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Ein nicht ganz so sicherer Hafen

Neustadt (Holstein), 27.01.2005, Jens Christian Dombert (Redaktion Marine).
Schadensabwehr allein, Schadensabwehr im Verband - die Einheiten der SNMCMG 1 haben in den letzten Tagen geübt, solchen Situationen auf See zu begegnen. Aber was tun, wenn man im vermeintlichen sicheren Hafen überrascht wird?

Die Hafenfeuerlöschrolle

Die Hafenfeuerlöschrolle (Quelle: © 2006 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Es ist verhältnismäßig still im Hafen von Neustadt. Die Besatzungen sind gerade von einem fordernden Vormittag der Parallelausbildung zurückgekehrt: Konfrontationen mit echtem Feuer in der Brandhalle, Leckabwehrübungen oder Üben mit Rettungsschwimmwesten – die Besatzungen freuen sich über die Pause, als sie zurück an Bord kommen.

Nur ein paar Straßen weiter, noch in der Umzäunung der Kaserne, sammeln sich andere Uniformierte. Feuerwehrleute überprüfen ihre Ausrüstung, die Verantwortlichen besprechen sich untereinander, wie man vorgehen will – und überall dazwischen die in blau gekleideten Ausbilder des Ausbildungszentrums Schiffssicherung Marine, auch als "Searider" bekannt.

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Verletzte werden geborgen

Verletzte werden geborgen (Quelle: © 2006 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Die Ruhe ist vorbei

13:00 Uhr – die Mittagspause ist fast zu Ende. Plötzlich ist eine laute Explosion zu hören, direkt gefolgt von einer zweiten. An Bord der DILLINGEN, die neben dem Flaggschiff, der VIDAR, liegt, wird Alarm ausgelöst: Feuer im Schiff! Noch während die Offiziere unter Beobachtung durch die Ausbilder versuchen, Ordnung in das Chaos zu bringen, kommt auch schon der zweite Alarm: Mann über Bord auf der DILLINGEN.

Bei der Explosion sind zwei Männer über Bord geschleudert worden – Minentaucher mimen die "Opfer". Während der eine Teil der Besatzung schon die Erstversorgung der Verletzten an Deck durchführt, versucht der Rest, die beiden Männer wieder an Bord zu holen. Trotz der Konfusion, die noch an Bord herrscht, gelingt es der Besatzung, ihre Kameraden aus dem Wasser zu bergen. Kurz darauf werden die ersten Verletzten von Bord der DILLINGEN transportiert: Kein einfaches Unterfangen, denn inzwischen ist das Feuer auf die VIDAR übergesprungen – auch hier herrscht Aufregung, denn die Brandbekämpfung ist in vollem Gang.

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Krisenbesprechung an Bord

Krisenbesprechung an Bord (Quelle: © 2006 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Unterstützung von außen

Die ersten Feuerlöschzüge der Feuerwehr treffen ein. Die Kameraden der Standortfeuerwehr sind die ersten, die der Besatzung im Kampf gegen das Feuer zur Hilfe eilen, dicht gefolgt von der Feuerwehr Neustadt. Während diese ihre Ausrüstung aufbauen und beginnen, den Brandbekämpfungstrupps an Bord Unterstützung zu leisten, trifft die wichtigste Komponente ein: Die Feuerwehr Hamburg erscheint mit einer mobilen Kommandozentrale und einer mobilen Sanitätsstation am Hafenbecken.

Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Besatzung funktioniert gut. Die zuständigen Offiziere nehmen die Feuerwehrleute mit in die interne Lagebesprechung. Gleichzeitig bringen die Sanitäter die Verletzten von Bord in das Notlager, das in kurzer Zeit errichtet wurde. Trotz nur kurzer Vorbereitungszeit und der zunächst unbekannten Anzahl an Verletzten sichert das Sanitätspersonal in kurzer Zeit eine zuverlässige Versorgung.

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Gute Zusammenarbeit – Gutes Ergebnis

Die Ausbilder, die im Laufe der Übung überall zu finden waren – bei den Feuerwehrleuten, im Sanitätsbereich, mitten in den simulierten Bränden an Bord der verschiedenen Boote – zogen auch hier wieder eine positive Bilanz. Die Woche hat sich für den Verband gelohnt. Nicht viele haben eine so gute Zusammenarbeit beim ersten Versuch erwartet. Aber trotzdem: Sie haben es geschafft. Nach der erfolgreichen "Abschlussprüfung" können die Ausbilder die Minenjäger nun in den Einsatz entlassen.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.aktuelle.einsatze.sng.snmcmg1&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB070000000001%7C6CNDVP035INFO