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Rückkehr vom Horn von Afrika

Nordholz, 02.07.2010, Frauke Wolfsturm (Außenstelle Nordholz).
Endlich ist es so weit! Der deutsche Marineseefernaufklärer P-3C ORION kehrte heute, am 2. Juli, nach dem Einsatz vom Horn von Afrika zurück. Sehnlichst wurden die Soldaten von ihren Angehörigen am Flugfeld des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin" in Nordholz erwartet.

Der deutsche Seefernaufklärer vom Typ P-3C ORION bei seinem letzten Flug am Horn von Afrika.

Das fliegende Auge (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Janine Polenz)Größere Abbildung anzeigen

Bereits Ende Februar startete der Seefernaufklärer in Richtung Djibouti. Ab März und nach Teilnahme an einem multinationalen Manöver von Sizilien aus, absolvierte die deutsche P-3C knapp 400 Flugstunden am Horn von Afrika. Insgesamt wurden 49 Einsätze im Rahmen der Operation ATALANTA und Operation ENDURING FREEDOM (OEF) geflogen. Vor allem bei der Aufklärung von Piraten spielte der Seefernaufklärer eine wichtige Rolle. So konnte die Besatzung unter anderem Anfang April zwölf mutmaßliche Piraten durch die niederländische Fregatte TROMP vor der somalischen Küste in Gewahrsam nehmen lassen.

Die Piraten hatten zuvor das deutsche Containerschiff MS TAIPAN (Heimathafen Hamburg) geentert und versucht, die 15-köpfige Besatzung als Geiseln zu nehmen. Aufgrund der professionellen Arbeit des Seefernaufklärers und dem beherzten Eingreifen der niederländischen Soldaten konnte diese jedoch unverletzt befreit werden. In anderen Fällen, wie zuletzt Mitte Juni, verzeichnete die P-3C ORION Erfolge durch die Aufklärung und Meldung verdächtiger Speedboote, die dann durch die beteiligte Schiffe aufgebracht, untersucht und mutmaßliche Piraten einer Gerichtsbarkeit zugeführt werden konnten.


Die Besatzung der P-3C ORION und ihre Angehörigen.

Freude bei der Besatzung (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Janine Polenz)Größere Abbildung anzeigen

Ende des Anti-Terror Einsatzes

Mit der letzten Landung des Seefernaufklärers am vergangenen Montag in Djibouti endete nach achteinhalb Jahren der Anti-Terror Einsatz OEF der Bundeswehr am Horn von Afrika. Die Deutsche Marine beteiligte sich seit Anfang 2002 an diesem Einsatz. Die Seeraumüberwachung und der Schutz der Seeverbindungslinien in den Gebieten um das Horn von Afrika und die Arabische Halbinsel zählten zum Auftrag des deutschen Einsatzverbandes. Daneben sollte der Transport und Handel von Munition, Waffen und Drogen in dieser Region eingedämmt werden.

Die Deutsche Marine wird weiterhin am Horn von Afrika bleiben. Im Rahmen der EU-Mission ATALANTA beteiligt sie sich am Einsatz zur Abwehr der Piraterie. Das Einsatzgebiet der Operation umfasst vor allem die Seegebiete vor den Küsten Somalias und dessen Nachbarländer, darunter auch die Seychellen. Auch der Luftraum über diese Seegebiete, die bis zu 500 Seemeilen vor die Küste reichen, zählt zum Einsatzgebiet.

ATALANTA soll die im Einsatzgebiet operierenden Piraten abschrecken und bekämpfen. Gleichzeitig soll der Schiffsverkehr des Welternährungsprogramms, der zivile Schiffsverkehr und die dortigen Handelsrouten gesichert werden. Kontingentführer, Fregattenkapitän Jens von Rauchhaupt, der mit dem Seefernaufklärer aus Djibouti zurückkehrte, zeigte sich stolz auf die gezeigten Leistungen seiner Frauen und Männer, die diesen Einsatz zu einem Erfolg werden ließen. Zwar warten die nächsten Aufgaben im Verband bereits und auch künftige Einsätze zeichnen sich ab, aber an diesem Wochenende werden für die Rückkehrer Familie und Freunde an erster Stelle stehen.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


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