Startseite Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Aktuelles > Einsätze und Manöver > Atalanta > Aktuelles von Atalanta > Atalanta-Blog: Die Fregatte „Sachsen“ am Horn von Afrika

Atalanta-Blog: Die Fregatte „Sachsen“ am Horn von Afrika

Die Fregatte „Sachsen“ im Einsatzgebiet vor der Küste Somalias und Buch-Icon.
Im Einsatzgebiet vor der Küste Somalias (Quelle © 2012 Bundeswehr / Fregatte „Sachsen“)Größere Abbildung anzeigen

Die Fregatte „Sachsen" ist in ihrem ersten Auslandseinsatz. Am 8. August hat sie die Aufgaben der „Bremen" in der Atalanta-Mission übernommen. Hauptauftrag ist der Schutz der Seewege und die Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika. Oberleutnant zur See Maike H. berichtet von ihren persönlichen Eindrücken von Bord.


20. November 2012

Collage: Buch-Icon und die Fregatte „Sachsen“ wird aus dem Hafen geschleppt.
Auf dem Heimweg (Quelle: © 2012 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Nach 106 Tagen im Einsatz befindet sich die Fregatte „Sachsen“ endlich auf dem Heimweg!
Die letzten Tage haben wir nördlich von Somalia im Golf von Aden verbracht und dort die Handelswege überwacht. Unser Boarding Team hat noch einige „friendly approaches“ zur Gesprächsaufklärung durchgeführt. Es scheint, als seien die Piraten von der ständigen Präsenz der Kriegsschiffe eingeschüchtert, sodass die Lage im Operationsgebiet ruhig blieb.

Von Samstag bis Montag waren wir in Dschibuti und haben die Kontingentübergabe an die „Karlsruhe“ durchgeführt. Leider mussten wir uns auch von vielen verabschieden, die in den letzten Monaten fester Bestandteil der Besatzung geworden waren. So verließen uns zum Beispiel das Boarding Team und unser estnisches „Vessel Protection Detachment“, das als Sicherheitsteam auf Schiffen des Welternährungsprogramms eingesetzt wurde. Nachdem wir am Montagabend auch das „Bab el-Mandeb“, die Verbindung zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden, passiert haben, steht nun einem ruhigen Transit in die Heimat nichts mehr im Weg.

nach oben

4. November 2012

Collage: Buch-Icon mit Besatzungsmitgliedern der Fregatte „Sachsen" und Kindern des Kinderheims.
Besuch im Kinderheim (Quelle: © 2012 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Schon liegt Mombasa wieder hinter uns! Vor zwei Wochen haben wir Piraten gefasst und bei uns an Bord in Gewahrsam genommen. Weil kein Land ein Strafverfolgungsinteresse hatte, mussten wir sie jedoch nach kurzer Zeit wieder frei lassen. Anschließend liefen wir, wie geplant, Ende Oktober in Mombasa ein. Dort verbrachten wir unsere kurze „Einsatzpause“. Einige Besatzungsmitglieder nutzten die Chance der Familienzusammenführung und flogen nach Deutschland.

Für den Rest der Besatzung warteten vier Container mit frischen Lebensmitteln und Wasser in Mombasa, die in einem „Allemannsmanöver“ an Bord gebracht wurden. Bis spät in die Nacht schleppten wir die Kisten und Kartons, sodass wir für die nächsten Wochen gut versorgt sind.

Eine Delegation der „Sachsen“ besuchte in den letzten Tagen ein Kinderheim in Kenia und übergab Spielzeug und Spenden im Wert von 800 Euro, die während unserer Tour an Bord gesammelt wurden. Das Kinderheim wurde vor wenigen Jahren von einem Deutschen gegründet und ermöglicht den Waisen, die zwischen sieben und 13 Jahren alt sind, die Schule zu besuchen und später eine Ausbildung zu absolvieren. Der Besuch war für alle Beteiligten ein spannendes und fröhliches Erlebnis! Nun liegen die letzten zwei Wochen im Einsatzgebiet vor uns, bevor am 18. November die Übergabe an die Fregatte „Karlsruhe“ stattfinden wird.

nach oben

15. Oktober 2012

Collage: Buch-Icon und die Fregatte „Sachsen“ in See.
Die Fregatte „Sachsen" auf ihrem Transit (Quelle: © 2012 Bundeswehr )Größere Abbildung anzeigen

