Berichte der Fregatte „Brandenburg“
Seegebiet um Skagen, ein Vormittag im Januar, Südostwind mit vier Windstärken, Dunst, Lufttemperatur ein Grad Celsius - gefühlt deutlich kälter! Drei Schiffe fahren im Abstand von jeweils 40 Metern dicht nebeneinander, weiter ihrem Ziel entgegen: Der Einsatz- und Ausbildungsverband 2011 tankt. Zum ersten Mal während dieser Reise gibt es ein Seeversorgungsmanöver. RAS heißt das Manöver in der englisch geprägten Marinesprache: „Replenishment at Sea“,
noch treffender manchmal auch „Underway Replenishment“
genannt.
Getreu dem Motto „Herbstzeit ist Manöverzeit“
stehen auch dieses Jahr wieder die Manöver FLOTEX und NORTHERN COASTS auf dem Programm. Vier Wochen lang werden nationale und internationale Teilnehmer in der Ostsee das Miteinander erproben und sich anspruchsvollen Manövern stellen.
Mit dem Zusatz „SAFEGUARD“
wurde in der Nacht vom 31. August auf 1. September an Bord der Fregatte BRANDENBURG, zwecks Manövervorbereitung im Kieler Marinestützpunkt liegend, Feueralarm ausgelöst. Das Codewort „SAFEGUARD“
macht deutlich, dass der Alarm echt und nicht etwa ein Übungsalarm ist. Es ist jedem Bordangehörigen in der Marine auch im Schlaf vertraut.
Fregattenkapitän Lutz-Michael Lorentzen ist neuer Kommandant der Fregatte BRANDENBURG. Am 25. Juni übergab Fregattenkapitän Torsten Ites das Kommando an den Jeveraner Fregattenkapitän Lorentzen. Die Übergabe erfolgte durch den Kommandeur des 2. Fregattengeschwaders, Kapitän zur See Eike Wetters, an Bord des Schiffes.
Am 18. Juni wurden in gleich zwei Häfen Schiffe des Einsatz- und Ausbildungsverbandes 2010 (EAV 2010) willkommen geheißen: Die Fregatten NIEDERSACHSEN und BRANDENBURG liefen in ihren Heimathafen Wilhelmshaven ein, der Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN machte zeitgleich im Marinestützpunkt Kiel fest.
Am 10. Januar sticht der Einsatz- und Ausbildungsverband 2010 in See. Mit dabei sind die Fregatte BRANDENBURG, die Fregatte NIEDERSACHSEN und der Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN. Nach 158 Tagen und einer Strecke von 28.600 Seemeilen, mehr als einmal um die Welt, kehren die Einheiten am 18. Juni in ihre Heimathäfen Wilhelmshaven und Kiel zurück. Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Marco von Kölln nahm der Verband an einer Vielzahl von Übungen teil. Die Redaktion sprach mit ihm über die Aufgaben des Verbands, Hafenbesuche und worauf er sich nach dem Einlaufen freut.
In den letzten vier Monaten hat der Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) 2010 eine Vielzahl von Übungen mit Marinen aus verschiedenen Ländern absolviert. Darunter die Vereinigten Staaten von Amerika, Spanien, Frankreich, Portugal, Griechenland, Israel und Südafrika. Kurz vor dem Einlaufen in Istanbul absolviert der EAV gemeinsame Manöver mit der Türkischen Marine.
Langsam gleitet das Schiff durch die Weiten des Mittelmeeres. Plötzlich ist ein leises Motorengeräusch zu hören, das schnell lauter wird. Von der Brücke des Schiffes sind zwei kleine Schlauchboote zu erkennen, die sich sehr schnell nähern, an Bord vermummte Personen mit Waffen– ein Piratenangriff!
Der Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) 2010 der Marine hat als erster deutscher Flottenverband Israel besucht. In Haifa/Israel haben die Besatzungen ein vielfältiges Programm absolviert, das unter anderem die Zusammenarbeit der beiden Partner vertiefen soll. Zum Abschluss fanden vor der Küste Israels gemeinsame seemännische Manöver statt.
Auch mitten in den Weiten des Atlantischen Ozeans können sich Wege kreuzen, vor allem an besonderen Punkten. So kreuzten sich die Wege des Einsatz- und Ausbildungsverbandes 2010 mit denen des US Forschungsschiffes der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA - Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten) RONALD H. BROWN.
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