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EAV unterstützt Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN

In See, 14.05.2010, Timo Petersen (PIZ Marine).
Langsam gleitet das Schiff durch die Weiten des Mittelmeeres. Plötzlich ist ein leises Motorengeräusch zu hören, das schnell lauter wird. Von der Brücke des Schiffes sind zwei kleine Schlauchboote zu erkennen, die sich sehr schnell nähern, an Bord vermummte Personen mit Waffen– ein Piratenangriff!

Offizieranwärter des 3.Törns werden per Crosspol für einen Tag unter den Einheiten des Einsatz-und Ausbildungsverband ausgetauscht.
Austausch per Speedboot (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ricarda Schönbrodt)Größere Abbildung anzeigen

Das Schiff funkt SOS (Notsignal). Die Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN empfängt den Notruf und fährt dem Hilfesuchenden mit Höchstgeschwindigkeit entgegen. Der Bordhubschrauber hebt ab, um die Angreifer zu vertreiben. Als die Piraten den Hubschrauber entdecken, drehen sie ab. Mit hoher Geschwindigkeit fahren sie zurück zu ihrem Mutterschiff.

Das Mutterschiff ist in diesem Fall die Fregatte BRANDENBURG, welche die Attacke mit ihrem Speedboot simuliert hat. Gemeinsam mit dem Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN, der die Rolle des angegriffenen Schiffes übernommen hat, und der Fregatte NIEDERSACHSEN bildet sie den Einsatz- und Ausbildungsverband 2010 der Deutschen Marine.

Die Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN, die am 3. Mai ihren Heimathafen in Wilhelmshaven verlassen hat, befindet sich dagegen auf dem Weg zum Horn von Afrika, um sich an der Operation ATALANTA zu beteiligen. Ihr vorrangiges Ziel wird es sein, die Nahrungsmitteltransporte für das Welternährungsprogramm vor Angriffen von Piraten zu schützen.

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Der Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN führt ein Multi-Ship-RAS mit den Fregatten BRANDENBURG, SCHLESWIG-HOLSTEIN und NIEDERSACHSEN durch.
Versorgungsmanöver in See (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ricarda Schönbrodt)Größere Abbildung anzeigen

Einmaliges Manöver

Neben den einsatzvorbereitenden Übungen führt der EAV 2010 gemeinsam mit der SCHLESWIG-HOLSTEIN weitere seemännische Manöver durch. Ein besonders anspruchsvolles Manöver ist dabei die Übernahme von Kraftstoff in einem sogenannten RAS-Manöver (Replenishment At Sea) an drei Versorgungsstationen gleichzeitig. „Zum ersten Mal werden drei Schiffe gleichzeitig durch einen Einsatzgruppenversorger (EGV) betankt. Bei diesem anspruchsvollen Manöver arbeiten alle Beteiligten Hand in Hand. Jeder muss sich auf den anderen verlassen. Allein den geringen Abstand zwischen den Schiffen exakt konstant zu halten ist eine seemännische Meisterleistung“, so der Kommandeur des Einsatz- und Ausbildungsverbandes, Fregattenkapitän Marco von Kölln.

Bei dem Manöver fahren die beiden Fregatten BRANDENBURG und SCHLESWIG-HOLSTEIN auf bis zu 35 Meter an die Seiten des EGV FRANKFURT AM MAIN heran und übernehmen dicke, schwarze Kraftstoffschläuche an Stahlseilen. Die NIEDERSACHSEN fährt gleichzeitig unmittelbar hinter dem Versorger und übernimmt aus einem weiteren Schlauch mit einer Bug-Heck-Versorgung Kraftstoff. Nach etwa einer Stunde der Kraftstoffübernahme beenden die vier beteiligten Schiffe das Manöver. Die Verbindungen werden getrennt und die Fregatten staffeln ab.

Am späten Abend trennen sich die Wege des EAV und der SCHLESWIG-HOLSTEIN wieder. Während die SCHLESWIG-HOLSTEIN ihrem Einsatzgebiet am Horn von Afrika entgegenfährt, hat der Einsatzgruppenversorger des derzeit größten deutschen Flottenverbandes einen neuen Auftrag. Vorgesehen ist ein RAS-Manöver mit der französischen Fregatte COMMANDANT BIROT, die den Kurs des Verbandes kreuzt.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: 


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