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Schnell wie ein Delphin

Kiel, 03.09.2012, Bundeswehr „aktuell“.
Es handelte sich eigentlich um eine routinemäßige Boardingoperation, gestartet vom in See befindlichen Einsatzgruppenversorger (EGV) „Frankfurt am Main“: Aufklären eines verdächtigen Schiffes per Hubschrauber – mit Fastroping an Deck. Doch auf einmal fallen Schüsse. Zwischen der Besatzung und den Boardingsoldaten kommt es zu einem Feuergefecht, in dessen Verlauf auch Gasflaschen explodieren. Die Folgen sind teilweise Schwerstverwundete und ein Bild der Verwüstung.

Verletzte liegen am Boden.

Reagieren bei einem Massenanfall von Verwundeten (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Die Boardingkompanie der Spezialisierten Einsatzkräfte Marine (SEK M) und Sanitätskräfte führten kürzlich in einem Marineverband die Übung „Schneller Delphin“ durch. Dabei stand das Reagieren bei Schadensereignissen mit einem Massenanfall von Verwundeten und Verletzten an Bord eines Marineverbands im Vordergrund. Denn bei Operationen wie dem Boarden – ein Auftrag, wie ihn die Einheiten bei „Atalanta“ unter Umständen tagtäglich auf Patrouillenfahrten durchführen müssen – kann sich die Lage sehr schnell vom bloßen Überprüfen eines der Piraterie verdächtigen Schiffes zu einer Gefechtslage entwickeln.

Von daher ist es wichtig, dass der Verband die gesamte Palette beherrscht – von der taktischen Verwundeten Versorgung bis zum MEDEVAC-Einsatz (Medical Evacuation). Daher kommt der Ausbildung der Einsatzersthelfer auch eine wichtige Schlüsselfunktion zu: Sie sind in Gefechtslagen der entscheidende Teil der Rettungskette.

Zivil-Militärische Zusammenarbeit hat sich bewährt

Der Hubschrauber der Bundespolizei „Superpuma“ beim Aufwinschen eines Verletzten.

Zivil-Militärische Zusammenarbeit (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Björn Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Bei der Übung in der Kieler Förde kamen neben dem EGV die Fregatte „Rheinland-Pfalz“, das Versorgungsschiff „Spessart“ sowie eine Einheit der Bundespolizei mit dem „Superpuma“- Hubschrauber zum Einsatz.

Die Übung findet seit 1996 jährlich statt und wird kontinuierlich weiterentwickelt. „Die Übung hat erneut die professionelle Verwundeten Versorgung in realitätsnahen Einsatzszenarien in See und die bewährte Zivil-Militärische Zusammenarbeit beim Luftransport über See unter Beweis gestellt“, fasste Flottenarzt Wolfgang von der Heide-Kattwinkel, Admiralarzt der Marine im Flottenkommando in Glücksburg, abschließend zusammen.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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