Der schönste Hafen auf unserer Tour, der von Port Victoria auf den Seychellen, liegt nun schon wieder hinter uns. Am Montag kamen wir auf den Seychellen an. Der Hafen verfügt über nur eine Pier mit einer für uns ausreichenden Wassertiefe. An dieser Pier lag jedoch die französische Fregatte „La Fayette“, die für unser Anlegemanöver kurze Zeit ihren Liegeplatz verließ. Anschließend machte die „La Fayette“ bis zum Auslaufen am nächsten Morgen längsseits von uns fest. Nur 60 Meter unserer Fregatte „Sachsen“ lagen an der Pier, der Bug des Schiffes ragte in das Hafenbecken hinein. Das An- und Ablegen war somit sehr anspruchsvoll, wurde jedoch von allen Beteiligten hervorragend gemeistert.

Leider mussten wir die Pier früh am nächsten Morgen schon wieder verlassen und im Hafenbecken an zwei dafür vorgesehenen Tonnen festmachen. Ein einlaufendes Handelsschiff, dessen Ladung kurzfristig gelöscht werden musste, nahm unseren „alten“ Liegeplatz ein. Der Transport der Besatzung von der „Sachsen“ an Land und zurück erfolgte problemlos mit einem Wassertaxi, das halbstündlich zwischen dem Schiff und dem Hafen pendelte. So bekamen alle die Chance, die traumhafte Insel zu erkunden. Besonders die weißen Strände an der Westküste, das türkisblaue Meerwasser und die tropische Landschaft der Seychellen begeisterten uns. Die beiden Tage sind leider viel zu schnell vergangen.

Nun befinden wir uns wieder auf See und erwarten gespannt die kommenden Tage. Nachdem die Monsunzeit seit Anfang des Monats endgültig vorbei ist, nehmen die Piraten ihre Aktivitäten wieder auf. Erst vorgestern wurde ein spanischer Fischer angegriffen. Er hatte jedoch ein Sicherheitsteam an Bord und konnte sich erfolgreich verteidigen. Das Flaggschiff unserer Task Force, die „San Giusto“ und auch die „Rottendam“, die sich momentan an der NATO-Operation „OCEAN SHIELD“ beteiligen, haben ebenfalls in den letzten Tagen Piraten aufgegriffen. Die „San Giusto“ nahm die Piraten in Gewahrsam und zerstörte deren Boot. Zumindest von diesen Piraten wird in Zukunft keine Gefahr mehr ausgehen.

nach oben

4. Oktober 2012

Collage: Blog-Icon und die Fregatte „Sachsen“ beim eskortieren eines Handelsschiffes des Welternährungsprogramms.
Positive Zwischenbilanz für den Atalanta-Einsatz (Quelle: © 2012 Bundeswehr )Größere Abbildung anzeigen

Auf den Tag genau zu unserem Bergfest am 29. September nutzte der Kommandant die Gelegenheit zu einer Musterung. Auf dem Flugdeck ließ er die erste Hälfte des Einsatzes Revue passieren. Die „Sachsen“ ist bisher nur einmal mit Piraten direkt in Kontakt gekommen. Damals in der ersten Einsatzwoche konnten die Piraten festgenommen werden. Im gesamten Operationsgebiet gab es seitdem keinen Piratenangriff auf Schiffe. Ein gutes Zeichen, wie ich finde! Diese Zwischenbilanz ist positiv und kann als Erfolg der Operation Atalanta gewertet werden.

Gleichzeitig wurden der Besatzung in diesem Rahmen auch die Einsatzmedaillen überreicht. Um die Medaille zu erhalten, ist eine Teilnahme am Einsatz von mindestens 30 Tagen notwendig. Seit dem 26. September haben wir den zweiten Teil der Eskorte eines Handelsschiffes des Welternährungsprogramms durchgeführt. Gestartet sind wir in Boosaaso an der Nordküste Somalias und heute haben wir Mogadischu, das Ziel der Fahrt, erreicht. Wegen des starken Gegenstroms an der ostafrikanischen Küste und einer schwachen Antriebsmaschine des Frachters, kamen wir zunächst nur sehr langsam voran. Um sich das Problem genauer anzusehen, fuhren vor ein paar Tagen einige unserer Techniker mit unserem Speedboot hinüber, um mit technischem Wissen zu unterstützen. Seitdem gab es keine Probleme mehr.

