Label Bundeswehr

Sie sind hier: Startseite > Über uns > Einheiten der Marine > Fregatten > BREMEN-Klasse F 122 > Fregatte AUGSBURG (F 213) > Berichte der Fregatte AUGSBURG > Jeder kann Helfen

Jeder kann Helfen

Djibouti, 26.01.2010, Pressestelle Djibouti.
Die lange Seefahrt und die harte Arbeit an Bord sind keine Gründe für sie, in der kostbaren Freizeit im Hafen die Füße hoch zu legen. Hauptbootsmann Ulrich S., der Elektrotechnikmeister der Fregatte AUGSBURG, und sein Team von Freiwilligen verbringen jede freie Minute bei ihrem Projekt in einem Land mit Zukunft und Potenzial.

Hauptbootsmann Ulrich S. (links) und Pfarrer Schlick mit anderen Helfern in  einem Klassenraum.
Soldaten in einem Klassenraum in Djibouti (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti )Größere Abbildung anzeigen

In Djibouti, der Hauptstadt des gleichnamigen Landes am Horn von Afrika, gibt es eine evangelische Gemeinde. Etwa 100 praktizierende Gläubige aus über 15 Nationen werden hier vom deutschen Pfarrer Michael Schlick betreut. Daneben unterhält die Kirche auch einen Kindergarten für die Jüngsten und eine Schule für junge Frauen ohne Schulabschluss. In praxisorientierter Ausbildung und in der Abendschule werden sie auf ein Berufsleben vorbereitet. Dank des Erfolges bei der Vermittlung wurde das Programm auch für junge Männer erweitert.


Hauptbootsmann Ulrich S. bei der Arbeit an der Elektrik.
Hauptbootsmann Ulrich S. führt Reparaturarbeiten durch (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Fregatte AUGSBURG)Größere Abbildung anzeigen

Hilfe von der Marine

Aber wie so oft fehlt es auch hier meist am Nötigsten: Die Unterrichtsräume sind marode, die Technik veraltet, Wasserleitungen undicht, die Elektrik ein Gefahrenherd. Ohne die freiwillige Hilfe Vieler wäre ein Betrieb der Einrichtungen wohl nicht mehr möglich. Und hier kommt der Elektrotechnikmeister der AUGSBURG mit ins Spiel. Bereits 2007, bei seinem ersten Besuch in Djibouti, engagierte sich der 39-Jährige für die Kirche.

Über die Jahre, seit die Deutsche Marine am Horn von Afrika tätig ist, hat sich eine regelrechte Patenschaft zwischen der Marine und der Kirche entwickelt, die er ohne zu zögern fortführen wollte. „Aus einer anfänglich einfachen Beschäftigung ist eine richtige Herzensangelegenheit geworden. Es ist schön zu sehen, dass man hier richtig was bewegen kann“, erklärt Ulrich S. nicht ohne Stolz.

nach oben


Soldaten bei Renovierungsarbeiten in einer Kirche in Djibouti.
Malerarbeiten bei 30 Grad im Schatten (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti )Größere Abbildung anzeigen

Engagierter Einsatz

Bevor seine Fregatte Wilhelmshaven im September letzten Jahres verließ, sammelte er im privaten Bereich Spenden. Insgesamt 50 Umzugskartons voll mit Kleidung sowie Schreib- und Spielwaren machten sich so mit auf den Weg an das Horn von Afrika. Unter großem „Hallo“ wurden diese Sachen nach dem Einlaufen der Fregatte an die Kinder und Jugendlichen verteilt. Tatkräftig wurden bei jedem Hafenaufenthalt in Djibouti Wasserleitungen erneuert, in einem kompletten Unterrichtsraum die Wände und Decken neu gestaltet und Malerarbeiten durchgeführt. Auch nun, bei dem letzten Besuch der Fregatte im Hafen von Djibouti Mitte Januar, wurde die wenige Zeit genutzt und wieder mit angepackt.

nach oben


Ein Gruppenfoto mit Hauptbootsmann Ulrich S. und weiteren Helfern.
Hauptbootsmann Ulrich S. (dritter v.l.) und seine Helfer (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Pressestelle Djibouti)Größere Abbildung anzeigen

Freiwillige Helfer

Erst kürzlich kam es zu zwei Entstehungsbränden an der Elektrik. Nur durch Zufall wurden diese entdeckt und so ein Feuer im gesamten Gebäude verhindert. Somit lag das Hauptaugenmerk diesmal auf der Reparatur der entsprechenden Leitungen und Anlagen.

Pfarrer Michael Schlick ist froh und dankbar für die Hilfe. „Ich merke, dass das von Herzen kommt. Die Männer und Frauen tun dies nicht, weil sie ihren Chef beeindrucken wollen“, sagt er. Auch bei dem nächsten Besuch der AUGSBURG, bevor sie das Einsatzgebiet Richtung Heimat verlässt, sind weitere Schritte geplant. Wieder werden kleine Baustellen angegangen. So wird die Lernumgebung für die jungen Menschen in der Einrichtung Stück für Stück verbessert.

nach oben


Stand vom: 16.07.2010 | Autor:

http://www.marine.de/portal/a/marine/ueberuns/einheiten/fregatten/bremen/f213/berichte%3Fyw_contentURL=%2F01DB070000000001%2FW2822GPX544INFODE%2Fcontent.jsp.html