Aktuelles von Atalanta
Mit der Übergabe an ein Team der finnischen Marine am 15. März endet offiziell der Schutzauftrag des deutschen AVPD auf der „Caroline Scan“ am Horn von Afrika. Seit dem 19. Oktober 2012 schützten die Marinesoldaten die Hilfstransporte des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen nach Somalia.
Mit den Klängen des Marinemusikkorps Nordsee verließ die Fregatte „Augsburg“ am 18. März den Marinestützpunkt Wilhelmshaven in Richtung Horn von Afrika. Die rund 230-köpfige Besatzung unter dem Kommando von Fregattenkapitän Bernhard Veitl löst nach einem 14-tägigen Transit die Fregatte „Karlsruhe“ im Einsatzgebiet der EU-Mission Atalanta ab.
Der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogramms, die Überwachung der Seewege sowie die Eindämmung der Piraterie ist seit 2008 der Auftrag der Marine am Horn von Afrika. Die Fregatte „Karlsruhe“ hat am 18. November 2012 die „Sachsen“ aus dem Einsatz abgelöst. Von Bord berichtet regelmäßig Oberleutnant zur See Matthias G.
Vor 50 Jahren wurde mit dem Élysée-Vertrag die deutsch-französische Freundschaft und Zusammenarbeit besiegelt. Was am 22. Januar 1963 mit den Unterschriften von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer als Friedensvertrag begann, ist heute auch am Horn von Afrika zu gelebter Partnerschaft geworden. Deutsche und französische Soldaten begingen den 50. Jahrestag der Vertragsunterzeichnung in Dschibuti.
Der Tag von Stabsbootsmann Karsten K. beginnt in der Regel sehr früh und endet häufig sehr spät. Er ist einer von drei Überwasseroperatoren und Mitglied der zwölfköpfigen Crew des Seefernaufklärers P-3C „Orion“ am Horn von Afrika.
Geschäftiges Treiben herrscht kurz nach dem Jahreswechsel im Hafen von Dschibuti. Neben mehreren Tausend Tonnen Mais, die für das notleidende Somalia verladen werden, wechselt nach drei Monaten das Personal des deutsche AVPD Team (Autonomous Vessel Protection Detachment) auf der Caroline Scan.
Knapp 10.000 Kilometer Entfernung, acht Stunden Flug und 20 Grad Temperaturunterschied liegen zwischen Deutschland und dem Einsatzgebiet Atalanta in Dschibuti. Mit dabei: Staatssekretär Thomas Kossendey und Abgeordnete des Bundestages. Im Gepäck: Ein Tonaufnahmegerät und ein Fotoapparat. Das Gastgeschenk: Eine Kollage mit Gedanken von Parlamentariern aus Bundestag und Grüße aus dem Kreis der Familie.
Der Containerfrachter „MSC Jasmine“ wurde 250 Seemeilen östlich von Somalia von Piraten mit Waffen angegriffen. Der Angriff konnte vom besatzungseigenen Sicherheitspersonal abgewehrt werden. Das attackierte Schiff meldete den Vorfall. Die zweite Tageshälfte erschien den Piraten für den Angriff geeignet – widrige Sichtverhältnisse, geringe Radarreichweiten und schlechtes Wetter spielten den Angreifern in die Hände.
Das Horn von Afrika gehört seit Jahren zu den am stärksten von Piraterie gefährdeten Gebieten der Welt. Nachrichten von Angriffen durch Piraten oder entführten Handelsschiffen machten Schlagzeilen. Doch nun scheint im Kampf gegen die Piraterie eine Trendwende erreicht zu sein. Im vergangenen Jahr 2012 nahm die Zahl der Übergriffe dramatisch ab.
50 Marineflieger der Einsatzgruppe P-3C sind derzeit am Horn von Afrika stationiert. Auch an den Feiertagen haben sie ihre Aufklärungsflüge durchgeführt.
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