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Historischer Hintergrund

Die Entstehung des Welt-Seehandels war ein langwieriger Prozess, der sich über Jahrhunderte hinzog. Die Seehandels- und Seeverkehrssysteme entwickelten sich oft unabhängig voneinander, manchmal waren sie auch die direkte Folge politischer und kriegerischer Auseinandersetzungen. Je nach Interesse nutzten Konkurrenten in der Auseinandersetzung um Seeherrschaft, Märkte und Kolonien oft genug auch staatlich geförderte Freibeuter, die mit oder ohne Kaperbriefe Jagd auf Handelsschiffe machten.

Die typische historische Piratenflagge

Die typische historische Piratenflagge (Quelle: © 2008 GNU-Lizenz für freie Dokumentation / Manuel Strehl)Größere Abbildung anzeigen

So entstanden Raub- und Beutemärkte, die teilweise größer waren als die legalen. Piraterie war und ist jedoch nichts weiter als Kriminalität und Gewalt. Sie begegnet der Schifffahrt in mannigfachen Varianten, die von der einfachen, lokalen Seeräuberei bis hin zur hochorganisierten, weltweit agierenden Bandenkriminalität reicht. Dabei ist in aller Regel nicht nur das Schiff mit seiner Ladung das Ziel, sondern auch die Besatzung mit all ihrer Habe.

Häufig genug sind Opfer auch hilf- und mittellose Flüchtlinge aus Krisengebieten. Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Entführung sowie die Erpressung von Lösegeldern sind ständige Begleiter dieses Geschäfts.

Da Piraten seit jeher eine konkrete Gefahr für den Seehandel und den zunehmenden weltweiten Seeverkehr waren, wurden Piraten und Seeräuber geächtet und verfolgt. Mit dem Ende der Ära der Segelschiffe verlor die Piraterie im 19. und 20. Jahrhundert an Bedeutung. Piraten konnten mit dem technologischen Fortschritt im Bau moderner Handelsschiffe und mit der stetig zunehmenden höheren Geschwindigkeit der Handelsschiffe nicht mehr mithalten.

In der heutigen Zeit ist das Phänomen der Piraterie oder der Seeräuberei wieder, und dies vor allem in Verbindung mit terroristischer Bedrohung, eine reale und ernsthafte Gefahr für die internationale Schifffahrt geworden.

Betroffen von Piraterieüberfällen und Piratenakten sind heute insbesondere die Seeregionen, in denen die Küstenstaaten kaum die Stabilität, den Willen und vor allem die Mittel besitzen, gegen mafiöse Strukturen vorzugehen. Piraterie hat sich dort als lukrative und oftmals einzige Einnahmequelle etabliert.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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