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Im „Zentrum des Wissens“

Die Operationszentrale (OPZ), ist das „Herz“ eines Kriegsschiffes. Hier laufen alle taktischen und operativen Informationen zusammen. An den verschiedenen Arbeitskonsolen werden die Radaranlagen und Waffensysteme gesteuert. Ständig besteht Kontakt zum Funkraum, zur Brücke und zu den anderen Einheiten im Verband. Die OPZ ist das „Zentrum des Wissens" der Fregatte - das taktische „Gehirn“.

Oberbootsmann K. an der Radarkonsole, in der Operationszentrale, der Fregatte KÖLN.

Alles im Blick (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Fregatte KÖLN. Die OPZ, ein Raum etwa so groß wie ein Klassenzimmer, befindet sich ungefähr in der Mitte der Fregatte. Sie ist spärlich beleuchtet - lediglich die Radarmonitore und die kleinen Fußbodenlichter erhellen den Raum. Hier wird das Luft- und Seelagebild erstellt. In einer Ecke sitzt der Wachleiter, der als taktischer Koordinator der „Chef“ ist. Bei ihm laufen die Fäden zusammen. In einer anderen Ecke sitzt der Helikoptermeister, der den Flugbetrieb des Bordhubschraubers koordiniert.

Darüber hinaus sitzen noch weitere Soldaten an den verschieden Arbeitsplätzen wie Radar, Sonar, Waffenleitsystem. „Hier werden alle aufgefassten Schiffs- und Luftfahrzeugbewegungen zu einem Lagebild zusammengeführt“, sagt Oberbootsmann Maximilian K. „Im Ernstfall ist das hier die Krisenzentrale. Der Kommandant hält sich dann auch in der OPZ auf und entscheidet von hier das weitere Vorgehen. Er gibt den Feuerbefehl, falls es zum Waffeneinsatz kommt“, erklärt der EloKa-Meister (Anm.: Elektronischer Kampf) der KÖLN.


Der Spezialist, der „Fingerprints“ liest

Oberbootsmann K. an seinem Arbeitsplatz der Operationszentrale der Fregatte KÖLN.

Am Platz (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Als EloKa-Meister ist sein Verantwortungsbereich die elektronische Kampfführung. Seine Aufgabe ist die Erstellung der Bedrohungsanalyse und Radaraufklärung. Er ist einer der Spezialisten, der „Fingerabdrücke von Radargeräten“ lesen kann. „Jedes Radargerät hat seine eigene Charakteristik, wie Radarfrequenz, Pulsfolgezeit und Umlauf, im Fachjargon nennen wir das „Fingerprint“. Alles wird in einer Datenbank eingepflegt. Anhand dieser Datenbank kann ich dann feststellen, welches Radar zu welchem Schiff oder Flugzeug gehört“, erklärt er.

Sobald fest steht um welches Radar es sich handelt, erhalten alle anderen relevanten Stellen im Schiff die Information. „So wird Stück für Stück ein Puzzle zusammengesetzt, bis schließlich das Lagebild steht. Hier wird im Ernstfall unterschieden, wer Freund und Feind ist“, betont der 26-jährige Marinesoldat.

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Luftbildauswertung gehört dazu

Oberbootsmann K. während der Vorbereitungen am Computer.

Mit guter Vorbereitung zum Erfolg (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

„Ich bin auch für die Luftbildauswertung verantwortlich“, sagt er weiter. Der bordeigene Hubschrauber SEA LYNX macht unter anderem mit einer Digitalkamera Bilder bei seinen Aufklärungsflügen. „Anschließend werden die Bilder gesichtet und alle verwertbaren Informationen ausgewertet und an alle entsprechenden Stellen an die Führungsleiste des Schiffes, das sogenannte Command Team, übergeordnete Dienststellen und an den Verband weitergeben“, gibt er wider.

Der gebürtige Münchener ist im Juli 2004 in die Bundeswehr eingetreten und hat zunächst die Grundausbildung absolviert. Anschließend ist er als Mannschaftsdienstgrad und Unteroffizier bereits auf der Fregatte KÖLN zur See gefahren. „Seit März 2009 bin ich nun als EloKa-Meister an Bord eingesetzt“, erzählt er. Für Oberbootsmann Maximilian K. steht fest: Die Verantwortung und die täglichen Herausforderungen machen den Reiz seines Jobs aus und sind das, was ihm Spaß bereiten.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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