Den „Tag der Deutschen Einheit“ haben wir am Mittwoch mit einem ausgiebigen Brunch in allen Messen gefeiert. Außerdem wird die „Sachsen“ Ende der Woche zum ersten Mal auf dieser Tour den Äquator überqueren. Für Seefahrer immer wieder ein besonderer Moment.

nach oben

17. September 2012

Collage: Fregatte „Sachsen" beim eskortieren des Schiffes „Roba Star" und Buch-Icon.
Schutz vor Piratenangriffen (Quelle: © 2012 Bundeswehr )Größere Abbildung anzeigen

Eine der Hauptaufgaben während des Einsatzes Atalanta ist der Schutz der Schiffe des „World Food Programme“. Diese Schiffe versorgen unter anderem die Bevölkerung in verschiedenen afrikanischen Ländern mit Nahrungsmitteln.

Aus diesem Grund war es Ende letzter Woche unser Auftrag, die mit Mais, Weizen und Keksen beladene „Roba Star“ von Berbera nach Boosaaso, beides Hafenstädte im Norden Somalias am Golf von Aden, zu begleiten und vor Piratenangriffen zu schützen. Donnerstagabend trafen wir die „Roba Star“. Nachdem sie den Hafen von Berbera verlassen hatte, begannen wir die Eskorte in östlicher Richtung entlang der nordsomalischen Küste. Gleich früh am nächsten Morgen fuhr eine Abordnung der „Sachsen“ mit unserem Speedboot auf das 110 m lange Handelsschiff, um im persönlichen Gespräch weitere Details des Transits zu besprechen und sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Der Kapitän und der Erste Offizier der „Roba Star“ nahmen ihre Gäste sehr freundlich in Empfang, zeigten ihnen das Schiff und stellten die Besatzung vor.

Am frühen Samstagmorgen erwartete ein Sicherheitsteam der Hafenbehörde von Boosaaso die „Roba Star“. Während unser Bordhubschrauber die Übergabe aus der Luft absicherte, konnten wir diesen Teil der Eskorte erfolgreich beenden.

nach oben

15. September 2012

Besatzung auf der Fregatte „Sachsen“ und Buch-Icon.
Erfolgreiche Übung auf der „Sachsen“ (Quelle: © 2012 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Nachdem wir seit unserem Hafenaufenthalt in Salalah Ende August im Golf von Aden patrouillierten, bekamen wir vergangene Woche eine ganz andere, interessante Aufgabe: Das französische Uboot „Casabianca“ benötigte Begleitschutz durch das Bab-el-Mandeb. Im Morgengrauen trafen wir das Uboot im südlichen Roten Meer und eskortierten es durch das Seegebiet, in dem die Hoheitsgewässer des Jemen und Eritrea bzw. Dschibuti aufeinander treffen.

Gleich am folgenden Tag wartete schon die nächste Zusammenarbeit mit den französischen Streitkräften auf uns. Früh am Morgen, als noch die Lichter Dschibutis im Hintergrund funkelten, überflog uns mehrfach ein französisches Transportflugzeug. Zunächst sprangen einige Fallschirmspringer ab, landeten im spiegelglatten Meer und gingen an Bord unseres Speedbootes. Anschließend wurden noch Material und Schlauchboote aus dem Transportflugzeug abgeworfen, mit denen die Spezialkräfte im Ernstfall an ihren Bestimmungsort verlegen könnten. Nach dieser erfolgreichen Übung liefen wir Sonntag in Dschibuti ein.

Der fünftägige Hafenaufenthalt war geprägt durch zahlreiche Proviantübernahmen und Materialaustausch. Vom Matrosen bis zur Schiffsführung beteiligte sich jeder am „Allemannsmanöver“, bei dem eine Menschenkette von der Pier bis in die Stauungsräume des Schiffes gebildet wird. Insgesamt 60 Tonnen Lebensmittel, Wasser und Material bewegte die Besatzung der „Sachsen“ innerhalb der ersten beiden Tage. Die restliche Zeit in Dschibuti wurde zur Entspannung genutzt, entweder bei Ausflügen zu den Salzseen in der Nähe der Stadt oder auf einer Bootstour zur vorgelagerten Insel. Auch die Sportbegeisterten kamen auf ihre Kosten: Um kurz nach fünf Uhr in der Früh verließen wir mit einem kleinen Bus die Stadt. Die Hitze ist um diese Uhrzeit noch erträglich, sodass wir bei einem entspannten Wüstenlauf den afrikanischen Sonnenaufgang genießen konnten.

