Minenjagdboot HERTEN schließt sich Minenabwehr-Verband an
Kiel, 12.01.2011, Presse- und Informationszentrum Marine.
Das Minenjagdboot HERTEN hat am 12. Januar seinen Heimathafen Kiel in Richtung Persischer Golf verlassen. Die Besatzung beteiligt sich mit ihrem Boot an dem ständigen NATO-Minenabwehr-Verband SNMCMG 2 (Standing NATO Mine Counter Measure Group 2).

Der Minenabwehrverband der NATO ist ein multinationaler Verband und steht derzeit unter griechischer Führung. Neben der HERTEN beteiligen sich aktuell auch Minenjagdboote aus Griechenland, Spanien und Italien. Während dem anspruchsvollen Einsatz wird der Kieler Minenjäger den Suezkanal, das Rote Meer und den Golf von Aden passieren.
Auf dem Besuchsprogramm stehen unter anderem Häfen in Ägypten, Saudi-Arabien, Dschibuti, im Oman oder in Kuwait. Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Thomas Joseph (36) wird die 45-köpfige Besatzung der HERTEN bis voraussichtlich Juni dieses Jahres in dem Verband operieren und pünktlich zur Kieler Woche in Kiel zurückerwartet.

Der Lohn für lange Mühen
„Die Teilnahme an der Einsatzgruppe ist auch ein Lohn für die fordernden Übungen der Besatzung in den letzten Monaten. Wir freuen uns darauf, das Gelernte in die Tat umzusetzen und in der NATO-Gruppe neue Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Einheiten anderer Länder zu sammeln. Aber auch im persönlichen Bereich ist die Teilnahme sicher eine Bereicherung für die ganze Besatzung"
, schilderte Kommandant Joseph.
Er war selbst bereits 2003 und 2005 als Wachoffizier in der NATO-Force wodurch ihm vieles "sehr vertraut"
sein wird.

Hintergründe zur SNMCMG 2
Die Standing NATO Groups sind die ständigen, multinationalen maritimen Reaktionsverbände, welche sicherstellen, dass die NATO schnell und flexibel agieren kann. Insgesamt unterhält die NATO vier dieser Marineverbände.
Um ihre Einsatzbereitschaft und Operationsfähigkeit zu erhalten, nehmen die Flottenverbände jährlich an verschiedenen nationalen und internationalen Übungen teil. Die Verbände besuchen regelmäßig verschiedene Häfen. Dabei laufen sie auch Häfen von nicht NATO-Mitgliedsstaaten an.
Zu den Aufgaben der Verbände gehören seit der veränderten sicherheitspolitischen Lage weltweit auch Embargooperationen, Search and Rescue (Suche und Rettung)-Operationen, humanitäre Hilfseinsätze, Katastrophen- und Anti-Terroreinsätze.
