Wieder eine Gefahrenquelle weniger!
Kiel, 22.07.2010, Achim Winkler (Außenstelle Kiel).
Am 20. Juli 2010 wurde im Rahmen eines Routine-Tauchganges im Bereich des Marinestützpunktes Kiel eine kleine U-Jagd-Rakete aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Im näheren Umkreis des Fundortes war bereits mehrfach alte Munition gefunden worden.

Im aktuellen Fall handelte es sich um eine Rakete eines „Hedgehog“,
eines Raketenwerfers für die Jagd auf Uboote, wie er im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten in großer Zahl zum Einsatz kam. Da die Munition dieser Waffe in größerer Anzahl gleichzeitig verschossen wurde, ist die einzelne Rakete relativ klein; sie beinhaltet lediglich zirka 14 Kg Sprengstoff.
Die Rakete konnte nicht vor Ort entschärft werden. Daher wurde sie durch den Kampfmittelräumdienst des Landes Schleswig-Holstein, unterstützt durch die Kieler Marine-Tauchergruppe, mittels eines Hebeballons im Wasser angehoben, ins freie Wasser der Kieler Förde geschleppt und dort kontrolliert gesprengt. Die bei der Sprengung sichtbare Wassersäule war vergleichsweise klein und unspektakulär. Aber einmal mehr konnte eine nur schwer einschätzbare Gefahrenquelle für die Schifffahrt dauerhaft beseitigt werden.
