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„Berlin“ kehrt vom Horn von Afrika zurück

Wilhelmshaven, 12.06.2012.
Am 13. Juni hieß es für den Einsatzgruppenversorger (EGV) „Berlin“ in Wilhelmshaven „Leinen über und fest!“. Seit Mitte Februar beteiligte sich die rund 230-köpfige Besatzung unter dem Kommando von Fregattenkapitän Martin Waldmann an der EU-geführten Anti-Piraterie-Mission Atalanta.

Besatzung des Einsatzgruppenversorgers „Berlin“ wird herzlich empfangen.
Feunde und Familienmitglieder warten auf die „Berlin“ (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Yvonne Knoll)Größere Abbildung anzeigen

Es war das erste Mal in der Geschichte der Deutschen Marine, dass ein Einsatzgruppenversorger (EGV) nicht primär als Versorgungsschiff, sondern als Fregattenäquivalent bei Atalanta eingesetzt wurde. Die „Berlin“ konnte schnell ihre Fähigkeiten während des Einsatzes unter Beweis stellen: Unter anderem befreite die Besatzung 25 Seeleute, die sich an Bord einer entführten indischen Dhau in der Hand mutmaßlicher somalischer Piraten befanden. Außerdem geleitete die „Berlin“ drei Schiffe des Welternährungsprogramms und griff mehrere Piraterieverdächtige in See auf.

Verstärkt wurde der EGV von einem Boardingsicherungsteam und einem Vessel Protection Detachment. Auch zwei Bordhubschrauber vom Typ „Sea King“, stationiert im Kieler Marinefliegergeschwader 5, zusätzliches Sanitätspersonal und Feldjäger waren mit an Bord eingeschifft. „Der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ hat während des gesamten Einsatzes, mit einer bis zum Ende hoch motivierten Besatzung, alle an ihn gestellten Aufträge mit Bravour gemeistert. Die Bewertung des Einsatzes überlassen wir gerne anderen. We did our job!“ sagte Kommandant Waldmann nicht ohne Stolz.

Der Einsatzgruppenversorger BERLIN bei schwerem Seegang.
EGV BERLIN bei schwerer See (Quelle: © 2012 Bundeswehr / Presse- und Informationszentrum Marine)Größere Abbildung anzeigen

Hintergrundinformationen

Der Deutsche Bundestag hat am 1. Dezember 2011 beschlossen, sich weiterhin für die Dauer eines Jahres mit einem signifikanten Beitrag an der Bekämpfung der Piraterie vor der somalischen Küste zu beteiligen. Das Mandat wurde am 10. Mai 2012 durch den Bundestag ausgeweitet.

Die Bundeswehr darf nun auch aus der Luft gegen somalischen Piraten auf einem zwei Kilometer breiten Landstreifen vorgehen. Die EU-geführte Operation Atalanta hat zum Ziel, den humanitären Zugang nach Somalia durch Schutz von Schiffen des Welternährungsprogramms und der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) sicherzustellen. Aktive Piraten vor der Küste Somalias und seinen Nachbarländern sollen abgeschreckt und die Seeräuberei eingedämmt werden.

Die Operation soll zum einen die durch Piratenüberfälle gefährdete humanitäre Hilfe für die Not leidende somalische Bevölkerung sicherstellen. Zum anderen trägt die Operation dazu bei, den zivilen Schiffsverkehr auf den dortigen Handelswegen zu sichern, Geiselnahmen und Lösegelderpressungen zu unterbinden und das Völkerrecht durchzusetzen.

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Stand vom: 15.11.12 | Autor: 


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