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Alles im Blick

In See, 06.09.2011, Frauke Wolfsturm (Presse- und Informationszentrum Marine).
Bis Mitte August war die portugiesische Fregatte VASCO DA GAMA für vier Monate das Flaggschiff der EU-geführten Operation ATALANTA. Neben den portugiesischen Soldaten entdeckte man auf dem Schiff allerdings auch den ein oder anderen Soldaten in ausländischer Uniform: Der deutsche Kapitänleutnant Michael G. war einer von vier so genannten Battle-Watch-Offizieren an Bord.

Luftaufnahme der portugiesischen Fregatte VASCO DA GAMA aus einem Hubschrauber.

Portugiesische Fregatte VASCO DA GAMA (Quelle: Portugiesische Marine)Größere Abbildung anzeigen

Diese besetzen als Wachleiter rund um die Uhr das Lagezentrum und stehen über insgesamt drei verschiedene Chaträume mit allen Einheiten am Horn von Afrika in Kontakt.

Einer dieser Chaträume ist auch der EU-Chat Mercury. Dieser Chat, an dem neben EU- und NATO-Einheiten auch andere ausländische Schiffe und Institutionen teilnehmen, dient in erster Linie als Informationsverteiler, aber auch als Führungsmittel.

So können beispielsweise Entscheidungen, die vom Commander Task Force (CTF) getroffen werden, auch per Chat an die entsprechenden Einheiten übermittelt werden. Dies passiert häufig dann, wenn es auf die schnelle Weitergabe von Befehlen ankommt.


Kapitänleutnant Michael G. steht vor der portugiesischen Fregatte VASCO DA GAMA auf der Pier.

Kapitänleutnant Michael G. (Quelle: © 2011 Bundeswehr / Frauke Wolfsturm)Größere Abbildung anzeigen

„Piratenangriff erfolgreich abgewehrt“

Gleichzeitig können auch Handelsschiffe über den Chat Informationen weitergeben. Auch Piratenangriffe konnten dadurch erfolgreich abgewehrt werden. So kam es vor, dass ein Frachter per Chat mitteilte, dass er von Piraten angegriffen werde.

Leider befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Einheiten in der Nähe. „Wir haben dann einen US-amerikanischen Flugzeugträger um Unterstützung gebeten“, erzählt der Kapitänleutnant. Zwei Kampfflugzeuge des Typs F-18 flogen daraufhin zu dem Frachter.

„Allein durch dieses‚ Show of Force-Manöver haben die Piraten ihr Vorhaben abgebrochen und sind abgedreht“, sagt der 30-Jährige.

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Eine spannende Arbeit

Neben Textinformationen ist es über das Forum auch möglich, zeitnah Bildmaterial weiterzugeben. „Die ganze Operation ist stark von Aufklärungsergebnissen abhängig. Daher ist diese Möglichkeit sehr wichtig“, erklärt G.

Für den Kapitänleutnant waren die Erfahrungen, die er in dem internationalen Stab gesammelt hat, äußerst wertvoll. „Spannend an dieser Aufgabe ist, dass bei uns alle Informationen zusammenlaufen und wir diese dann ordnen und weiterverteilen, um so Entscheidungen der Führung vorzubereiten“, betont der Marineoffizier.

Mit dem CTF Wechsel zum deutschen Flottillenadmiral Thomas Jugel ist auch G. auf die Fregatte BAYERN gewechselt. Doch seine Aufgabe als Battle-Watch-Offizier bleibt allemal spannend.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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