nach oben

29. August 2012

Boardingteam auf dem Rückweg zur „Sachsen“ und Buch-Icon.
Das Boardingteam der „Sachsen“ (Quelle: © 2012 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Nach kurzer Zeit im Einsatzgebiet haben wir uns an die Bedingungen vor Ort angepasst und an unsere Aufgaben in der europäischen Task Force gewöhnt. Regelmäßig führen wir Versorgungsmanöver auf See durch. Dadurch verfügen wir jederzeit über genügend Kraftstoffreserven, um auch kurzfristig weite Strecken zurückzulegen und flexibel auf alle Herausforderungen zu reagieren. Letzte Woche wurden wir von einem amerikanischen Versorger betankt, der sich mit uns im Einsatzgebiet aufhält. Die Versorgung durch Schiffe anderer Nationen trainiert nicht nur die Abläufe des seemännischen Manövers, sondern stellt auch ein Highlight für alle Beteiligten dar.

Auf ihrem Rückweg von Indien in die Heimat trafen wir vergangene Woche die Fregatte „Bremen“, mit der wir eine „Postbeutelübergabe“ durchführten. Dabei fahren die Schiffe genau wie beim Versorgungsmanöver nebeneinander her. Doch statt des Tankschlauchs wird nur ein Seil übergeben an dem der „Postbeutel“ von einem Schiff zum anderen läuft. Neben Material und Gegenständen können so auch kleine Geschenke überreicht werden.

Letzten Freitag liefen wir wie geplant in den Hafen von Salalah/Oman ein. Dort fand auch eine Geburtstagsfeier im Hangar statt, sodass die Besatzung dazu Gelegenheit bekam, den Einsatzalltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen. Viele nutzten tagsüber die Chance, Ausflüge zu unternehmen, um sich Stadt und Umgebung anzuschauen. Sonntag ging es wieder raus!

Wieder auf See trafen wir gestern auf eine kleine Dhau, die mit Maschinenproblemen zu kämpfen hatte. Die Crew der Dhau willigte ein, unser Boarding Team an Bord zu lassen, sodass ein „friendly approach“ durchgeführt werden konnte. Dabei gehen sowohl das Boarding Team als auch der Sprachmittler auf die Dhau, um die Crew über den Einsatz EUNAVFOR Atalanta zu informieren und nachzufragen, ob ihr verdächtige Aktivitäten aufgefallen sind. Die jemenitische Crew war sehr kooperativ und im Gegenzug reparierten wir das defekte Teil ihrer Ruderanlage, das kurzfristig auf die „Sachsen“ gebracht und repariert wurde. Dankbar konnte die Besatzung mit der Dhau ihre Fahrt in Richtung Afrika fortsetzen.

nach oben

20. August 2012

Collage: Dhau und Buch-Icon.
Archivbild: Boarding einer Dhau (Quelle: © 2012 Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Das muss uns erst mal jemand nachmachen: Wir waren noch keine ganze Woche im Einsatzgebiet, als wir schon die ersten Piraten aufspürten. Nach Hinweisen der französischen Fregatte „La Fayette“ beorderten wir erst ein Aufklärungsflugzeug und später unseren eigenen Bordhubschrauber zu einem verdächtigen Boot. Der Verdacht erhärtete sich, sodass wir mit voller Fahrt auf die Dhau zufuhren. Wir nahmen Kontakt zu dem Boot auf.

Die Antwort kam prompt und ebenso deutlich: Wenn wir uns weiter annähern, würde das Feuer auf uns eröffnet werden. Zudem lag eine Geiselnahme vor und die Piraten nutzten das Boot, um von der arabischen Halbinsel nach Somalia zu gelangen. Unter diesen Bedingungen war es zu riskant ein Boarding durchzuführen und das Leben der Geiseln zu gefährden, sodass wir dem Boot folgten und den Druck auf die Piraten erhöhten. Kurz vor der Küste Afrikas war das kleine Boot von zwei weiteren Schiffen und uns in die Enge getrieben. Die Piraten sahen keinen anderen Ausweg mehr als sich zu ergeben. Sie warfen ihre Waffen über Bord und wurden schließlich vom Boardingteam des niederländischen Landungsschiffs „Rotterdam“ in Gewahrsam genommen.

