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Hier ist Sorgfalt gefragt (I)

Nordholz, 14.03.2011, Sascha Jonack (Presse- und Informationszentrum Marine).
Ein Horrorszenario für jeden Pilot und die Besatzungsmitglieder an Bord: Das Flugzeug gerät über dem Meer außer Kontrolle. Eine Notwasserung oder der Ausstieg mit dem Fallschirm sind unausweichlich. Für Piloten von Kampfjets bedeutet das, sich mit dem Schleudersitz aus der Kanzel zu katapultieren. Hier ist Sorgfalt gefragt. Schließlich müssen die Rettungsmittel immer einsatzbereit sein.

Obermaat Robert G. überprüft den Zustand der Sauerstoffflaschen.
Lebenswichtige Maßnahmen (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Sascha Jonack)Größere Abbildung anzeigen

In der Flugausrüstungswerkstatt R+S (Rettung und Sicherheit) des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“ werden die Hilfsmittel, welche für die Rettung der Luftfahrzeugbesatzungen benötigt werden, instand gehalten. Rettungsinsel, Fallschirm, Schlauchboot und Schwimmweste - Diese Rettungsmittel können in Notsituationen das Überleben der Besatzung sichern.

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Wir erhöhen die Chancen, dass Menschenleben gerettet werden"

Oberbootsmann Stefan Schlüns packt den Fallschirm mit Sorgfalt.
Gewissenhafte Arbeit leisten (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Sascha Jonack)Größere Abbildung anzeigen

Obermaat Robert G. und Oberbootsmann Stefan Schlüns übernehmen als Flugausrüstungssoldaten die Verantwortung. Die Wartung, Instandhaltung und Lagerung von Rettungsmitteln, das Packen von Fallschirmen, Schlauchbooten und Schwimmwesten liegt in ihren Händen. „Wir erhöhen die Chancen, dass Menschenleben gerettet werden“, sind sich beide in ihrer Antwort einig.

Sie haben eine intensive Ausbildung durchlaufen, in der sie die Rettungsmittel kennen- und mit ihnen richtig umzugehen lernten. Beide besitzen eine Flugausrüstungslizenz. Einziger dienstlicher Unterschied zwischen beiden ist, dass Oberbootsmann Schlüns eine Meisterausbildung absolviert hat und als Vorgesetzter die Verantwortung für die Fallschirm- und Sauerstoffabteilung trägt. Somit heißt es für den 29-jährigen auch, die Arbeiten seiner Soldaten zu beaufsichtigen.

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Die Lizenz zum Packen

Oberbootsmann Stefan Schlüns beim Packen des Fallschirms.
Fallschirmpacken ist Routine (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Sascha Jonack)Größere Abbildung anzeigen

Zu den Aufgaben der Flugausrüstungssoldaten gehört das Vorbereiten der Fallschirme, bevor diese an die Piloten weitergegeben werden. Seit dem Jahr 2009 besitzen die beiden die sogenannte Durachute-Packlizenz. „Beim Packen des Fallschirms ist mit Sorgfalt vorzugehen, damit die fehlerfreie Funktion sichergestellt ist“, erklären sie gemeinsam. Die Grundlagen als Fallschirm-Packer" lernt man in einer Woche an der Technikschule der Luftwaffe in Faßberg. In der Ausbildung erhält man einen Einblick, wie ein Fallschirm funktioniert und wie man diesen vorschriftsmäßig zusammenlegt.

Zurück in der eigenen Werkstatt gilt es dann, das Gelernte in der Praxis zu zeigen: In maximal drei Monaten müssen zehn Fallschirme unter Aufsicht gepackt werden. Erst wenn das klappt, folgt die praktische Prüfung. Hier gilt es unter den Augen eines Prüfers, selbstständig einen Fallschirm zu packen. „Im Jahr müssen wir mindestens drei Fallschirme zusammenlegen, damit die Lizenz ihre Gültigkeit nicht verliert“, berichtet Schlüns.

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Erfahrene Soldaten

Die beiden Flugausrüstungssoldaten konnten schon Erfahrungen im Ausland sammeln. So nahm Oberbootsmann Stefan Schlüns an einem Manöver im Marinestützpunkt Sigonella auf Sizilien teil. Obermaat Robert G. bringt Expertise aus mehreren Auslandseinsätzen mit: Zurzeit ist er in seinem dritten Einsatz. Er befindet sich in Djibouti am Horn von Afrika und hält dort die Rettungsmittel für die fliegende Besatzung der P-3C Orion, die in der Anti-Piraterie-Operation ATALANTA am Horn von Afrika eingesetzt ist, einsatzklar.

Wie seine Aufgaben in Djibouti im Detail aussehen und inwiefern sich die Herausforderungen des Einsatzes vom Dienst in Nordholz unterscheiden, können Sie in einem zweiten Teil zu einem späteren Zeitpunkt hier lesen.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: 


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