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„Abenteuer Bundeswehr“
Freiwilliger Wehrdienst gibt Einblick auf Zeit

Nordholz, 22.03.2016.
Mit dem Freiwilligen Wehrdienst haben junge Frauen und Männer die Möglichkeit, für eine gewisse Zeit einen Einblick in die Welt der Bundeswehr zu bekommen. Genau das hat Vanessa Haß getan. Sie hat die Initiative ergriffen und ist für insgesamt 23 Monate zur Marine gegangen. Nun gefällt es ihr so gut, dass sie nach dem Freiwilligen Wehrdienst die Offizierlaufbahn einschlagen möchte.

Hauptgefreiter Vanessa Haß sitzt am Arnbeitsplatz im Geschäftszimmer.

Vanessa Haß im Geschätszimmer der Technischen Staffel P-3C „Orion“ (Quelle: 2016 Bundeswehr / Sascha Jonack)Größere Abbildung anzeigen

Hauptgefreiter Haß ist im Geschäftszimmer der Technischen Staffel P-3C „Orion“ des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“ tätig. Ihre dortigen Aufgaben kann man mit denen einer Bürokauffrau vergleichen.

Sie unterstützt den Kompaniefeldwebel, liebevoll auch die Mutter der Kompanie genannt, und den Personalbearbeiter bei der Lehrgangsplanung, der Verwaltung und den vielseitigen bürokratischen Vorgängen. „Unsere Staffel besteht aus insgesamt 250 Soldaten und zivilen Mitarbeitern. Da fällt immer was an“, betont sie. Ihre täglichen Aufgaben sind unter anderem das Vorbereiten und Weiterleiten der Dienstpost, Botengänge, das Führen von Urlaubskarteikarten, das Ausfüllen von Formularen und die Ablage des Schriftverkehrs. „Des Weiteren sorge ich dafür, dass alle Soldaten bei einer Versetzung ihre vollständigen Dienstakten erhalten“, ergänzt die 19-jährige Marinesoldatin. Auch mit den Offizieren der Staffel arbeitet sie zusammen und leistet ihnen Zuarbeit für die Einsatzplanung. Besonders schätzt sie das Klima und die Kameradschaft innerhalb ihrer Staffel. Mit einem strahlenden Lächeln sagt sie: „Der Job ist sehr abwechslungsreich und man lernt ständig neue Kameraden kennen.

Mit dem Abitur in der Tasche stellte sie sich im Sommer 2014 die Frage - Was nun? „Mich hat die Bundeswehr schon immer interessiert. Der Freiwillige Wehrdienst bot mir die Möglichkeit den Alltag kennenzulernen, ohne dass ich mich gleich verpflichten muss“, erklärt die Cuxhavenerin weiter.

„Abenteuer Bundeswehr“ beginnt mit der Rekrutenausbildung

Hauptgefreiter Vanessa Haß ist im Geschäftszimmer an dem Arbeitsplatzcomputer beim bearbeiten der Emails.

Hauptgefreiter Vanessa Haß ist im Geschäftszimmer an dem Arbeitsplatzcomputer (Quelle: 2016 Bundeswehr / Sascha Jonack)Größere Abbildung anzeigen

Nach einem Informationsgespräch mit dem Karriereberater hat sie sich für den Freiwilligen Wehrdienst entschieden. Das „Abenteuer Bundeswehr“ begann für sie im Oktober 2014 mit der Grundausbildung an der Marinetechnikschule in Parow bei Stralsund.

Neben dem frühen Aufstehen standen Marschieren, Formaldienst und viele Unterrichtsstunden auf der Tagesordnung. „In der Grundausbildung bekommt man das Basiswissen des Soldatenberufes und man lernt die unterschiedlichen militärischen Gepflogenheiten kennen. Das umfasst alles vom korrekten Anziehen einer Uniform, bis hin zum scharfen Schuss mit einer Waffe“, erläutert sie. Insgesamt waren noch elf weitere Frauen in der Inspektion. „Wir haben in unserer Inspektion eine super Gemeinschaft gehabt“, sagt sie.

Von den Rekruten wurde viel abverlangt. „In der Grundausbildung gab es Höhen und Tiefen, aber es war eine neue Erfahrung“, so die Soldatin mit einem Schmunzeln. „Wir saßen alle im selben Boot und unsere Inspektion ist zu einem gutem Team zusammengeschweißt“, hebt sie hervor. „Vor allem die Abschlussübung, das sogenannte Biwak, hatte uns allen zugetan“, erinnert sie sich. In drei Tagen mussten die Rekruten viele Übungen absolvieren und einen 20 Kilometer Marsch hinter sich bringen. „Diese drei Tage haben wirklich an uns gezehrt. Doch mit jeder Übung sind wir noch mehr zusammengewachsen. Das stärkte die Teambildung und den Kameradschaftsgeist“, betont sie mit einem zufriedenen Lächeln.

Vereidigung als krönender Abschluss

Am Ende hat sie alles gut überstanden und der krönende Abschluss war die Vereidigung, ein militärisches Zeremoniell im Fackelschein, in dem die Rekruten ihren Eid oder das Gelöbnis ablegen. „Diesen Tag habe ich in guter Erinnerung. Es war schön, diesen Moment mit meiner Familie teilen zu können, welche extra angereist war. Für mich und meine Kameraden war es ein relativ großes, wichtiges und auch schönes Ereignis. Denn durch dieses Zeremoniell und das Ablegen unseres Eides hatten wir quasi den ersten Schritt in Richtung Soldat geschafft und unsere Grundausbildung erfolgreich absolviert. Sprich von dort an begann nun unser „richtiges" Dienstverhältnis als Soldat“, erklärt sie.

Nächstes Ziel – Marineoffizier

Das Sortieren der Aktenlage gehört für Hautpgefreiter Vanessa Haß zum Tagesdienst dazu.

Das Sortieren der Akten gehört zum Tagesdienst dazu (Quelle: 2016 Bundeswehr / Sascha Jonack)Größere Abbildung anzeigen

Im Januar 2015 war ihr Dienstantritt im Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“. Seither sitzt sie im Geschäftszimmer der Technischen Staffel P-3C und versieht dort ihren täglichen Dienst. Nach 19 Monaten zieht die gebürtige Cuxhavenerin ein Resümee: „Mir gefällt es sehr gut, daher möchte ich mich als Marineoffizier bewerben und ein BWL-Studium an der Bundeswehruniversität in Hamburg absolvieren.“


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Stand vom: 23.06.16 | Autor: 


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