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Fregatte HESSEN erstmalig in Beirut

Beirut, 17.03.2008, Pressestelle Limassol.
„The Donor shall be the Trainer“ – zu deutsch „der Spender soll auch der Trainer sein“; mit diesen Worten hob Admiral Abi Nasr, der Befehlshaber der Libanesischen Marine, seine Sichtweise zur weiteren Unterstützung der Ausbildung seiner Marinesoldaten hervor. Ein klares Bekenntnis der libanesischen Seite zur bisherigen und zur weiteren Rolle der Deutschen Marine im Zusammenhang mit dem internationalen UNIFIL-Einsatz.

Fregatte HESSEN läuft in den Hafen von Beirut ein

Fregatte HESSEN läuft in den Hafen von Beirut ein (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Limassol)Größere Abbildung anzeigen

Siebzehn Monate lang hatte die Deutsche Marine die Führung des maritimen Einsatzverbandes der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) inne; am 29. Februar 2008 wurde diese an die European Maritime Force (EUROMARFOR), zunächst unter italienischer Führung, abgegeben.

Deutschland gehört auch weiterhin zum Kreis der Truppenstellernationen in diesem Einsatz und bleibt mit einer Fregatte, zwei Minenabwehreinheiten sowie einem Tender auch weiterhin die am stärksten präsente Nation.


Von links FKpt Rohde, FKpt Reßing und FKpt Gärtner bei Admiral Abi Nasr, unterstützt von einem als Dolmetscher fungierenden Offizier

Stabsoffiziere bei Admiral Abi Nasr (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Limassol)Größere Abbildung anzeigen

Mit der Fregatte HESSEN befindet sich erstmalig eine Fregatte der Klasse 124 in einem derartigen Einsatz mit internationaler Beteiligung. Der Kommandant, der 41-jährige Fregattenkapitän Dirk Gärtner, ist unter der Bezeichnung CTG 500.03 gleichzeitig auch der nationale Kommandeur des, etwa 500 Soldaten umfassenden gesamten Deutschen Einsatzkontingents.

Am 13. März 2008 machte er zum ersten Mal mit seinem Schiff im Hafen von Beirut fest, um dem Befehlshaber der libanesischen Marine, Admiral Abi Nasr, seinen Antrittsbesuch abzustatten. Gleichzeitig verabschiedete sich Fregattenkapitän Christof Reßing der bisherige Kommandeur des deutschen Anteils „Boote“. Er fungierte als „Regisseur“ der Ausbildungsunterstützung der libanesischen Marine und stellte seinen Nachfolger, den Kommandeur des 5. Minensuchgeschwaders, Fregattenkapitän Frank Rohde vor.


Blick vom Leuchtturm, in dem eine der Radarstationen installiert ist, auf einen Teil der Promenade von Beirut

Blick von einer Radarstation auf Beirut (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Limassol)Größere Abbildung anzeigen

Diese Ausbildungshilfe stellte neben den Überwachungseinsätzen vor der Küste des Libanon einen weiteren Schwerpunkt insbesondere für die kleineren Einheiten des Deutschen Kontingentes dar. Zur Erinnerung: Die libanesische Marine hat aus Deutschland zwei ehemalige Polizeiboote als „Donation“ (Spende) erhalten; ein ehemaliges Wachboot der Marine, soll in Kürze folgen.

Darüber hinaus wurden sechs, im Verlauf des Krieges im Jahr 2006 zerstörte, Küstenradarstellungen mit deutscher Hilfe neu errichtet. Durch Ausbildungs- und Trainingsmodule aus deutscher Hand funktionieren diese mittlerweile sogar im Verbund. Diese Komponente bezeichnete Admiral Abi Nasr als den Stolz der libanesischen Marine. Der sichtbare Erfolg soll durch weitere Ausbildungsunterstützung gefestigt und weiter ausgebaut werden.


Von links FKpt Gärtner, FKpt Reßing und FKpt Rohde im Gespräch mit dem deutschen Botschafter im Libanon Hansjörg Haber

Stabsoffiziere im Gespräch (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Limassol)Größere Abbildung anzeigen

Das bisherige deutsche Engagement wird nach den Worten des Befehlshabers ausdrücklich als „gutes Exempel bilateraler Beziehungen“ verstanden – und das Einlaufen der HESSEN in Beirut als „sichtbares Zeichen des weiteren deutschen Engagements“. Eine Einladung, das neueste Schiff der Deutschen Marine einen Tag lang in See hautnah kennen zu lernen, nahm er spontan an.

Nach Ablösung der Fregatte BAYERN befindet sich die HESSEN erst 14 Tage im UNIFIL-Einsatz, hat aber bereits in der ersten Seephase ihre Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das von ihr generierte und per Link-Datenübertragung dem gesamten Verband zur Verfügung gestellte Luftlagebild ist in Umfang, Genauigkeit und Detaillierung einzigartig.

Nach einem Antrittsbesuch beim Deutschen Repräsentanten im Libanon, Botschafter Hansjörg Haber, ging mit dem Auslaufen aus Beirut ein sehr erfolgreicher Einsatztag seinem Ende entgegen.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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