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KULMBACH - Sturmerprobt aus dem Einsatz zurück

Kiel, 16.12.2010, Presse- und Informationszentrum Marine.
Am 15. Dezember kehrte das Minenjagdboot KULMBACH aus dem östlichen Mittelmeer zurück in seinen Heimathafen Kiel. Das zum 3. Minensuchgeschwader gehörige Boot hat zur Freude von rund 70 Kameraden, Freunde und Angehöriger, die auf der Tirpitzmole auf das Boot warteten, im Marinestützpunkt festgemacht. Boot und Besatzung operierten in den vergangenen Monaten vor der Küste des Libanon. Dort waren sie Teil des internationalen Marineeinsatzverbandes der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon).

Das Minenjagdboot KULMBACH läuft im Heimathafen ein.

Die KULMBACH beim Einlaufen in den Tirpitz-Hafen (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Thomas Lerdo)Größere Abbildung anzeigen

Am 26. Februar war das Boot mit der eigenen Besatzung unter dem Kommando von Kapitänleutnant Claas Vehrenkamp in den Einsatz ausgelaufen. Im Sommer des Jahres wurde die 40-köpfige Besatzung im Einsatz von der des Schwesterbootes ÜBERHERRN abgelöst, die nun das Boot pünktlich zum Weihnachtsfest wieder nach Hause gebracht hat.

Derzeit steht die KULMBACH unter dem Kommando von Korvettenkapitän Arn Preitschaft, dem Kommandanten des Minenjagdbootes ÜBERHERRN. Diese Art der „Wachablösung" im Einsatz ist in den Bootsverbänden der Marine inzwischen zum gängigen Verfahren geworden. So sollen die Abwesenheitszeiten der Besatzungen in einem vertretbaren Rahmen gehalten werden.


Der Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders,Fregattenkapitän Marcus Paetsch.

Fregattenkapitän Marcus Paetsch empfängt die Heimkehrer (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Thomas Lerdo)Größere Abbildung anzeigen

Erfolgreiche Bilanz

Das Boot legte in den zehn vergangenen Monaten rund 40.500 Seemeilen zurück, was in etwa einer Strecke von 75.000 Kilometern entspricht. Während des Einsatzes wurde der Hafen von Limassol auf Zypern als Versorgungsstützpunkt genutzt.

Neben der Überwachung des gesamten Schiffsverkehrs liegt der Schwerpunkt für die deutschen Marineeinheiten vor allem in der Ausbildung der libanesischen Marine. Diesen Teil des Einsatzes bewertet Korvettenkapitän Preitschaft nach seinem zweiten UNIFIL-Einsatz ausgesprochen positiv: „Die Ausbildung der libanesischen Marine macht gute Fortschritte und unser Auftrag trägt Früchte". Eine Herausforderung für die Besatzung war das Zusammenwirken mit internationalen Marinekräften; dabei auch Nicht-NATO-Staaten. „Es hat sich gezeigt, dass deutsche Einheiten nicht nur mit anderen Nationen mithalten können, sondern in diesem Einsatz vielmehr den Gradmesser darstellen", betont der Kommandant diesen Aspekt des UNIFIL-Einsatzes erfreut.

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Oberleutnant zur See Michael Sauerborn hat seine kleine Tochter auf dem Arm.

„Mein Seemann“ ist zurück (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Thomas Lerdo)Größere Abbildung anzeigen

Ungemütliche Heimreise

Die Heimreise der KULMBACH gestaltete sich wetterbedingt etwas anders als geplant. Nach Bunkerstopps in Palermo auf Sizilien, Malaga in Südspanien, Porto in Portugal und im französischen Cherbourg sollte das Boot eigentlich schon am 13. Dezember Kiel erreichen. Der Tankstop in Malaga musste wegen schlechten Wetters verlängert werden.

Mit zwei Tagen Verspätung kehrte die Besatzung dann nun nach einer stürmischen Reise heim. Fregattenkapitän Marcus Paetsch, Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders, fand dazu die treffendsten Worte: „Aber selbst Frau Holle hat es nicht vermocht, die Besatzung von ihrem Heimatkurs abzubringen.“ Jetzt freut sich die Besatzung, Weihnachten und den Jahreswechsel gemeinsam mit ihren Familien und Freunde zu feiern.

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Fünf Marinesoldaten der KULMBACH beim Anlegemanöver.

Die ausgetauschte Besatzung der KULMBACH beim Anlegemanöver (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Thomas Lerdo)Größere Abbildung anzeigen

Hintergrund zu UNIFIL

Der Auftrag des maritimen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen besteht darin, die Seewege vor der libanesischen Küste in enger Abstimmung mit den libanesischen Streitkräften zu überwachen und damit den Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon zu unterbinden. Der Verband setzt sich aus einer wechselnden Anzahl von Schiffen und Booten zusammen, die derzeit unter spanischer Führung aus Griechenland, der Türkei, Indonesien, Bangladesch und Deutschland gestellt werden.

Schwerpunkt des deutschen Kontingentes ist zusätzlich die Ausbildung der libanesischen Marine. Ziel ist es, diese zur Überwachung ihrer Küstengewässer künftig selbst zu befähigen. Der Einsatzverband wurde im September 2006 aufgestellt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz endet nach derzeitigem Stand am 30. Juni 2011.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: 


http://www.marine.de/portal/poc/marine?uri=ci%3Abw.mar.aktuelle.einsatze.unifil.aktuelles&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB070000000001%7C8C79V7141INFO