Was macht eigentlich ein Wehrdienstberater?
Bremerhaven, 29.03.2011, Sascha Jonack (Presse- und Informationszentrum Marine).
Lisa Gerkens aus Cuxhaven wird im Sommer ihre Lehre zur Zahnmedizinischen Fachangestellten beenden. Sie sucht nach Alternativen und neuen beruflichen Herausforderungen. Deshalb informiert sie sich über ihre Karrierechancen bei der Bundeswehr. Hauptbootsmann Torsten Krempel erklärt der 20-Jährigen, worauf es als Soldatin ankommt.

„Die Bundeswehr bietet Ihnen Karrieremöglichkeiten. Gleichzeitig wird aber auch persönliches Engagement erwartet“
, betont Hauptbootsmann Krempel im Beratungsgespräch. Anhand von Beispielen zeigt er ihr die verschiedenen Karrieremöglichkeiten innerhalb der Streitkräfte auf. Torsten Krempel zählt zu den „Aushängeschildern“
der Bundeswehr: Er ist Wehrdienstberater in Bremerhaven und stets bereit, alle Fragen zu beantworten.
Neben den Internetseiten der Bundeswehr sind die Wehrdienstberater die erste Anlaufstelle für junge Frauen und Männer, die sich für den Soldatenberuf interessieren.
Die Bundeswehr ist ein attraktiver Arbeitergeber und bietet vielfältige Arbeitsplätze: Vom Anlagenmechaniker über den Zahntechniker und IT-Fachinformatiker über Elektroniker und Arzt - Für jede berufliche Neigung ist etwas dabei.
Zum Tagesgeschäft der Wehrdienstberater gehören Beratungen und Hilfestellungen bei Bewerbungen. „Nicht jeder bringt die gleichen Voraussetzungen mit“
, sagt Krempel. Im Beratungsgespräch wird eine gezielte Laufbahnberatung mit Karrierebeispiel entworfen. „Fakt ist: Je mehr Qualifikationen der Bewerber mitbringt, desto mehr Möglichkeiten bietet die Bundeswehr.“

Mit 17 Jahren ins blaue Marinetuch
„Meine Karriere bei der Marine begann im April 1990“
, erzählt der 39-jährige Berufssoldat. Seither hat er vielfältige Dienstposten besetzt und interessante Aufgaben erledigt. Er kennt die Marine und weiß, wovon er spricht. So hat er beispielsweise als Elektronikmeister im Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“
an Flugzeugen geschraubt. Der Alltag an Bord von Schiffen ist ihm ebenfalls nicht unbekannt. „Als Schiffselektroniker bin ich auf Fregatten gefahren und bin hierbei in einigen Auslandshäfen, darunter Dakar, Recife und Montevideo, eingelaufen“
, erinnert sich der Marinesoldat.
Seit 2009 ist Hauptbootsmann Krempel nun Wehrdienstberater. Als ehemaliger Ausbilder hat er selbst junge Unteroffiziere an der Marineoperationsschule in Bremerhaven und an der Marinetechnikschule in Parow bei Stralsund ausgebildet. Er weiß, worauf es ankommt und welche Qualifikationen die Bewerber für ihre zukünftigen Aufgaben bei der Bundeswehr mitbringen müssen. „Eine längere Dienstzeit ist vom großem Vorteil für den Berater“
, stellt Krempel fest. „Immerhin kann man so seine eigenen Erfahrungen mit in die Beratungsgespräche einbringen.“
Lisa Gerken fühlt sich nach dem Gespräch mit Krempel gut beraten. Sie hat jetzt eine Vorstellung erhalten, was in der Bundeswehr auf sie zukommen könnte. „Ich bin super informiert und muss mich jetzt nur noch entscheiden, wie es weiter gehen soll“
, sagt die Cuxhavenerin.

Mit Rat und Tat
Torsten Krempel steht allerdings nicht nur in seinem Büro mit Rat und Tat zur Verfügung. Als Wehrdienstberater ist er auch auf vielen Jobmessen und bei Informationstagen. Auf einer Berufs- und Informationsmesse lernte er auch Ulrike Schmidt aus Bad Bederkesa kennen.
Zielstrebig suchte sie den Stand der Bundeswehr auf. „Ich möchte Ärztin bei der Marine werden“
, gab sich die junge Schülerin selbstbewusst. Mit diesem Wunsch war die 17-jährige Abiturientin bei Torsten Krempel gleich an den richtigen Ansprechpartner geraten.
