Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Einheiten der Marine > Fregatten > Baden-Württemberg-Klasse F 125 > Drittes Schiff der neuen Fregattenklasse 125 getauft

Drittes Schiff der neuen Fregattenklasse 125 getauft

Hamburg, 04.03.2016.
Das dritte von insgesamt vier geplanten Schiffen der neuen Fregattenklasse 125 trägt seit dem 4. März einen Namen. Getauft wurde das knapp 150 Meter lange Marineschiff am Standort von Thyssen Krupp Marine Systems in Hamburg auf den Namen „Sachsen-Anhalt“.

Die F 224 „Sachsen-Anhalt“ mit Namensbanner.

Taufe der neuen Fregattenklasse 125 (Quelle: 2016 Bundeswehr / Alexander Gottschalk)Größere Abbildung anzeigen

Zahlreiche hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Militär folgten der Einladung in die Hamburger Bauwerft von Thyssen Krupp Marine Systems. Frau Dr. Gabriele Haseloff, die Ehefrau des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, verlieh dem Schiff höchstpersönlich seinen Namen: „Ich taufe dich auf den Namen ´Sachsen-Anhalt´.“ Damit übernahm sie sogleich die Patenschaft für das Schiff. „Ich werde diese Aufgabe ernst nehmen und meine Gedanken werden stets bei Mannschaft und Schiff sein.“ Es ist guter Brauch in der Seefahrt, dass die Namensgebung ausschließlich Damen überlassen bleibt.

Für alle Szenarien bereit

Die Fregatte wurde am 8. April 2014 in Hamburg auf Kiel gelegt. Der Zulauf des Typschiffs „Baden-Württemberg“ in die Flotte wird für Mitte 2017 am künftigen Heimathafen Wilhelmshaven erwartet. Die vier Fregatten der F 125-Klasse ersetzen die acht Fregatten der Klasse 122 (Typschiff Bremen), welche nach und nach außer Dienst gestellt werden. Die Schiffe wurden speziell für die heutigen und zukünftigen Einsatzszenarien der Deutschen Marine entwickelt. Die traditionellen Aufgaben, wie Landes- und Bündnisverteidigung sind durch Aufgaben der Konfliktverhütung, Krisenbewältigung sowie Eingreif- und Stabilisierungsoperationen im internationalen Rahmen erweitert worden.

Die Fregatte „Sachsen-Anhalt“ in der Hamburger Bauwerft.

Drittes Schiff der Fregattenklasse 125 hat einen Namen (Quelle: 2016 Bundeswehr / Alexander Gottschalk)Größere Abbildung anzeigen

Betrieben wird die „Sachsen-Anhalt“ neben den drei Schwesterschiffen zum Ende des Jahrzehnts von insgesamt acht Besatzungen mit jeweils 120 Soldatinnen und Soldaten. Die Marine spricht von einem Mehrbesatzungsmodell, bei dem diese acht Crews als geschlossene Teams in einem festgelegten Rotationsprinzip auf den vier Schiffsplattformen eingesetzt werden. „Hierdurch werden wir die Abwesenheitsbelastung unserer Besatzungen verringern, die Planbarkeit erhöhen und so einen wesentlichen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Dienst und Familie leisten“, so der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause. Dies ermöglicht den Besatzungsangehörigen planbare und auf vier Monate am Stück beschränkte Abwesenheitszeiten von der Heimat. Durch den Einsatz wartungsarmer Technologien wird es zusätzlich möglich sein, diese modernen Schiffe bis zu zwei Jahre im Einsatzgebiet zu belassen. So können die sonst erforderlichen Transitzeiten auch in entlegene Seegebiete reduziert und die Verfügbarkeit für die Kernaufgaben der Marine erhöht werden. „International sind wir mit diesen Konzepten Vorreiter und die Fregatte F 125 wird zum Aushängeschild der Deutschen Marine“, mit diesen Worten beendete Vizeadmiral Krause seine Ansprache.

Mit einer Länge von knapp 150 Metern und einer Verdrängung von 7000 Tonnen werden die neuen Fregatten die größten Kampfschiffe in der Deutschen Marine sein.


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 08.03.16 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.ueberuns.einheiten.fregatten.badenwuerttembergf125&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB070000000001%7CA7QNJG799DIBR