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Erster Ausbildungstörn der „Gorch Fock“ erfolgreich abgeschlossen

Horta, 21.02.2013.
Es ist Halbzeit für den ersten Teil der Crew VII 2012 auf ihrer Ausbildungsreise durch den Atlantik. Am 19. Februar ist das Segelschulschiff „Gorch Fock“ in den Hafen von Horta eingelaufen. Während ihrer 14-tägigen Seefahrt wurden den 96 Kadetten seemännische Grundfertigkeiten vermittelt. Stammbesatzung und Offizieranwärter haben die Erwartungen erfüllt.

Die „Gorch Fock“ hat am Hafen von Horta festgemacht.

Erstes Ziel erreicht (Quelle: © 2013 Bundeswehr / „Gorch Fock“)Größere Abbildung anzeigen

Der Kommandant, Kapitän zur See Helge Risch ist mit dem ersten Ausbildungsabschnitt zufrieden: „Was den bisherigen Verlauf der Ausbildungsreise betrifft, so bin ich sehr zufrieden. Wir steigern uns nach und nach vom leichten zum schwierigen.“ Nach der fordernden Segelausbildung haben die jungen Offizieranwärter (OA) nun neben der Hafenwachroutine etwas Zeit durchzuatmen und für einen ersten Landgang.

Vor dem Auslaufen am 5. Februar von der Insel Gran Canaria, durchliefen die Kadetten zwei Wochen Segelvorausbildung im Hafen von Las Palmas, bis es dann auf große Fahrt ging.

Stolz auf unser Schiff

Die erste Crew zu sein, die seit 2010 wieder ihre seemännische Ausbildung auf der „Gorch Fock“ verbringen kann, erfüllt den Offizierlehrgang mit Stolz und schreiben über ihre Erfahrungen:

Mit großen Erwartungen, Hoffnungen und Wünschen begannen wir unsere Reise am 21. Januar auf dem Rollfeld des Hamburger Flughafens. Als wir mit dem Bus in das Marinearsenal der Spanischen Marine in Las Palmas einbogen, sich die drei Masten vor uns erhoben und wir die „Gorch Fock“, die für die nächsten sieben Wochen unser zu Hause werden sollte, zum ersten Mal erblickten, überkam uns alle eine Gänsehaut und ein erhabenes Gefühl – das Segelschulschiff „Gorch Fock“, das ist schon etwas wahrlich besonderes.

Mit den ersten Schritten auf die Stelling wurden wir gänzlich von vielen neuen Eindrücken eingenommen und herzlich von der Stammbesatzung in Empfang genommen. Unsere gemeinsame Route würde uns von den Kanaren über die Azoren nach Lissabon führen. Nach den ersten drei Tagen voller administrativer Punkte und diverser Einweisungen ging es endlich in die Wanten. Nach sorgsamer Trockenübung auf dem „Gortopp“, also dem neuen Übungsmast in Flensburg an der Marineschule Mürwik, waren für uns das „Enter auf“ und das „Leg aus“ zwar keine neuen Begriffe mehr, doch auf dem Segelschulschiff ganz real, auch wenn wir zunächst im Hafen liegend übten, war es etwas ganz schön Aufregendes.

Offizieranwärter während der Ausbildung.

Erster Ausbildungstörn auf der „Gorch Fock“ (Quelle: © 2013 Bundeswehr / „Gorch Fock“)Größere Abbildung anzeigen

Wir wurden Schritt für Schritt an die einzelnen Arbeiten und Aufgaben in der Takelage herangeführt und lernten mit der Zeit immer mehr Manöverabläufe kennen, die wir „trocken“ an der Pier durchführten. Je mehr Übung und Routine wir in den Abläufen bekamen, desto mehr verstanden wir die Zusammenhänge, so wie Sinn und Zweck. So zum Beispiel das Lernen der Segeletagen und der 183 Belegnägel; ohne das Beherrschen solcher Grundlagen wäre ein reibungsloser Ablauf an Deck nicht möglich. Das allein war für uns Motivation genug, soviel und so schnell wie möglich alles Unbekannte in uns aufzusaugen und zu verinnerlichen.

Generell lebten wir uns an Bord schnell in die Abläufe ein, das allabendliche Spannen und Schnüren der Hängematten wurde genauso schnell zum Alltag, wie der Empfang des Essens in der Kombüse oder das Leben in der Hafenwachroutine. Nach wenigen Tagen schien alles ganz normal und die „Gorch Fock“ mit unseren Hängematten wurde in gewisser Weise unser zu Hause. Trotz der Anstrengungen der langen Tage, welche selbst sonntags um 6.20 Uhr mit der Hängematte im Arm auf dem Mitteldeck begannen, und dem Aufentern und Tampenziehen unter der strahlenden Sonne Las Palmas ließen wir es uns nicht nehmen in der knapp begrenzten freien Zeit die Insel kennenzulernen. Diese schöne, wenn auch anstrengende Zeit auf Gran Canaria ließen wir dann hinter uns und liefen nach erfolgreich bestandenem Nachtsegelexerzieren - eine Feststellung der Segelfähigkeit der Crew durch den Ersten Offizier und den Kommandanten - endlich aus auf unsere erste Ausbildungsreise.

Nächste Ausbildungsetappe

Nach dem Hafenaufenthalt in Horta geht es am 22. Februar für die OA auf zur nächsten Ausbildungsetappe. „Das Wichtigste für mich ist jedoch, dass die jungen Lehrgangsteilnehmer sich bei uns an Bord gut "aufgehoben" fühlen und mit Freude und Engagement die ersten Schritte in ihrem künftigen Berufsfeld machen - und das ist im Moment der Fall und freut mich persönlich sehr“, so der Kommandant.

Am 8. März wird die „Gorch Fock“ in Lissabon einlaufen und dort auf den Einsatz- und Ausbildungsverband treffen.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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