Ultraschallgerät für Dschibuti gespendet
Dschibuti, 17.04.2012.
Seit Dezember 2011 befindet sich der Marinesoldat Hauptbootsmann Kevin B. in Afrika im Auslandseinsatz. Im Rahmen der EU-geführten Antipiraterie-Operation Atalanta ist er Proviantmeister für die deutschen Soldaten am Horn von Afrika. Allerdings sorgt er nicht nur für das leibliche Wohl seiner Kameraden, sondern engagiert sich vor Ort auch sozial.

Über die Arbeit seiner Schwester Svenja bekam er aus der Arztpraxis von Dr. Schürhoff in Einbeck ein Ultraschallgerät zur Verfügung gestellt. Dieses wurde nach der Einführung eines neuen Gerätes in der Praxis nicht mehr genutzt. „Es ist viel zu schade, es einfach wegzuschmeißen. Es funktioniert einwandfrei, ist sehr durabel und auf vier Rollen mobil“
, erklärt Dr. Schürhoff.
Besonders für die Diagnostik orthopädischer Erkrankungen ist das Ultraschallgerät geeignet. Daher ist es in einem Krankenhaus gut einsetzbar. Und genau da soll auch der neue Bestimmungsort des Gerätes sein. Im Frauenkrankenhaus
in Dschibuti wird es zukünftig regelmäßig zum Einsatz kommen. Dort wird es auch dringend gebraucht, denn in dem ostafrikanischen Land ist die Geburtenrate einer Frau deutlich höher als in z.B. Deutschland. Die Ärztedichte beträgt hingegen lediglich 18 pro 100.000 Einwohner. Etwa die Hälfte der Stadtbevölkerung lebt in Slums, so dass Armut und Mangel alltäglich sind.„La Maternité Dar-EL-Hanan“
Strahlende Kinderaugen

Aus diesem Grund engagierte sich die Schwester von Kevin B. und schrieb Briefe an Unternehmen, um zur weiteren Hilfe zu motivieren. Daraufhin spendeten auch andere Arztpraxen und Krankenhäuser aus der Heimat des Soldaten ganze neun Kartons voller Medikamente. Die Spenden wurden durch Kevin B. überreicht. Zusätzlich steuerten großzügige Helfer Spielzeuge und Kuscheltiere bei, die in der „Caritas Dschibuti“ neue Besitzer fanden und Kinderaugen zum Strahlen brachten.
