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Vorreiterrolle bei UNIFIL

Glücksburg, 14.05.2012, Bundeswehr „aktuell“.
Kapitän zur See Gerald Koch war bis Ende April als Commander Task Group (CTG) des deutschen Einsatzkontingents UNIFIL eingesetzt. Im Interview mit „aktuell“ sprach er über den Einsatz vor der Küste des Libanons und zog ein positives Fazit.

Angetretene Marinesoldaten mit der Flagge der UNIFIL Mission.
United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Bundesregierung)Größere Abbildung anzeigen

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Wie sind Sie auf Ihre Aufgabe als CTG vorbereitet worden?

Durch die zurückliegende Verwendung als Geschwaderkommandeur sowie die jetzige Tätigkeit als Leiter des Einsatzstabes im Flottenkommando habe ich Erfahrung in den Bereichen Führung und Einsatz sammeln können, unter anderem auch bei der multinationalen Übung „Northern Coasts“ im vergangenen Jahr. Einweisungen im Flottenkommando sowie im Einsatzführungskommando der Bundeswehr haben die Vorbereitungen ergänzt. Daneben habe ich neueste Erfahrungsberichte studiert und mich mit Vorgängern ausgetauscht.

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Wie gestaltete sich die internationale Zusammenarbeit mit den libanesischen Streitkräften und den Vereinten Nationen?

Das Verhältnis und das permanente Miteinander sowohl mit den libanesischen Streitkräften als auch mit den Vereinten Nationen sind unkompliziert, konstruktiv und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Die Zusammenarbeit mit der libanesischen Marine kann mittlerweile sogar als freundschaftlich bezeichnet werden. Deutschland genießt im Libanon großes Ansehen und wird hoch geschätzt, insbesondere in der Unterstützung zum Aufbau der Marine. Hier hat Deutschland durch Ausrüstungshilfe und Ausbildungsunterstützung eine Vorreiterrolle übernommen.

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Kürzlich haben Sie mit den zyprischen Streit- und Sicherheitskräften vor der Küste Zyperns eine gemeinsame Übung durchgeführt. Was war der Übungsinhalt und welche Einheiten waren beteiligt?

Kerninhalt der Übung war die simulierte Kollision eines Schiffes, dargestellt durch den Tender „Rhein“, und das anschließende Koordinieren der Rettungsmaßnahmen, um Verfahrensabläufe zum Retten und Bergen zu trainieren. Im Vordergrund stand daher zunächst das MEDEVACVerfahren (Medical Evacuation). Hierbei wurden mehrere Decklandungsübungen von Hubschraubern durchgeführt und Soldaten per Winde vom Tender abgeborgen. An der Übung nahmen von deutscher Seite neben dem Tender das Minenjagdboot „Auerbach/Oberpfalz“ teil, Zypern beteiligte sich mit dem „Joint Rescue Coordination Centre“ in Larnaca, drei Hubschraubern von Polizei und Luftwaffe sowie insgesamt sechs Booten der Marine, der Polizei und des Fischereiministeriums.

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Kapitän zur See Gerald Koch
Kapitän zur See Gerald Koch (Quelle: © 2012 Bundeswehr / einsatz.bundeswehr.de)Größere Abbildung anzeigen

Was kommt nach dem Einsatz für Sie als nächstes?

Als Leiter eines Einsatzstabes muss ich sagen: Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Zunächst steht die Einsatznachbereitung an, das heißt, das Auswerten von Erkenntnissen. Daran schließt sich ein Kurzurlaub an, bevor es in der zweiten Jahreshälfte mit dem Planen und Vorbereiten von Übungen weitergeht.

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Stand vom: 07.08.12 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.aktuelle.einsatze.unifil.aktuelles&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB070000000001%7C8UADT9489DIBR