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Abschlussbericht GORCH FOCK: Konsequenzen und Zukunft

Berlin, 06.07.2011, Bundesministerium der Verteidigung.
Der tragische Unfall von Frau Obermaat OA Sarah Seele am 7. November 2010 und die in der Folge geäußerten Vorwürfe zu etwaigen Missständen und möglichem Fehlverhalten an Bord der GORCH FOCK haben großes Interesse in der Öffentlichkeit, den Medien und der Politik hervorgerufen.

Ein Portrait von Vizeadmiral Axel Schimpf, dem Inspekteur der Marine.

Der Inspekteur der Marine (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Thomas Ströter )Größere Abbildung anzeigen

Zur Aufklärung der Vorfälle auf dem Segelschulschiff legte das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) dem Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages nun einen Bericht vor, der sowohl die Ergebnisse der Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Kiel, der innerdienstlichen Untersuchungen des Beauftragten für Havarieuntersuchungen der Marine (BHavM) wie auch der durch den Amtschef Marineamt geleiteten Untersuchungskommission zusammengefasst.

Die Staatsanwaltschaft Kiel stellte fest, dass keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine strafrechtlich zu bewertende Vorwerfbarkeit einzelner Beteiligter vorliegt, gleichwohl traten allerdings Umstände zutage, die aus Sicht der Staatsanwaltschaft die Entstehung des Unfallgeschehens begünstigt haben dürften.

Auf der Grundlage der Ermittlungen des BHavM hat auch der Inspekteur der Marine ein für den tödlichen Unfall ursächliches Fehlverhalten von Kommandant und Besatzung nicht festgestellt.

Versäumnisse an Bord

Gleichwohl haben die Staatsanwaltschaft und der BHavM im Rahmen ihrer Ermittlungen Mängel und Versäumnisse in der Planung, Vorbereitung und Durchführung der Ausbildung sowie in der Dienstaufsicht festgestellt. Hier wurde Handlungsbedarf identifiziert.

Die vom Amtschef Marineamt geleitete Untersuchung griff darüber hinaus Fragen auf, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem Unglücksfall stehen. Diese behandelte vielmehr die Themen des Führungsverhaltens, der Dienstaufsicht sowie der Organisation an Bord.

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Konsequenzen

Neben einer Bewertung der genannten Untersuchungsergebnisse werden im Abschlussbericht Konsequenzen sowie zukünftige Maßnahmen zur Verbesserung der Seemännischen Basisausbildung an Bord der GORCH FOCK aufgezeigt. Noch nicht eingeflossen sind die Empfehlungen der durch Prof. Dr. Pommerin geleiteten unabhängigen Kommission zur zukünftigen Ausgestaltung der Seemännischen Basisausbildung in der Deutschen Marine. Diese werden voraussichtlich am 15. Juli dem BMVg vorliegen. Erst danach werden daher weitere Konsequenzen für den zukünftigen Ausbildungsbetrieb an Bord der GORCH FOCK getroffen.

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Unbelasteter Neuanfang

Ziel aller Maßnahmen soll es sein, den Weiterbetrieb der GORCH FOCK als Segelschulschiff der Deutschen Marine sicherzustellen.

Nach Vorliegen aller Ermittlungs- und Untersuchungsergebnisse hat der vom damaligen Bundesminister der Verteidigung von seinen Aufgaben entbundene Kommandant darum gebeten, nicht wieder als Kommandant eingesetzt zu werden. Seinem eingereichten Versetzungsgesuch wird entsprochen. „Damit wird dem Schiff und seiner Besatzung die Möglichkeit eines unbelasteten Neuanfangs gegeben“, sagt Vizeadmiral Schimpf.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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