Die erste Operation im Einsatz endete erfolgreich: Die Piraten wurden gefasst, die Geiseln befreit.

nach oben

10. August 2012

Fregattenkapitän Ingolf Schlobinsky, Brigadegeneral Peter-Georg Stütz und Fregattenkapitän Andreas Krug.
Kontingentwechsel am Horn von Afrika (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Gunnar Wolff)Größere Abbildung anzeigen

Nach dem Verlassen Wilhelmshavens sind wir auf direktem Weg durch den Ärmelkanal, die Biskaya und die Straße von Gibraltar in das Mittelmeer gefahren, um dort für die Zeit des Transits an der Operation Active Endeavour teilzunehmen. Die ersten beiden Wochen waren geprägt von verschiedenen Übungen, um die in den letzten Monaten der Einsatzvorbereitung eingeübten Verfahren aufzufrischen und zu vertiefen. Nach den ersten zwei Wochen auf See hat sich nun jeder eingelebt und an die Bewegung des Schiffes und den Tagesrhythmus auf See gewöhnt. Die verschiedenen Teile des Schiffes sind zu einer festen Einheit zusammen gewachsen.

Letzten Freitag beendeten wir die Teilnahme an der Operation „Active Endeavour“ und begannen in der Nacht zum Samstag die Passage des Suez Kanals. Die Passage war ein aufregendes Ereignis für uns, ergab sich doch die Möglichkeit, Eindrücke von Ägypten zu sammeln ohne das Schiff zu verlassen.

Dienstag früh um 4.20 Uhr haben wir das Einsatzgebiet der Operation Atalanta erreicht und setzten unseren Weg fort, um am 8. August in Dschibouti einzulaufen und die offizielle Übergabe mit der Fregatte „Bremen“ durchzuführen. Nach diesem kurzen Hafenaufenthalt sind wir heute wieder ausgelaufen um unseren Auftrag fortzusetzen.

Die Stimmung auf dem Schiff ist hervorragend, wir sind hochmotiviert und gespannt darauf, was uns in den kommenden Wochen und Monaten erwarten wird.

nach oben

23. Juli 2012

Die Fregatte „Sachsen“ läuft aus dem Marinestützpunkt Wilhelmshaven aus.
Abschied von Schiff und Besatzung (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Sophie Fiebeler)Größere Abbildung anzeigen

Endlich ist es soweit: Fast acht Jahre nach Indienststellung steht der Fregatte „Sachsen“ der erste Einsatz bevor. Am 23. Juli 2012 verließen wir unseren Heimathafen Wilhelmshaven, um zunächst nach Dschibouti zu verlegen und ab Mitte August am Horn von Afrika am Einsatz Atalanta teilzunehmen. Zahlreiche Angehörige waren nach Wilhelmshaven gereist, um sich vor Ort zu verabschieden und das Auslaufen des Schiffes mitzuerleben. Musikalisch wurde das Ablegen vom Marinemusikkorps Nordsee begleitet, was dem Ereignis einen feierlichen und würdigen Rahmen verlieh. Auch wenn die kommenden Monate für die meisten Mitglieder der Besatzung nicht die erste längere Seefahrt darstellen, ist das Gefühl beim Abschied dieses Mal ein anderes, liegt doch ein Einsatz vor uns.

Das Ziel auf dem Transit nach Dschibouti wird es sein, verschiedene Manöver und Abläufe nochmals zu üben und der Besatzung Gelegenheit zu geben, sich aufeinander einzuspielen. Besonders die neu hinzuversetzten und die zusätzlich eingeschifften Kameraden müssen ihre Aufgabe in jeder denkbaren Situation kennen lernen, um ihre Aufgaben erfüllen und zum Gelingen des Auftrages beitragen zu können. Die Herausforderungen in der anstehenden Seefahrt verlangen, dass die einzelnen Teile der Besatzung als eine Einheit zusammen wachsen.

Insbesondere in den letzten Wochen und Monaten hat sich das Schiff intensiv auf diesen Einsatz vorbereitet. Höhepunkt in der Vorbereitungsphase war das Operational Sea Training in England, wo Besatzung Schiff auf Herz und Nieren geprüft wurden. Gut ausgebildet und hochmotiviert befindet sich die Fregatte „Sachsen“ nun also auf dem Weg in den Einsatz Atalanta.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 22.11.12 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.aktuelle.einsatze.atalanta.aktuelles&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB070000000001%7C8XCHH9758DIBR