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Spendenübergabe von deutschen Soldaten in Djibouti

Djibouti, 18.01.2012.
„Es geht uns allen gut in Glienicke“, mit diesem Satz rief Oberstabsbootsmann Andreas M. in seiner Gemeinde bei Berlin zu Spenden auf. Er selber ist Spieß in der Deutschen Verbindungs- und Unterstützungsgruppe (DVUG) in Djibouti und kennt die Lebensbedingungen vor Ort nur zu gut. Es ist „ein Teil der Erde, der so unwirklich ist, dass einem Vergleiche zum „Schlaraffenland“ Deutschland wahrlich nicht leicht über die Lippen gehen“.

Oberstabsbootsmann Andreas M. überreicht mit einem Händedruck den Spendencheck an die Frau des deutschen Botschafters.
Oberstabsbootsmann Andreas M. überreicht Spendencheck (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Abgesehen von den extremen klimatischen Bedingungen stehen hier alle Soldaten unter den Eindrücken von Armut und Mangel. Grundbedürfnisse, beispielsweise sauberes Wasser oder regelmäßige und ausreichende Nahrung, sind für die meisten Menschen hier nicht gesichert. „Das drückt auf die Seele und das Gemüt der Kameraden vor Ort“, erklärt der Oberstabsbootsmann. Die Soldaten geben ein paar Wasserflaschen an bettelnde Kinder oder Mütter mit Säuglingen im Arm ab, aber das ist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zeit etwas dagegen zu tun, dachte sich Andreas M. und bekam mit seinem Spendenaufruf eine Summe von über 800 Euro zusammen.


Spendenübergabe bei 30 Grad

Oberfeldwebel Stefanie T. hält die pinke Plüschmaus in ihren Händen und freut sich über die zahlreichen Spenden.
Oberfeldwebel Stefanie T. vor den Kartons mit den Spenden (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Bei knapp 30 Grad wurde der Spendenbetrag in Form eines symbolischen Schecks an Monika Bock, die Frau des deutschen Botschafters, überreicht. Mit diesem Scheck in der Hand und einem Kofferraum voller von Soldaten gespendetem Spielzeug, fuhren die Kameraden des Sanitätsbereichs der DVUG mit der Botschaftergattin in das Armenviertel Balbala.

Ein kleiner Lichtblick dort ist das örtliche Kinderkrankenhaus. Als sie die Kisten unter einem Zeltdach abstellten, waren die Augen der Kinder schon ganz groß. Aus der einen Kiste ragte eine pinke Plüschmaus heraus, die Oberfeldwebel Stefanie T. einem kleinen Mädchen schenkte. Auch die anderen Plüschtiere fanden schnell neue Besitzer.

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Unterstützung für das Krankenhaus

Oberstabsgefreiter Michael K. spielt mit den Kindern in Djibouti.
Oberstabsgefreiter Michael K. spielt mit den Kindern (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Oberstabsarzt Dr. Andreas W. ließ sich derweilen von den Ärzten erklären, welche medizinischen Möglichkeiten die Klinik der Bevölkerung Balbalas bietet. Das Krankenhaus erstellt nun eine Liste von Dingen, die sie dringend benötigen, so dass das Geld in Sachspenden umgewandelt werden kann. Anschließend erhielten die Soldaten eine Führung durch das Kinderkrankenhaus. Man zeigte ihnen die Kinderintensivstation und in den Räumen für Geburtshilfe konnten sie die Neugeborenen von heute und gestern mit ihren Müttern besuchen.

Zum Schluss besichtigten alle noch das Mangelernährungszentrum wobei auch an dieser Stelle ein paar Teddys in guten Händen gewesen wären. „Glaubt mir, ihr seht das alles noch mit anderen Augen, wenn ihr eigene Kinder habt“, sagt Oberstabsgefreiter Michael K. zu seinen Kameraden, als sie das Gelände verließen. Eines wurde aber allen nach diesem Tag wieder bewusst: Es geht uns wirklich gut.

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Stand vom: 20.01.12 | Autor: 

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