ein Menschenleben zu retten.
„NORDHOLZ TOWER - GERMAN NAVY 4625. POSITION TEN MILES NORTH OF NORDHOLZ, REQUEST LANDING INFORMATION.”
Ein SEA LYNX-Helikopter mit dem Rufzeichen „GERMAN NAVY 4625“
kehrt von einem Flug zurück und erbittet vom Tower Landeinformationen. Routiniert antwortet Oberleutnant zur See Thomas Weinhold: „RUNWAY IN USE 26, WIND 290 DEGREES, 15 KNOTS, QNH 1018, JOIN RIGHT HAND TRAFFIC CIRCUIT VIA NOVEMBER-ROUTE.“
Damit erhält der Pilot alle wichtigen Infos, wie die zu nutzende Landebahnrichtung, Wind und Luftdruck sowie die Einflugstrecke in die Kontrollzone.
„Was mir an meinem Beruf gefällt? Als Spezialist gefragt zu sein!“
, erklärt Hauptbootsmann Franz H. gelassen, während er auf dem Deck des Flottendienstbootes steht, auf dem er seinen Dienst versieht.
Disziplin, Ordnung und Sauberkeit - dies sind die grundlegenden Prinzipien, nach denen Bootsmann Marcel Ferlemann seine Arbeit als Decksmeister erledigt. An Bord des Minentauchereinsatzbootes „Rottweil“ ist er für alle der direkte Ansprechpartner, wenn es um Seemannschaft geht.
Sie sind normalerweise immer vorhanden: Kugelschreiber, Papier, Druckerpatronen – die „Bewaffnung“
eines jeden Soldaten im täglichen „Bürogefecht“
. Aber das ist noch längst nicht alles: Computer, Kameras und Mobiliar - wie selbstverständlich nimmt jeder das Vorhandensein des Materials hin. Aber woher kommt es eigentlich? Und wer ist dafür zuständig?
Hauptbootsmann Dirk Flemme ist einer von rund 230 Besatzungsmitgliedern der Fregatte HESSEN. Der 36-Jährige leistet seinen Dienst bereits seit dreieinhalb Jahren auf dem neuesten Schiff der Flotte. Seine Tätigkeit an Bord ist einzigartig: Flemme ist San-Meister und damit der zweite Mann hinter dem Schiffsarzt.
Aufgrund des breiten Aufgabenspektrums und dem hohen Maß an Verantwortung haben die Soldaten der Verwendungsreihe 31 (Waffenmechanik) eine besondere Stellung innerhalb der Marine. Oberbootsmann Jan Röddecker ist einer von ihnen. Er dient als Artilleriewaffenmeister (AWM) auf der Fregatte „Hamburg“. Seine Tätigkeiten umfassen unter anderem die Instandhaltung der Rohr- und Handwaffen, der Torpedoanlagen sowie die Bewirtschaftung der Munition an Bord.
Verwendungsreihe 48 sagt kaum jemandem etwas - Computer, Internet oder IT hingegen sind Dinge, die jeder kennt und die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Ohne diese modernen Kommunikationsmittel kann man heutzutage nicht mehr arbeiten. Auch bei der Marine geht es nicht ohne.
Eben noch den Schraubenschlüssel in der Hand greift sie nun mit ölverschmierten Händen nach einem Lappen. Katja Küspert arbeitet unauffällig hinter den Kulissen der Marineflieger in Kiel. Doch ohne sie läuft nichts!
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