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Tagebuch eines Flottendienstbootes 5. und 6. Tag

In See, 09.08.2010.
Wochenendroutine ist angesagt. Für die Besatzung bedeutet das, endlich einmal ausschlafen. Keine störenden Durchsagen über die Lautsprecheranlage. Aber auch sonst ist etwas mehr Zeit als üblich vorhanden. Die, die nicht gerade die Seewache stellen, nutzen die Zeit, um sich im Fitnessraum bei körperlichen Kräften zu halten oder die Pfunde, an denen der Smut nicht ganz unschuldig ist, wieder von den Rippen zu bekommen.

Der Fitnessraum des Flottendienstbootes ALSTER.

Kraft- und Körpertraining in der "Mukkibude" (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Flottendienstboot ALSTER )Größere Abbildung anzeigen

Laufband, Trimmräder, Rudermaschine, Hanteln - fast alles ist in der „Mukkibude“ vorhanden. Ebenso befindet sich eine Sauna an Bord.

Jetzt mag so mancher doch sich etwas verwundert die Augen reiben: Fitnessraum und Sauna an Bord eines Kriegschiffs? Die drei Flottendienstboote sind hier die Ausnahme. Bedingt durch den Auftrag braucht die Besatzung Abwechslung.

Tage - und wochenlang stehen die Boote in einem Seegebiet und lauschen. Wie der schon mehrfach genannte Förster. Einzig die Soldaten, die hier lauschen und schauen, haben einen festen Rhythmus. Die Stammbesatzung der „Alster“ ist vorrangig für den Betrieb und die Sicherheit des Bootes zuständig. Und daraus ergeben sich eben hier und da ein paar Freiminuten, die sinnvoll genutzt werden wollen.

Russische Gesellschaft

Ach ja, da war ja noch das russische Forschungsschiff mit seinem Mini-Uboot. Auch die Russen haben sich entschlossen, das Wochenende auf See zu verbringen. Und so leistet ihnen die „Alster“ „Gesellschaft“. Allerdings etwas wortkarg. Denn eine Kommunikation ist nicht wirklich vorhanden. Schon etwas verwunderlich. Es ist der vierte Tag in See.. Die Sonne zeigt sich in ihrer ganzen Pracht. Das lädt ein, um sich an Oberdeck ein lauschiges Plätzchen zu suchen und mal wieder in einem Buch zu schmökern.

Auch wenn Wochenende ist, möchte der Kommandant doch einmal am Tag wissen, ob seine „Schäfchen alle im Stall“ sind. Also heißt es: Heraustreten zur Vollzähligkeitsmusterung. Aber nach Musterungsende herrscht wieder eine entspannte Atmosphäre an Bord.

Für jeden etwas dabei

Die Männer und Frauen an Bord genießen sichtlich die Wochenendroutine. In den Messen werden die guten, alten Spiele hervorgeholt. Da wird „Mensch ärgere Dich nicht“, Monopoly oder Risiko gespielt. Aber auch ein Poker-Turnier steht auf dem Programm. Immerhin, 24 „Zocker“ haben sich in die Liste eingetragen. Wer nun vermutet, dass es hier um harte Dollar, Whiskey und „leichte Mädchen“ geht, der irrt gewaltig. Der erste Preis ist eine Flasche mit alkoholischem Inhalt, der 2. Preis ein Koppel (Hosengürtel) mit dem Emblem der „Alster“ und der Drittplatzierte freut sich über einen kleinen Korb mit Süßigkeiten. Einen Einsatz gibt es nicht.

Der Radarmeister hat das Rennen nach über 6 Stunden gemacht.

Die Besatzung des Flottenstienstbootes ALSTER grillt an Deck.

Gemütliches Beisammensein beim Grillen (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Flottendienstboot ALSTER)Größere Abbildung anzeigen

Grillgeruch an Bord der „Alster“

Geht man aufs Oberdeck, dann sieht man ihn noch immer - den gewohnten Anblick des russischen Forschungsschiffs.

Auf Anregung des Smuts gibt es heute mal kein Abendessen in gewohnter Form, sondern der Kommandant hat auf dem Helo-Deck ein Grillen für die gesamte Besatzung genehmigt. Schnell sind Grill und Biertischgarnitur aufgebaut.
Nur das Wetter hat Einwände. Der Himmel bezieht sich. Ein paar Tropfen fallen. Aber das tut der Stimmung keinen Abbruch. Alle erfreuen sich an dieser Abwechslung und schon bald ist auch das letzte Würstchen gegessen.

Und so endet ein Sonntag in See.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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