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„Ohne Mampf kein Kampf“

Limassol, 14.05.2008, Pressestelle Limassol.
Vier deutsche Marineeinheiten befinden sich zurzeit im Rahmen der UNIFIL-Mission im östlichen Mittelmeer. Damit der Auftrag – die Überwachung der Küstenregion des Libanon – optimal erfüllt werden kann, ist eine reibungslose Versorgung der 460 deutschen Soldaten von großer Bedeutung.

Die Fregatte HESSEN wird im Hafen von Limassol mit Material versorgt

Die HESSEN wird im Hafen beladen (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Limassol)Größere Abbildung anzeigen

Stützpunkt und damit auch logistische Schnittstelle ist der Hafen Limassol. Neben einem Sicherungszug der Marineschutzkräfte und einem Kampfmittelräumtrupp der Minentaucherkompanie befindet sich auf Zypern auch das nationale Verbindungskommando.

Das Herz des Einsatzes umfasst neben Verwaltung, Personal Administration und einer IT-Komponente auch das Logistikkommando. Egal ob die regelmäßigen Nachschübe per Flugzeug, LKW oder Fähre in das Einsatzgebiet gelangen, das Logistikkommando nimmt die Versorgungsgüter an und organisiert den Umschlag der Ware.


Die Bartsch liegt an der Fregatte HESSEN und wird durch einen Kran entladen

Die Bartsch wird entladen (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Limassol)Größere Abbildung anzeigen

Einen „Großkampftag“ erlebte das Logistikkommando jüngst, als die Fregatte HESSEN nach zwölf Tagen im Einsatzgebiet zur Nachversorgung wieder in den Hafen von Limassol einlief. Gleich mehrere LKW- Ladungen warteten darauf, zur HESSEN transportiert und im Schiff verstaut zu werden.

Von frischer und tiefgekühlter Verpflegung für die Kantine, Papier und Druckerpatronen für die diversen Schreibstuben an Bord, neuen Filtern für die Lüftungsanlage, über Leinen für die Seeleute, einer Pumpe, einem Elektromotor und diversen sonstigen Ersatzteilen für das Schiff und die beiden Bordhubschrauber, bis hin zu einer kompletten neuen Waschmaschine war alles dabei – insgesamt knapp 20 Tonnen!

Per Kran und Gabelstapler mussten die einzelnen Pakete und Paletten sortiert und auf einen Ponton der zypriotischen Hafenbehörde verladen werden. Für Oberfeldwebel Claudia W. vom Logistikbataillon 162 aus Boostedt und die beiden Oberbootsmänner Marcel H. vom Flottenkommando in Glücksburg und Norman D. aus dem 5. Minensuchgeschwader in Kiel eine stundenlange und unter brennender Sonne schweißtreibende Arbeit.


Materialumschlag mit Hilfe vom Gabelstapler im Hafen von Limassol

Materialumschlag mit Hilfe vom Gabelstapler (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Pressestelle Limassol)Größere Abbildung anzeigen

Der schwer beladene Ponton, im Marinejargon Bartsch genannt, wurde mit einem kleinen zivilen Schlepper auf die andere Seite des Hafens zur HESSEN gezogen. Mit Hilfe eines Autokrans und durch ein „alle Mannsmanöver“ wurde sämtliches Material in das Schiffsinnere gebracht.

Auf der anderen Seite der HESSEN machte eine weitere Bartsch fest, um das Schiff mit mehreren 100 Tonnen Dieselkraftstoff für den nächsten mehrtägigen Törn aufzutanken. Zeitgleich wurde im Logistikkommando der Umschlagplatz für die nächste Materiallieferung aufgeklart.

Wie so oft arbeitet die Logistik still, aber zuverlässig im Hintergrund und wieder einmal wurde gezeigt, dass ohne diese Kameraden keines der sich im Einsatz befindlichen Schiffe seinen Auftrag erfüllen könnte – oder um es mit einem alten Soldatensprichwort zu sagen: „Ohne Mampf kein Kampf.“

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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