Berichte der Fregatte „Brandenburg“
Erstmalig nimmt der Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) 2010 der Marine an einem Auslandseinsatz der Bundeswehr teil. Bei der Operation ACTIVE ENDEAVOUR beteiligt sich der Verband an dem NATO-Einsatz zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus.
Nach langer Vorbereitung begann die Ausbildung an Bord der Marineschiffe für den 3. Törn der Offizieranwärter (OA). Von Accra in Ghana bis nach Souda Bay auf Kreta sind die Kadetten im Rahmen des Einsatz- und Ausbildungsverbandes 2010 (EAV 2010) als fester Bestandteil der Besatzung eingeschifft. Die ersten zwei Wochen sind vorbei und damit auch die Schonzeit. Jetzt steigen die Erwartungen an die OA, das an der Marineschule Mürwik und in den ersten Tagen an Bord erlernte im Seebetrieb des Schiffes umzusetzen.
Besatzungsmitglieder der Fregatte BRANDENBURG besuchten die alte kurbrandenburgische Kolonie in Ghana. Ein herzlicher Empfang mitten im Dschungel, Spuren europäischer Kultur und die tropische Hitze West-Ghanas erwarteten die Seeleute.
„Goodbye South Africa.“
Mit Wehmut, aber auch mit Vorfreude sind die Einheiten des Einsatz- und Ausbildungsverbands (EAV) nach dem fast einmonatigen Aufenthalt in den Gewässern rund um das Kap der Guten Hoffnung wieder in Richtung Norden aufgebrochen. Vier Wochen lang bestimmten die Übungsvorhaben des Manövers GOOD HOPE den Tagesablauf des EAV. Eine harte und sehr fordernde Zeit für alle Marinesoldaten. Der Verband ist jetzt für mögliche auf ihn zukommende Einsätze gerüstet. Diesen hohen Ausbildungsstatus gilt es auf dem Rest der Reise zu erhalten und sogar weiter auszubauen. Daher standen schon auf dem Weg nach Accra in Ghana neue Herausforderungen auf dem Serial Plan.
Vier Wochen trainierten Marine und Luftwaffe vor der Küste Südafrikas für künftige Einsätze. Ein Höhepunkt der Übung GOOD HOPE: der scharfe Schuss mit Lenkflugkörpern.
Mitten im südafrikanischen Township Masiphumelele wurde im Jahr 2002 ein Waisenhaus errichtet, welches sich um Kinder kümmert, die ihre Eltern durch die Immunschwächekrankheit AIDS verloren haben. Momentan leben dort 18 Kinder im Alter von 2 bis 19 Jahren, von denen der größte Teil ebenfalls mit HIV infiziert ist. 16 davon verbrachten aufregende Stunden an Bord der Fregatte BRANDENBURG und vier Marinesoldaten anschließend eine schöne, aber nachdenkliche Zeit in HOKISA – dem Home For Kids In South Africa.
Immer wieder kommt es in der Welt zu Naturkatastrophen. Hilfe und Unterstützung erfolgt meist auf dem See- oder dem Luftweg. So kann auch die Marine jederzeit kurzfristig den Auftrag zur Hilfeleistung erhalten. Damit die Marinesoldaten dann nicht unvorbereitet sind, trainieren sie den Katastrophenfall beim sogenannten „Disaster Exercise“
(DISTEX). Die Fregatte BRANDENBURG als Einheit des Einsatz- und Ausbildungsverbandes (EAV) 2010 nahm erfolgreich in Südafrika an einer solchen Übung der dortigen Marine teil.
„Die abgelaufene Woche war gespickt mit vielen Herausforderungen. Lange Tage mit wenig Schlaf, an denen wir immer wieder unsere ganze Flexibilität unter Beweis stellen mussten. Sehen Sie Simon’s Town als einen Arbeitshafen, aber versuchen Sie auch, sich ein wenig auszuruhen. Denn die nächste Woche wird genauso intensiv.“
Der Erste Offizier (IO) der Fregatte BRANDENBURG, Korvettenkapitän Hilko Klöver, fand bei der Einlaufmusterung sicher ähnliche Worte wie die IO der NIEDERSACHSEN und der FRANKFURT AM MAIN. Der EAV steht mitten im Manöver GOOD HOPE IV und hat noch umfangreiche Übungsaufgaben zu bewältigen.
Interview mit Egon Kochanke, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Namibia. Botschafter Kochanke war beim Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) auf dessen Fahrt von Walvis Bay (Namibia) nach Simon’s Town (Südafrika) auf dem Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN eingeschifft. Er gab dieses Interview nach Besuch des Gottesdienstes auf der Fregatte BRANDENBURG, dem Flaggschiff des EAV 2010.
Fünf Tage nach dem Verlassen von Walvis Bay in Namibia lief der Einsatz- und Ausbildungsverband am 15. Februar 2010 in den Hafen von Simon’s Town ein. Der wichtigste Stützpunkt der Südafrikanischen Marine (SAN) dient den teilnehmenden deutschen Schiffen als Basis während des Manövers GOOD HOPE IV. Gemeinsam mit den südafrikanischen Streitkräften werden die Deutsche Marine und Luftwaffe rund einen Monat lang vor den Küsten des Landes üben - vor allem den „scharfen Schuss“.
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