Aktuelles von Atalanta
Die Deutsche Marine soll künftig auch gegen Piraten am Küstenstreifen von Somalia vorgehen dürfen. Das sieht das mögliche neue Bundeswehrmandat für die Anti-Piraterie-Mission Atalanta vor, das am 10. Mai im Bundestag zur Abstimmung ansteht.
Die „Bremen" verließ am 7. Mai den Marinestützpunkt Wilhelmshaven in Richtung Horn von Afrika. Unter den Klängen des Marinemusikkorps Nordsee verabschiedeten zahlreiche Angehörige die Besatzung in den Einsatz. Ab Ende Mai beteiligt sich die Fregatte an der Anti-Piraterie-Mission der Europäischen Union.
Seit 2008 beteiligt sich die Deutsche Marine am Horn von Afrika an der europäischen Anti-Piraterie-Operation Atalanta. Um die Schiffe und Aufklärungsflugzeuge der Deutschen Marine bei ihrem Auftrag zu unterstützen, sind in Dschibuti Bundeswehrsoldaten in der Deutschen Verbindungs- und Unterstützungsgruppe (DVUG) eingesetzt. Zu ihnen zählt auch Christian U. aus Nieder-Wiesen im Landkreis Alzey-Worms. Wegen seiner ungewöhnlichen Aufgabe wird er von allen nur „Wasserbüffel“ genannt.
Um die Ausweitung des Einsatzgebietes für deutsche bewaffnete Streitkräfte, die im Rahmen der EU-geführten Mission Atalanta vor der Küste Somalias engagiert sind, ging es am 26. April im Bundestag. Eine Anpassung des nationalen Mandats ist dafür notwendig. Verteidigungsminister Thomas de Maizière warb im Bundestag um die Zustimmung der Parlamentarier.
Eine Ausweitung des Einsatzgebietes für deutsche bewaffnete Streitkräfte, die im Rahmen der EU-geführten Mission Atalanta vor der Küste Somalias engagiert sind, hat das Bundeskabinett in seiner 99. Sitzung am 18. April beschlossen. Der Bundestag muss dem Kabinettsbeschluss zustimmen. Die erste Lesung im Parlament findet voraussichtlich in der kommenden Woche statt.
Seit Dezember 2011 befindet sich der Marinesoldat Hauptbootsmann Kevin B. in Afrika im Auslandseinsatz. Im Rahmen der EU-geführten Antipiraterie-Operation Atalanta ist er Proviantmeister für die deutschen Soldaten am Horn von Afrika. Allerdings sorgt er nicht nur für das leibliche Wohl seiner Kameraden, sondern engagiert sich vor Ort auch sozial.
Seit Anfang April ist die Deutsche Marine wieder mit einem Seefernaufklärer vom Typ P-3C „Orion“ bei der Operation Atalanta (OAA) vertreten. Am 8. April startete „Jester“
, so das Rufzeichen des Flugzeuges, von Dschibuti aus zu seinem ersten Einsatzflug. Am „Steuer“
der Maschine saß Torsten B. Für den Kapitänleutnant stellte der Premierenflug am Ostersonntag einen wichtigen Baustein in seiner Laufbahn als Marineflieger dar.
Vier Monate führte Vizeadmiral Jorge Manso aus Spanien den maritimen Einsatzverband der Operation EU NAVFOR Atalanta. Am 7. April übergab er das Kommando über die Schiffe und Luftfahrzeuge der Task Force 465 (TF 465) an seinen Nachfolger, den französischen Vizeadmiral Jean-Baptiste Dupuis.
Eine P-3C ORION des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“
aus Nordholz auf dem Weg in den Einsatz. Zwei Monate lang nimmt die Besatzung des Seefernaufklärers an der Operation ATALANTA am Horn von Afrika teil - eine Herausforderung für Mensch und Material, die Vorbereitung entsprechend umfangreich. Von Djibouti aus wird die ORION zu ihren Aufklärungsflügen starten.
Zur Hälfte des Einsatzes kann der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ eine positive Zwischenbilanz ziehen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Deutschen Marine, dass ein Einsatzgruppenversorger als Fregattenäquivalent eingesetzt wird. Die „Berlin“ konnte schnell ihre Fähigkeiten bei der Pirateriebekämpfung unter Beweis stellen.
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