Berichte von dem „Sea King“ Mk 41
An einem sonnigen Herbsttag geht Kapitänleutnant Philipp Pottmeyer über den Start- und Landeplatz der Naval Airbase Culdrose. Wie immer weht an der südwestlichsten Spitze Großbritanniens ein leichter Wind. Hubschrauber und Flugzeuge glänzen in der Mittagssonne. Doch jede Minute kann die Ruhe vorbei sein, denn Pottmeyer hat Bereitschaft. Wenn ein Notruf eingeht, schnappt er sich seinen Helm und seine Fliegerausrüstung, holt sich die Einsatzdaten aus dem Flugbüro und hebt ab. Mit dem Helikopter vom Typ „Sea King“fliegt er dann über die aus zahlreichen Filmen bekannte Steilküste von Cornwall, um bei einem Search and Rescue - Einsatz (SAR) ein weiteres Mal ein Menschenleben zu retten.
Das Schlimmste ist mittlerweile überstanden. Der Brand auf der Ostseefähre LISCO GLORIA ist gelöscht. 236 Passagiere und die Besatzung konnten gerettet werden. Das Unglück, welches sich in der Nacht zum Samstag auf dem Schiff während der nächtlichen Fahrt von Kiel nach Klaipeda (Litauen) nach einer Explosion ereignete, nahm für alle Beteiligten ein glimpfliches Ende. Die Deutsche Marine beteiligte sich ebenfalls an den Rettungsmaßnahmen.
„Wenn du das Gefühl mit drei Worten beschreiben müsstest, was wären es für Worte?“ Ich wende mich kurz ab und schaue in die Ferne. Drei Worte? Hm. „Ich habe mich sicher gefühlt. Also „sicher“ wäre das erste Wort; super; und unwirklich. Sicher, super und unwirklich - ja, das trifft es ziemlich genau.“
Am Samstag, dem 26. Juni stand der Tag der offenen Tür in Kiel-Holtenau im Zusammenhang mit dem diesjährigen SAR (Search and Rescue)-Meet. Hier trafen sich SAR-Flieger verschiedener Nationen, um einander kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Insgesamt waren neben den eigenen Hubschraubern des Marinefliegergeschwaders 5 (MFG 5) insgesamt 20 weitere Maschinen aus dem In- und Ausland auf dem Flugplatz zu sehen.
Beim Abflug wird es laut: Wenn ein SEA KING von dem kleinen Start- und Landeplatz am Ufer der Kieler Förde abhebt, kann man sich noch in einiger Entfernung kaum unterhalten. Mehr als neun Tonnen kann der mit 3000 PS angetriebene Rotor in der Luft halten – der Lärm ist also verständlich.
Am 23. und 24. März fand zum ersten Mal die Arbeits- und Ausbildungsbörse rund um die Luftfahrt auf dem Flughafen in Neubrandenburg/Trollenhagen statt. Organisator der Messe war die Bundesagentur für Arbeit. Unter den rund 30 Ausstellern präsentierte sich auch die Marine. Neben einem SEA KING Hubschrauber des Marinefliegergeschwaders 5 (MFG 5) stand auch das Info-Mobil für alle Teilnhemer bereit. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte ein Simulator.
Durch den Einsatz eines Marinehubschraubers wurden am 5. und 6. Januar innerhalb von 24 Stunden zwei Säuglinge gerettet. Sowohl der aus Schwerin stammende dreimonatige Junge, wie auch der am Tag zuvor transportierter Säugling aus Oldenburg, litten unter Herzproblemen. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen konnte an keinem der beiden Tage ein ziviler Rettungshubschrauber starten. Daraufhin wurde der rund um die Uhr bereitstehende SAR-Hubschrauber vom Marinefliegergeschwader 5 (MFG 5) aus Kiel-Holtenau alarmiert.
Weil der gelernte Kfz-Mechaniker Marco Brunn nach acht Jahren Tätigkeit als Hubschraubertechniker bei der Marine eine neue Herausforderung suchte, "ließ ich mich zum Bordmechaniker ausbilden", sagt er rückblickend. Seit 1993 bildet der heute 51-Jährige andere "zum wichtigsten Mann des Marinehubschraubers „Sea King“aus".
Eben noch den Schraubenschlüssel in der Hand greift sie nun mit ölverschmierten Händen nach einem Lappen. Katja Küspert arbeitet unauffällig hinter den Kulissen der Marineflieger in Kiel. Doch ohne sie läuft nichts!
Der SEA LYNX MK 88 A ist der Bordhubschrauber deutscher Fregatten. Er wird zur Aufklärung, Evakuierung und im Gefecht eingesetzt. Wer zum SEA LYNX-Piloten ausgebildet wird, erlebt viele spannende und fordernde Momente.
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