Korvette ERFURT baut Baumhaus
Erfurt, 10.06.2010, Johannes Hallier (Korvette ERFURT).
Angefangen hat alles mit dem ersten Patenschaftsbesuch der Besatzung der Korvette ERFURT in der Stadt Erfurt. Dort äußerten sich die Marinesoldaten über den Wunsch nach einem Kooperationsprojekt, bevorzugt im sozialen Bereich. Die Entscheidung fiel nach dem Vorschlag der Stadt schnell auf das Kinder-, Jugend- und Mütterheim. Dort hatten die Kinder in ihrem Garten wenige Spielmöglichkeiten, und sie hatten den großen Wunsch nach einem Baumhaus.

Der nächste Besuch in der Patenstadt führte zu einer Teilnahme am Krämerbrückenfest 2009, einem der größten Volksfeste Thüringens. Direkt am Rathaus wurde mit Unterstützung der Stadt ein Stand organisiert, an dem echte Thüringer Rostbratwürste verkauft wurden. Den Gewinn erhielt schließlich das Kinderheim zur Finanzierung des Baumhauses.

Unterstützung durch die Fachhochschule Erfurt
Nun fehlte noch ein professioneller Kooperationspartner. Die Fachhochschule Erfurt mit ihrem Fachbereich Architektur erklärte sich schnell dazu bereit und organisierte ein Seminar, in dem Studenten einen Entwurf des Baumhauses erstellten. Auf der Grundlage des Modells sägten, zimmerten und schraubten dann etwa zehn Soldaten der Besatzung gemeinsam mit einigen Studenten vor Ort das Haus zusammen.
Alle Schwierigkeiten während der Bauphase wurden schließlich gemeistert. So musste aufgrund städtischer Auflagen ein Mindestabstand zum Baum eingehalten werden, sodass sich das Haus völlig in den Baum einfügt, ihn aber nicht direkt berührt. Auch konstruktive Änderungen wurden vor Ort den Gegebenheiten angepasst. Schließlich aber waren alle Teilnehmer sehr zufrieden, zudem hatten Soldaten und Studenten trotz des überwiegend regnerischen Wetters viel Spaß beim Bauen. Eingeweiht wurde das Haus noch rechtzeitig vor dem Gartenfest Ende Juni – für die Kinder der Höhepunkt der Feier.
Bilder
Die letzten Arbeiten sind erledigt (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Korvette ERFURT)
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