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Einsatz- und Ausbildungsverband übt mit indischer Marine

In See, 14.04.2008, Bastian Saphörster (Fregatte HAMBURG).
Nach erfolgreichem Ende des Flugkörperschießens vor Südafrika setzt der EAV seine Ausbildungsfahrt um den afrikanischen Kontinent fort. Nach dem Aufenthalt in der südindischen Hafenstadt Kochi folgte ein dreitägiges Manöver mit der indischen Marine.

Deutsche und indische Einheiten während einer Formationsfahrt; darunter auch die deutsche Fregatten KÖLN, HAMBURG und der Einsatzgruppenversorger BERLIN
Deutsche und indische Einheiten während einer Formationsfahr … (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Ricarda Schönbrodt)Größere Abbildung anzeigen

Spannender hätte der Auftakt für die frisch angekommenen Kadetten des dritten Törns kaum sein können. Nach dem Auslaufen aus dem indischen Hafen Kochi begann für die Fregatten HAMBURG und KÖLN sowie den EGV BERLIN ein Manöver mit vier Einheiten der indischen Seestreitkräfte.

Neben nautischen und operativen Übungen wurden auch Formationsfahrten sowie ein Personalaustausch durchgeführt.


Die indische Fregatte BEAS
Die indische Fregatte BEAS (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Ricarda Schönbrodt)Größere Abbildung anzeigen

Dienstagmorgen, 10 Uhr im südindischen Kochi. Bei drückenden 33 °C verlassen die deutschen Einheiten des Einsatz- und Ausbildungsverbandes ihre Liegeplätze und machen sich auf den Weg in den Indischen Ozean.

Es ist jedoch kein „normales Auslaufen“: Nicht alle Mann der Besatzung befinden sich an Bord ihrer Einheiten und die deutschen Schiffe machen sich nicht alleine auf den Weg. Bereits ihren ersten Tag in See verbringen sechs der gerade erst angekommenen deutschen Kadetten nicht auf „ihren“ Einheiten, sondern auf dem indischen Schulschiff TIR.

Die TIR und ein indisches Ausbildungsschiff, die Fregatte KRISHNA, begleiten die deutschen Einheiten für 24 Stunden, bevor sie für zwei weitere Tage durch die Fregatten BEAS und TABAR abgelöst werden. Mit diesem insgesamt dreitägigen Manöver setzte der Verband die bereits im Hafen begonnene, freundschaftliche Zusammenarbeit mit der indischen Marine fort.

Neben nautischen und seemännischen Manövern wie Formationsfahrten, Versorgungsmanövern und Flugbetrieb mit einem indischen Hubschrauber, finden ebenfalls Übungen zur Ubootjagd sowie ein gemeinsames Seezielschießen statt.


Die indischen Fregatten BEAS und TABAR ziehen an der deutschen Passieraufstellung vorbei
Abschied von den indischen Fregatten (Quelle: © 2008 Bundeswehr / Ricarda Schönbrodt)Größere Abbildung anzeigen

Nach dem Ende der Übungsabschnitte folgt noch ein "Gruppenfoto" der Schiffe sowie die grenzüberschreitend übliche Verabschiedung der Schiffe voneinander: das sogenannte Steampast.

Die Zusammenarbeit mit indischen Schiffen ist für die Deutsche Marine nichts Alltägliches. Das abschließende Fazit fällt sehr positiv aus: „Es war eine sehr professionelle Zusammenarbeit, geprägt von gegenseitigem Verständnis und freundschaftlicher Atmosphäre“ so Kapitän zur See Michael Budde, der Kommandeur des deutschen Verbandes.

Auch nach Abschluss der Übung geht das Leben an Bord der deutschen Schiffe natürlich weiter. Der Verband läuft in Kürze den omanischen Hafen Maskat auf der arabischen Halbinsel an. Nach einem weiteren Hafenaufenthalt im ägyptischen Safaga führt der Weg Anfang Mai durch den Suezkanal und somit in die fast schon „heimatlichen“ Gewässer des Mittelmeers.

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Stand vom: 09.07.2008 | Autor:

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