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Fregatte BREMEN wieder daheim

Wilhelmshaven, 22.02.2010, Presse- und Informationszentrum Marine.
Die circa 220-köpfige Besatzung der BREMEN kehrte am 20. Februar von der EU-geführten Operation ATALANTA zurück. Um 10 Uhr waren zahlreiche Angehörige auf der Ostmole der 4. Einfahrt in Wilhelmshaven und warteten auf das einlaufende Schiff.

Die Soldaten werden herzlich von ihren Angehörigen begrüßt.
Angehörige begrüßen die Besatzung (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Außenstelle Wihelmshaven)Größere Abbildung anzeigen

In den sechs zurückliegenden Monaten legte das Schiff rund 43.000 Seemeilen (ca. 80.000 Kilometer) zurück, was ungefähr einer zweifachen Erdumrundung entspricht. Neben Djibouti wurden Häfen wie Mombasa in Kenia, Salalah im Oman, Port Victoria auf den Seychellen und Jebel Ali in den Vereinigten Arabischen Emiraten angelaufen. Der letzte Zwischenstopp auf dem Rückweg war Malaga in Spanien.

"Die sechs Monate im Einsatzgebiet waren für Besatzung und Schiff sehr fordernd", resümierte Fregattenkapitän Götz Eichberg, Kommandant der Fregatte BREMEN, den Einsatz. Trotz teilweise widriger Umstände war seine Mannschaft stets motiviert und einsatzbereit, auch über die Feiertage. Dafür sprach er seinen Soldaten ein Lob aus.


Die Fregatte BREMEN läuft in ihren Heimathafen Wihelmshaven ein.
Erfolgreich aus dem Einsatz zurück (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Ann-Katrin Hoffmann)Größere Abbildung anzeigen

Überfälle mutmaßlicher Piraten verhindert

Siebenmal geleitete die Fregatte BREMEN Schiffe des Welternährungsprogramms (World Food Program - WFP) mit Lebensmitteln für Somalia nach Mogadischu. Weitere neun Handelsschiffe wurden in dem Transitkorridor im Golf von Aden eskortiert.

Fregattenkapitän Götz Eichberg: „Diese Aufgabe hat die BREMEN mit Bravour gemeistert. Die deutschen Handelsschiffe bedankten sich für unsere Unterstützung und gaben uns eine positive Resonanz.“ Mehrfach konnten Überfälle mutmaßlicher Piraten durch das Eingreifen der Schiffsbesatzung verhindert werden. Dabei wurden zahlreiche Waffen und insgesamt vier Außenbordmotoren, der meist schnellen Piraten-Skiffs, beschlagnahmt.

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Kommandant, Fregattenkapitän Götz Eichberg mit einem der zwei eingeschifften Bordhubschrauber des Typs SEA LYNX MK 88A.
Kommandant neben eingeschifftem Bordhubschrauber (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Außenstelle Wihlemshaven)Größere Abbildung anzeigen

Die Fliegerkomponente

Die Fregatte BREMEN hatte während ihrer Zeit zwei Marinehubschrauber des Typs Sea Lynx MK 88 A an Bord. Der Hubschrauberführeroffizier, Kapitänleutnant Tony Lind, sagte zu den Aufgaben der Hubschrauber: „Wir sind die fliegenden Augen hinter dem Horizont. In erster Linie betreiben wir Aufklärung und zeigen Präsenz, so haben wir auch mutmaßliche Piratenangriffe verhindern können.“ Zu dem eingeschifften Hubschrauberpersonal gehören ebenfalls der Hubschraubereinsatzoffizier (HEO) sowie die Hubschrauberoperationsmeister (HOM) und die Techniker.

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Die Fregatte war Teil der EU geführten Operation ATALANTA.
Wieder daheim (Quelle: © 2010 Bundeswehr / Außenstelle Wihelmshaven)Größere Abbildung anzeigen

Eingeschifftes Personal

Eine Fregatte der Klasse 122 hat im Schnitt eine 220-köpfige Besatzung an Bord. Auf der Fregatte BREMEN waren ca. 170 Marinesoldaten der Stammbesatzung an Bord und ca. 50 Personen zusätzlich eingeschifftes Personal.

Neben der Fliegerkomponente waren Soldaten der Marineschutzkräfte, ein Militärpfarrer und ein Rechtsberater mit an Bord. „So konnte ich meiner Besatzung maximale Sicherheit gewährleisten“, sagte der Kommandant beim Interview.

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Hauptaufgabe im Einsatzgebiet

Nach wie vor ist das Seegebiet am Horn von Afrika durch Piratenüberfälle eines der gefährlichsten Seegebiete der Welt. Die Hauptaufgabe der Marinen vor Ort ist es, Schiffe des WFP mit Lebensmittellieferungen für Somalia sicher an ihren Bestimmungsort zu geleiten.

Daneben wird Handelsschiffen im Einzelfall und bei Bedarf Schutz gewährt, zum Beispiel im extra eingerichteten Transitkorridor im Golf von Aden. Letztlich geht es darum, das Seegebiet zu überwachen sowie um das Abschrecken, Verhüten und Beenden von seeräuberischen Handlungen.

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Stand vom: 25.02.2010 | Autor:

http://www.marine.de/portal/a/marine/aktuelle/einsatze/atalanta/aktuelles%3Fyw_contentURL=%2F01DB070000000001%2FW282SGQT867INFODE%2Fcontent.jsp.html