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Einsatzpremiere für die Fregatte HAMBURG

Wilhelmshaven, 18.10.2010, Presse- und Informationszentrum Marine.
Die HAMBURG macht sich als erste Fregatte der SACHSEN-Klasse (Typ 124) auf den Weg ans Horn von Afrika, um an der EU geführten Anti-Piraterie-Mission ATALANTA teilzunehmen. Am 19. Oktober hieß es in Wilhelmshaven „Leinen los und ein". Das unter dem Kommando von Fregattenkapitän Frank Schwarzhuber stehende Schiff wird die derzeit im Einsatzgebiet befindliche Fregatte KÖLN ablösen. Der Hauptauftrag ist der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogramms vor Übergriffen von Piraten.

Die Fregatte HAMBURG läuft in Wilhelmshaven aus.

Fregatte F 220 HAMBURG (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ann-Katrin Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Auf dem Weg ins Einsatzgebiet wird das Schiff von Mitte Oktober bis Mitte November an zwei Übungen im Mittelmeerraum teilnehmen: RAPID ARROW 2010 sowie JOINT AIR DEFENCE OPERATIONS CENTER, kurz JADOC, sind multinationale, teilstreitkräftegemeinsame Übungen im Bereich der Luftverteidigung.

Hierbei wird die Fregatte zur Weiterentwicklung taktischer Einsatzgrundsätze und Verfahren beitragen. Kommandant Schwarzhuber sagte zu dem bevorstehenden Einsatz: „Wir als Besatzung, mit gespannter Erwartung auf den ersten Einsatz der Fregatte HAMBURG, sind personell sowie materiell bestens vorbereitet. Wir gehen mit einer guten Motivation und professionellem Selbstverständnis in den Einsatz."

Hintergrund

Die rund 250-köpfige Besatzung der HAMBRUG wird während des Einsatzes durch zwei Bordhubschrauber vom Typ SEA LYNX des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin" aus Nordholz unterstützt. Außerdem befindet sich ein Team der Marineschutzkräfte (MSK) an Bord. Das sogenannte Mobile Protection Element (MPE) hat den Auftrag, die Fregatte gegen Bedrohungen im Nahbereich - etwa durch Speedboote - zu schützen.

Eine weitere Fähigkeit der Soldaten des MPE ist der Schutz von zivilen Handelsschiffen: Unter der Leitung eines Marinesicherungsoffiziers wird dazu ein zehnköpfiges Vessel Protection Detachment (VPD) gebildet. Das Team kann mittels Bordhubschrauber oder Schlauchboot an Bord von Handelsschiffen verbracht werden und autark agieren. Ein Rettungsassistent gewährleistet dabei die medizinische Versorgung. Die VPD's werden bereits an Bord von Schiffen des Welternährungsprogramms zwischen Mombasa und Mogadischu eingesetzt.

Das Hauptziel der EU-Mission ATALANTA ist es, die Schiffe des World Food Programms (Welternährungsprogramms) mit Hilfslieferungen für Somalia vor Piraterie zu schützen. Somalia gehört zu den größten Krisengebieten weltweit. Die humanitäre Hilfe durch Lieferungen des Welternährungsprogramms erfolgt zu 90 Prozent auf dem Seeweg. Der Schutz durch die Operation ATALANTA ist daher für die Versorgung der somalischen Bevölkerung mit Lebensmitteln von zentraler Bedeutung. Durch das Seegebiet vor Somalia und vor allem durch den Golf von Aden führt außerdem die wichtigste Handelsroute zwischen Europa, der Arabischen Halbinsel und Asien. Das Einsatzgebiet umfasst bis zu 500 Seemeilen vor der Küste Somalias und seiner Nachbarländer. Hinzu kommt der Luftraum über dem Operationsgebiet.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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