Engagement in Djibouti
Im Rahmen des globalen Kampfes gegen den Terror engagieren sich auch US-Streitkräfte in Djibouti. In der Nähe von Ambouli, dem Flughafen der Hauptstadt, befindet sich das Camp Lemonier, das wie aus dem Nichts in der Halbwüste um den Flughafen entstand. Über ca. 1.500 US-Soldaten arbeiten dort und starten regelmäßig mit Hubschraubern oder Flugzeugen vom Airport.
Französisches Engagement
Auch Frankreich unterhält in Djibouti größere Truppenteile. Insgesamt 5.000 Männer und Frauen, verteilt auf mehrere Kasernen in und um die Stadt, leisten in Djibouti ihren Dienst. Das Engagement geht auf den 1977 beendeten kolonialen Status zurück. Djibouti vereinbarte mit Frankreich eine gemeinsame Verteidigung / Garantie der territorialen Souveranität. Dem werden die Franzosen mit der Präsenz ihrer Truppe im Lande gerecht.
Stimmung in der Bevölkerung
Die Deutschen wurden in Djibouti freundlich aufgenommen. Nicht selten wird einem „Vive l’Allemagne!“ zugerufen oder „Daumen hoch“ als Zeichen der Freundschaft gezeigt. In Djibouti war die Bevölkerung durchaus in der Lage, zwischen Kriegsparteien und Nicht-Kriegsparteien zu unterscheiden. Die deutschen Soldaten sind in Djibouti noch genauso willkommen und respektiert, wie vor der Intervention im Irak. Gleichwohl wurden auch am Horn von Afrika als Präventivmaßnahme die Sicherheitsvorkehrungen bei den deutschen Liegenschaften in angemessenem Umfang erhöht, um auf Zwischenfälle schnell und besonnen reagieren zu können.
Bedeutung Djiboutis
Als Ausgangspunkt der OPERATION ENDURING FREEDOM war und ist die Marine auf den Verbündeten Djibouti angewiesen. Die Marinelogistikbasis im Einsatzgebiet (MLBE) koordiniert die logistische Unterstützung der seegehenden Einheiten.
Der deutsche Einsatzverband am Horn von Afrika wird sowohl auf dem Seeweg als auch auf dem Luftweg versorgt. Mit zivilen Frachtern werden aus Deutschland Versorgungsgüter nach Djibouti gebracht. Transportflugzeuge der Luftwaffe liefern in regelmäßigen Abständen vor allem solche Güter, die kurzfristig benötigt werden.

